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Leuseler bieten Einkaufshilfe für ihre Mitmenschen an#wirsindleusel: Gemeinsam füreinander da

LEUSEL (akr). Aus der Freiwilligen Feuerwehr Leusel werden die Freiwilligen Einkaufshelfer Leusel, denn auch die Brandschützer aus dem Alsfelder Stadtteil wollen ihren Mitmenschen, die zur Risikogruppe gehören, in dieser schweren Zeit helfen. Und damit sind sie nicht allein: Auch andere Leuseler Vereine sind mit im Boot, wollen gemeinsam füreinander da sein und mit Tatkraft die Sache unterstützen.

Das Coronavirus schränkt das alltägliche und vor allem auch das soziale Leben zunehmend ein, denn wo es möglich ist, sollte man auf soziale Kontakte verzichten. Auf die Infektionswelle folgt aber auch vielerorts eine Welle der Hilfsbereitschaft, immer mehr Vereine oder auch Privatpersonen möchten in Zeiten des Coronavirus ihre Mitmenschen unterstützen, Solidarität zeigen – so auch im Alsfelder Stadtteil Leusel.

Aus der Freiwilligen Feuerwehr sind seit kurzem auch die Freiwilligen Einkaufshelfer geworden, die der Risikogruppe und gefährdeten Personen helfen möchte und beispielsweise Einkäufe übernehmen will. Mit dabei sind aber auch andere Leuseler Vereine, wie zum Beispiel der Musik,- oder Sportverein. „Wir sind ein großes Team“, sagt Careen Heiser von der Freiwilligen Feuerwehr. Schnell haben sich nämlich noch viele weitere Leuseler bereit erklärt, zu helfen, gemeinsam füreinander da zu sein.

Ältere Menschen, Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder mit bestimmten Vorerkrankungen benötigen gerade jetzt besondere Hilfe und Unterstützung, denn alltägliche Dinge, wie der Einkauf in einem Supermarkt oder die Besorgung in der Apotheke stellen für diesen Personenkreis ein erhöhtes Infektionsrisiko dar – und gerade für diese Menschen, die zur Risikogruppe gehören, kann das Virus schwerwiegende Folgen haben.

Die Freiwillige Feuerwehr Leusel möchte ihren Mitmenschen die körperliche Last und die Angst abnehmen und den Wochen- oder Drogerie-Einkauf oder Apothekengänge übernehmen – und das funktioniert ganz einfach: Der Einkaufszettel mit allen wichtigen Informationen wie Name, Adresse, einer Telefonnummer für Rückfragen sowie dem Liefertermin kann entweder bei der Feinschmeckerei Heiser in den Briefkasten geworfen werden oder, wenn man nicht mehr raus will oder kann, abgeholt werden. Dafür solle man sich einfach bei Careen Heiser oder Ortsvorsteher Ralf Lämmer melden.

Die Grundversorgung, sprich das, was man aktuell nicht so einfach bekommt, bestelle man in größeren Mengen über die Feinschmeckerei Heiser. Die Einkäufe werden dann dienstags und freitags ausgeliefert. Vorher wird man aber kurz angerufen, damit das Geld für die kontaktlose Bezahlung bereit gelegt werden kann. Das sind aber nicht die einzigen Schutzmaßnahmen, die das Team trifft. So werden Lebensmittel nur mit Handschuhen angefasst, Griffe der Einkaufswagen vorab desinfiziert, man geht im Zweierteam und nicht in einer größeren Gruppe einkaufen und wenn jemand Krankheitsanzeichen zeigt, dann muss der Einkaufshelfer für mindestens zwei Woche aussetzen.

Darüber hinaus stellen die Helfer die Einkäufe vor der Tür ab, nehmen das Geld in einem Umschlag entgegen und werfen das Wechselgeld entsprechend in einem Umschlag in den Briefkasten, damit das alles kontaktlos vonstatten geht. Natürlich bekommt man immer wieder einen neuen Einkaufszettel dazu, den man dann für seinen nächsten Einkauf ausfüllen kann. „Das Angebot wurde auch schon angenommen“, freut sich Heiser, bislang habe man nur positiven Zuspruch erhalten.

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