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Burschenschaft Altenburg, Feuerwehr Eudorf und Burschenschaft Berfa bieten ihre Hilfe für Risikogruppen anEine Welle der Hilfsbereitschaft in Alsfelds Dörfern

ALTENBURG (akr). Das Coronavirus schränkt das alltägliche und vor allem auch das soziale Leben im Vogelsberg zunehmend ein, denn wo es möglich ist, sollte man auf soziale Kontakte verzichten. Auf die Infektionswelle folgt aber auch mancherorts eine Welle der Hilfsbereitschaft – so zum Beispiel in Altenburg, Eudorf und Berfa.

Für alte Menschen und auch für die, die gesundheitlich vorbelastet sind, stellen schon die nötigsten Handlungen wie Einkäufe erledigen ein extrem hohes Ansteckungsrisiko dar. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Menschen Solidarität zeigen, sich gegenseitig helfen, einfach füreinander da sind in dieser schwierigen Zeit – natürlich immer mit dem Hintergrund, dass man dennoch Abstand und sich an die Hygienevorschriften hält, damit sich das Virus nicht weiter ausbreiten kann.

In den Sozialen Medien bieten deshalb immer mehr Menschen anderen Mitbürgern ihre Hilfe an. Gerade Menschen, die zur Risikogruppe zählen, sollten nun möglichst vermeiden, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und größere Menschenmengen zum Beispiel im Supermarkt zu vermeiden – und genau diese Menschen sind derzeit auf Unterstützung angewiesen, und genau diese Menschen möchte die Burschenschaft Altenburg sowie die Einsatzabteilung der Eudorfer Feuerwehr nun unterstützen.

Unterstützung in Altenburg, Eudorf und Berfa

„In schweren Zeiten wie diesen ist der Zusammenhalt unserer starken Gemeinschaft in Altenburg gefordert“- das steht auf dem Flugblatt geschrieben, dass die Altenburger Burschenschaft an die Haushalte verteilt hat. Auf diesem Wege möchte sie ihre Hilfe und Unterstützung anbieten, Einkäufe und Besorgungen übernehmen, die aktuell für viele Mitbürger eine Herausforderung darstellen – per Flugblatt eben, damit auch die Zielgruppe der älteren Menschen erreicht wird.

Auch im Alsfelder Stadtteil Eudorf ist man füreinander da. Die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr bietet nämlich ebenfalls ihre Hilfe an, will für Mitbürger die der Risikogruppe angehören einkaufen gehen. „Wir gehen eh alle einkaufen, dann kann man für diese Gruppe auch gleich mit einkaufen gehen“, erklärt Alexander Skalitzki seine ganz spontane Idee. Als er das seinen Kameraden vorschlug, waren alle sofort von der Idee begeistert, sofort bei der Sache dabei. Also hat man kurzerhand Flugblätter an die älteren Menschen, Bürger mit Handicap und generell alle die zur Risikogruppe gehören, verteilt.

Wenn sich dann Menschen melden, die die Hilfe der Feuerwehr in Anspruch nehmen möchten, dann sollen quasi Patenschaften verteilt werden. Ein bis zwei Mal in der Woche soll dann eingekauft werden. Die Einkaufstasche könne dann ganz einfach samt Einkaufszettel an die Haustür gehangen werden. „Mit dieser Solidarität wollen wir zeigen, dass die Risikogruppe nicht raus muss. Sie wollen wissen, dass wir an sie denken, dass sie nicht allein sind. Wir wollen einfach ein Stück weit Hoffnung verbreiten“, erklärt Skalitzki.

„Wir haben das Flugblatt von der Altenburger Burschenschaft gesehen. Wir fanden die Idee super und dachten, dass wir das auch anbieten können“, sagt Hannes Hergert von der Burschenschaft in Berfa. Als man den Zettel sah, wurde sofort die Burschenschaft informiert, die auch zugleich von der Idee begeistert war. Somit können ältere Personen, Menschen mit Handicap oder die, die Hilfe einfach Hilfe brauchen, auf die Hilfe der Berfaer Burschenschaft zählen.

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