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Vogelsberger Kreisverband der Europa Union pflanzt Baum an Max-Eyth-Schule in AlsfeldEin Baum als Zeichen für ein friedliches, soziales und demokratisches Europa

ALSFELD (ls). Er soll ein Zeichen sein für ein demokratisches, soziales, ökologisches und föderales Europa, ein Zeichen für Einheit und für Frieden: Der neue, kleine Baum an der Max-Eyth-Schule in Alsfeld, der all das widerspiegeln soll. Gepflanzt wurde er vom Vogelsberger Kreisverband der Europa Union, um direkt an der Europaschule an genau diese Werte zu erinnern.

Das Datum hätte geschichtsträchtiger nicht sein können: Etwas mehr als 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sei es wichtiger denn je an die demokratischen Grundwerte, eine europäische Einheit und den Frieden zu erinnern, erklärte Alsfelds Bürgermeister und Kreisvorsitzender der Europa Union, Stephan Paule, bei der Einweihung des Europa-Baumes. Die europäische Union nämlich habe dazu beigetragen, dass mittlerweile seit 75 Jahren Frieden herrsche – und genau dafür setze er sich gemeinsam mit den Mitgliedern der fraktionsübergreifenden Europa Union Vogelsberg ein.

Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule, gleichzeitig Vorsitzender der Europa Union Vogelsberg, bei der Einweihung des Baums. Fotos: ls

Bereits im Frühjahr hatte man also als Erinnerung an diese Ziele und Leitgedanken der EU einen Europa-Baum gepflanzt – und zwar unmittelbar auf dem Gelände der Alsfelder Max-Eyth-Schule, eine von insgesamt 34 hessischen Europaschulen. „Der Baum ist besonders in Zeiten des Klimawandels ein schönes, wachsendes Symbol“, sagte Paule. Erst vor Kurzem habe Großbritannien die EU verlassen. „Das ist erneut ein Anlass, um zu überlegen, ob die Ziele von Europa erreicht wurden und was die Ziele sind“, sagte Paule und erklärte, dass die Ziele immer mit Demokratie und der demokratischen Freiheit zusammenhängen würden.

Erst vor Kurzem konnte die Max-Eyth-Schule ihre Rezertifizierung zur Europa-Schule schaffen, erklärte MES-Schulleiter Friedhelm Walther bei der Einweihung des Europa-Baumes vor dem Schulgebäude mit Stolz. Um so mehr freue es ihn, dass die Schule dadurch immer wieder Würdigung und Anerkennung in der Öffentlichkeit erfahre, denn als Berufliche Schule mit dem Gymnasialzweig, gehöre die MES zu einer der wenigen Schulen mit EU-Zertifizierung.

MES-Schulleiter Friedhelm Walther.

Ziel dabei ist es, Europa in seiner Einheit und in seiner Vielfalt in die Schulkultur zu integrieren, wodurch nicht nur das interkulturelle Lernen, sondern auch die Entwicklung individueller Selbstständigkeit und Verantwortlichkeit sowie die kommunikative und soziale Kompetenz der Schüler zu stärken. Dabei stehen vor allem Toleranz, Respekt und Offenheit gegenüber der eigenen wie den anderen Kulturen in Europa und der Welt im Vordergrund der schulischen Arbeit – von den Schülern, als auch von den Lehrkräften. An die europäische Dimension der Schule, die einheitlichen, demokratischen Grundwerte und die friedlichen Leitideen wird nun der bislang noch kleine Baum erinnern.

3 Gedanken zu “Ein Baum als Zeichen für ein friedliches, soziales und demokratisches Europa

  1. Meine Güte!
    Einen noch belaubten Baum in dieser Jahreszeit bei dieser Dürre zu pflanzen! Das zeugt schon von grosser Naturferne der Verantwortlichen!
    Warum dieser Aufriss für EINEN Baum? Geht raus in die Wälder, da sind hunderttausende Bäume auf den verdorrten Kahlflächen zu pflanzen.
    Holt die Schüler aus den Schulen und pflanzt – nicht ein paar dutzend wie jüngst die Albert-Schweitzer-Schule in einer zwar gut gemeinten aber dennoch hilflosen Aktion – sondern ein paar tausend rings um Alsfeld!
    Pflanzzeit ist übrigens ab Ende Oktober bis Anfang Dezember soweit frostfreies Wetter.
    Es wird Zeit dass die Bürger und Politiker die Schaufel in die Hand nehmen und ihren Wald wieder aufforsten….
    Aber solche PR-Aktionen wie diese für EINEN Baum finde ich widerlich…

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    1. Zur Zeit ist im Vogelsberg eher Baumfällen angesagt.
      Wer wissen will wie wichtig die Bäume den Vogelsbergern sind, sollte in den Dannenröder Forst gehen, da sieht man die Realität.
      Lieber neuee Autobahnen als alte Wälder

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    2. Lieber Baumfreund,

      Artikel gelesen? Der Baum wurde im Frühjahr gepflanzt. Sicher muss dringend aufgeforstet werden, aber bei dieser Aktion war das Thema ein anderes. Also: Artikel erst richtig lesen, dann kommentieren.

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