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Bürgermeisterwahl in Freiensteinau für den 23. August geplantFreiensteinaus Bürgermeister Spielberger kandidiert für zweite Amtszeit

FREIENSTEINAU (ls). Eine schwere Entscheidung war es für Sascha Spielberger nicht, wie er am Telefon erzählt. Nein, eigentlich hätte er gar nicht darüber nachdenken müssen. Der 43-jährige, parteilose Bürgermeister von Freiensteinau möchte erneut um das Amt des Rathauschefs der Gemeinde kandidieren. Am kommenden Mittwoch, den 25. März, soll die Gemeindevertretung über den Wahltermin entscheiden. Der Vorschlag: der 23. August.

„Ich bin wieder mit dabei. Das war eigentlich keine Frage und auch kein Entscheidungsprozess“, stellt Sascha Spielberger direkt zu Beginn des Telefonats. Seit 2014 ist der 43-Jährige Freiensteinaus parteiloser Bürgermeister. Keine Frage, dass er zur Wahl in diesem Jahr erneut antreten möchte. „Ich bin eher überrascht, dass die Zeit so schnell rum war“, sagt Spielberger. Zum 31. Dezember 2020 läuft seine Amtszeit als Rathauschef aus.

Gewählt wurde der Amtsinhaber am 20. April 2014 als Nachfolger für den langjährigen Bürgermeister Friedel Kopp von den Freien Wählern, der damals nicht wieder kandidiert hatte. Mit einer Mehrheit von 72,3 Prozent setzte sich Spielberger damals in der Stichwahl gegen den parteilosen Kandidaten Andreas Schwenz durch und ließ auch schon im ersten Wahlgang zwei weitere parteilose Kandidaten hinter sich. Ende Dezember 2014 wurde er offiziell ins Amt eingeführt. Danach verging die Zeit wie im Flug.

„Am Anfang meiner Amtszeit waren es wilde Zeiten. Politisch war es etwas angespannt, aber das hat sich beruhigt. Es herrscht ein tolles Klima hier und es macht einfach Spaß. In der Gemeindevertretung versuchen alle Fraktionen das Beste für die Bürger rauszuholen und es wird auf sachlicher Ebene diskutiert. Das ist wirklich ein schönes Arbeitsklima“, erklärt Spielberger. Diese Gemeinschaftsgeist sei mitunter seine Beweggründe für eine erneute Kandidatur gewesen. Das wirke sich auch deutlich auf die Arbeit im Rathaus aus. Die Mitarbeiter seien hochmotiviert, eine „super Mannschaft“, die auch wenn es mal eng wird, zusammenhalten und für die besten Lösungen sorgen. Der Gemeindevertretung selbst habe er bereits verkündet, dass er für eine weitere Amtszeit kandidieren möchte.

Seine Ziele hätten sich zu denen vor fast sechs Jahren nicht geändert, der Weg gehe genau so weiter. „Als ich mich damals zur Wahl ausgestellt habe, habe ich mich viel mit Studien zu vitalen Dörfern beschäftigt. Ein attraktives Dorfleben hängt meiner Meinung nach besonders mit vitalen Vereinen zusammen. Die haben wir hier in Freiensteinau“, sagt er. Deshalb wolle er die Vereine stärker fördern und einbinden und damit auch gegenüber den Ballungsräumen zeigen, dass auch ein Wohnen und Leben auf dem Dorf attraktiv ist – und Vorteile wie eine gelebte Gemeinschaft mit sich bringt. „Darauf setze ich sehr viel und das funktioniert hier in Freiensteinau hervorragend“.

Die Randgemeinde am Südhang des Vogelsbergers liegt mitten in der Natur, ist aber mit seinen fast 3.200 Einwohnern in den zwölf Orten weniger dicht besiedelt. Doch den Einwohnern fehle es an nichts. „Wir haben Wohnraum ausgewiesen, viele Leerstände wurden verkauft. Wir haben Geschäfte, eine gute ärztliche Versorgung, haben Schulen, Handwerker, Kitas, Apotheken, Restaurants, sogar eine kleine Bücherei“, zählt er auf. Alles, was man für ein zukunftsfähiges Leben brauche in mitten von Natur. Dass die Zukunftsfähigkeit gewährleistet bleibe, das gehöre mit zu den Herausforderungen und Zielen der nächsten Amtszeit als Bürgermeister.

Dazu gehöre auch das Thema Breitbandversorgung, wo derzeit bereits schon einiges in Bewegung sei. Aber auch das Straßennetz und die Versorgungsleitungen müssten immer instand gehalten werden, damit die Infrastruktur erhalten bleibe. „Die von uns ausgewiesenen Bauplätze laufen sehr gut – besser sogar, als wir anfangs dachten“, sagte er. Im Neubaugebiet in Holzmühl seien schon jetzt alle Bauplätze verkauft und auch die Nachfrage für das Baugebiet am Windberg in Freiensteinau übertreffe alle Erwartungen.

Auch in Sachen Tourismus sei es immer wieder eine Herausforderung, doch die Gemeinde profitiere. Mitunter liege das am Publikumsmagnet der Nieder-Mooser-Seenplatte, aber auch die Radwegestruktur, die geschützte Natur zum wandern, der Freizeitpark oder aber andere attraktive Angebote in der Gemeinde würden immer wieder für Tourismus sorgen. Das gelte es aufrecht zu erhalten, um zu zeigen, wie vital das Leben ist.

„Hier ist alles schön. Wir Vogelsberger wissen das, aber das müssen wir auch weitertragen“, sagt der amtierende Rathauschef. Das gehöre mit zu seinen Zielen für eine mögliche weitere Amtszeit. Am 31. Dezember 2020 ist Spielbergers erste Amtszeit als Rathauschef vorbei. Mit Wahl in diesem Jahr hofft er, dass seine zweite Amtszeit beginnt. Ein Gegenkandidat ist bislang nicht nicht bekannt.

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