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„Schüler fragen, Profis antworten“ – eine Initiative der RotarierInfos sammeln, Gespräche führen, Beziehungen aufbauen

LAUTERBACH (ol). Alljährlich machen sich die Lauterbacher Rotarier auf den Weg in die Alexander-von-Humboldt-Schule, um den Schülerinnen und Schülern dort von ihren ganz persönlichen Erfahrungen im Job und auf dem Weg dorthin zu berichten. Auch in diesem Jahr konnte die Damen und Herren dort wieder eine ganze Menge interessierter Abiturienten erreichen.

„Grau, teurer Freund, ist alle Theorie.“ Schon Goethes Faust wusste, dass es im Leben und Lernen die Praxis ist, die zählt. Dies gilt insbesondere, wenn man sich Gedanken über die spätere Berufswahl macht, an der man doch in der Regel jahrzehntelang festhält, sich auf einem einmal ausgewählten Berufsfeld ausbildet, weiterbildet und Aufstiegschancen haben möchte.

Da ist es laut Pressemitteilung der Alexander-von-Humboldt-Schule umso besser, wenn junge Leute sich mit Menschen austauschen, die in einem Beruf Erfahrungen haben, um abzugleichen, was von den Vorstellungen, die man so hat, wirklich zutrifft, was ganz anders ist, welche Voraussetzungen nötig sind und wie die Arbeitsmarktentwicklung aussehen könnte.

All das bieten den Lauterbacher Schülerinnen und Schülern die Rotarier mit tatkräftiger Unterstützung von Firmen und deren Mitarbeitern in der Region. In dem Club treffen Menschen verschiedenster Berufe aufeinander, noch dazu Menschen, die den Austausch mögen und die bereit sind, anderen zum Erfolg zu verhelfen. Unter dem Motto „Schüler fragen, Profis antworten“ gehen die gestandenen „Professionals“ an die Schulen, um den jungen Erwachsenen ein direktes Gesprächsangebot zu machen – von Angesicht zu Angesicht, ohne Zeitdruck und ganz persönlich.

12. Informationsabend

Vor wenigen Tagen fand ein solcher Informationsabend zum zwölften Mal an der Alexander-von-Humboldt-Schule statt. Rolf Papenheim, Präsident des Rotary Club Lauterbach-Schlitz, freute sich in seiner Ansprache sehr, dass das Angebot seines Clubs bei den Schülerinnen und Schülern des Lauterbacher Gymnasiums auf gute Resonanz stieß, schließlich hatten er und Christian Wagner, Koordinator des Projekts, nicht wenige Mitstreiter gewinnen können, die in verschiedenen Klassenräumen in kleinen und großen Runden über ihre Berufsbilder, den Alltag, den Verdienst, Fallstricke und Möglichkeiten berichteten.


Knapp zwanzig Berufe waren vertreten, die Bandbreite reichte von Kulturmanagement über Lehramt und Jura bis hin zu Maschinenbau. Es gab Einblicke in Großhandel, Hausverwaltung, Transport und Tourismus sowie Bauwesen, Wasser- und Agrarwirtschaft, den Polizeidienst und die Arbeit im Krankenhaus. Die Rotarier informierten darüber hinaus über Zahnmedizin, Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung, Betriebswirtschaftslehre und Bankenwesen sowie Mediengestaltung und Medientechnologie.

Für die interessierten Schülerinnen und Schüler gab es also viel zu erfahren – und sie nutzten das Angebot ausgiebig, wie Oliver Stoy, Koordinator für Berufliche Orientierung an der AvH, erfreut berichtete: „Manche Schülerinnen und Schüler waren mehr als zwei Stunden in Gesprächen – was von aufrichtigem Interesse zeugt.“ Interesse, das auch die anwesenden Professionals an solchen Veranstaltungen immer wieder spüren: Nicht selten erwächst aus solchen Begegnungen die Chance für ein Praktikum, eine Ausbildung oder ein duales Studium. So sind diese Abende nicht nur eine Bereicherung für die jungen Erwachsenen, sondern auch für die Unternehmen der Region. Und was könnte es Besseres geben als eine so schöne, so gegenseitige Win-Win-Situation?


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