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Platz Drei für Kim Kevin Brassel vom Beauty Point beim Trendvision Award 2019Einer der besten Color-Artists Deutschands kommt aus Alsfeld

ALSFELD (ls). Wenn man als Hairstylist an einem Event wie dem Wella Trend Vision Award teilnehmen kann, dann geht ein Lebenstraum in Erfüllung – und gleichzeitig gehört man zu den Besten aus ganz Deutschland. Einer von davon ist der 25-jährige Kim Kevin Brassel aus dem Alsfelder Beauty Point. Am Wochenende hat er den dritten Platz in der Kategorie „Color Artist“ belegt und gehört damit zu der crème de la crème des Fachs.

Wer schon einmal in Alsfelder Beauty Point war, der kann sich seiner Sache sicher sein: moderne Haarschnitte, kompetenter und professioneller Service, Frisurentrends und vor allem innovative Farben und Farbtechniken – genau damit hat sich der Salon rund um Inhaberin Julia Jungk über die Jahre hinweg einen Namen gemacht und nicht umsonst noch eine zweite Filiale in der Innenstadt eröffnet. Kein Zweifel also: im Salon arbeiten gute Friseure – und seit dem vergangenen Wochenende auch einer von Deutschlands Besten Color-Artists.

Der 25-jährige Kim Kevin Brassel hat nämlich Platz 3 in der Kategorie „Color Artist“ bei dem Wella Trend Vision Award belegt, legt damit einen weiteren Meilenstein in seiner noch so jungen Karriere hin und erfüllte sich damit gleichzeitig einen Lebenstraum.

Erst seit drei Jahren ist er mittlerweile ausgelernt. Während er seine verkürzte Ausbildung noch in einem großen Familienbetrieb in Marburg machte und direkt im Anschluss Vizelandesmeister im Friseurhandwerk des Landes Hessen wurde, arbeitet der 25-Jährige seit gut zwei Jahren im Alsfelder Salon von Julia Jungk.

Mit Bronze-Tönen arbeitete Kim Brassel bei dem Wettbewerb. Fotos: Brassel


„Friseur zu sein ist mein Traum“

„Eigentlich wollte ich schon immer Friseur werden, doch dass ich wirklich die Ausbildung begonnen habe, war eine sehr spontane Sache“, erklärt er. Das Handwerk wurde Kim bereits in die Wiege gelegt, denn auch seine Mutter ist Friseurin. „Ich war damals bei ihr im Salon und fragte die Chefin damals nach dem Abitur spaßeshalber wann ich denn endlich anfangen kann. Da zog sie einen Lehrvertrag aus der Tasche und sagte: ‚Von mir aus jetzt gleich‘. Ich habe sofort unterschrieben. Morgens hab ich also noch nicht gewusst, dass ich abends eine Ausbildung zum Friseur machen werde“, erzählt er von dem spontanen Ausbildungsangebot. „Das ich das gemacht habe, habe ich keinen Tag bereut und würde es immer wieder machen. Friseur zu sein ist mein Traum“.

Einen weiteren Traum konnte sich der 25-Jährige am vergangenen Wochenende erfüllen, da holte er sich nämlich den dritten Platz in einem der renommiertesten Wettbewerbe des Handwerks, dem Wella Trend Vision Award 2019. Als im August die Bewerbungsphase begann war auch der 25-Jährige mit von der Partie – und hatte Glück: Zusammen mit insgesamt 27 weiteren Teilnehmern kam er in die Endrunde um den Award.

„Mit einer Vision, einem Modell habe ich mich beworben und wurde sogar eingeladen – allein das ist schon ein großer Gewinn, weil es einerseits sehr sehr viele Bewerbungen in diesem Jahr gab und wenn du vorgeladen wirst heißt das praktisch schon so viel, dass du zu den Besten in Deutschland gehörst“, erklärt Brassel. Vor Ort wurde das Modell und die Vision nochmal vorgestellt. Wie ein Federkleid eines Vogels mit den unterschiedlichsten Strukturen und wie die Felsgesteine des Gran Canyons in seinen Bronze-Tönen sollte es werden – natürlich mit der besten handwerklichen Leistung.

Wie ein Federkleid eines Vogels sollte es aussehen.

Zwei nervenaufreibende Tage

Das hat geklappt. 15 Seiten Bewerbungsmappe samt Ideen in Sachen Styling, Farbtechniken, Produkte, Haarschnitt und vielem mehr bekam er die Tickets für das zweitägige Finale. Was in diesem Jahr neu war: Es war mehr als nur ein Wettbewerb. Das Talent und das Handwerk der Teilnehmer wurde in den Fokus gerückt – und die digitale Komponente, sprich Social Media und das Begleiten des Events auf Instagram und Facebook nahm in diesem Jahr einen großen Stellenwert ein.


„Die zwei Tage waren auf jeden Fall sehr nervenaufreibend. Am ersten tag ging es um 8 Uhr morgens los. Mit dabei hatte ich meine Tante Karina-Ramona Fischer, die mir als Modell zur Verfügung stand. Nach einer Vorstellungsrunde wurden wir unseren Mentoren zugeteilt – echte Profis in ihrem Fach. Zusammen mit ihnen wurde der Look weiter entwickelt und dann hatte ich vier Stunden Zeit zu Färben. Ich hatte mir eine komplexe Färbetechnik ausgesucht und wurde erst kurz vor dem Ende fertig“, erzählt er.

Zeitdruck, die Hoffnung auf eine gute Farbe und die Social Media Aufgabe zwischendurch. „Es war nervenaufreibend, aber es hat sehr gut geklappt – ich war sehr zufrieden mit meinem Farbbild“.

Neben kleineren Seminaren ging es am nächsten Tag an das Fitting des Modells für das zehnminütige Fotoshooting am Ende. Haare und Outfit wurden aufeinander abgestimmt und Posen für das Foto überlegt. „Der Look musste im Shooting selbst umgewandelt werden, um zu zeigen, dass er wandelbar ist“. Der Jury scheint es gefallen zu haben, denn Kim Brassel vom Alsfelder Beauty Point wurde auf den dritten Platz gewählt. „Als ich das gehört habe, konnte ich es gar nicht richtig glaube. Ich habe das ganze live via Instagram mitgeteilt und alle haben mitgefiebert. Das war unbeschreiblich denn als sie meinen Namen gesagt haben, kamen zeitgleich ganz viele Gratulationen rein und ich wusste nicht richtig wo mit der Kopf steht“, erzählt der 25-Jährige von dem Moment.

Der 25-Jährige nach dem Sieg.

Gewonnen hat er dabei nicht nur an Erfahrung, sondern auch zwei Tickets für die Internationale Trendshow im nächsten Jahr, worauf er sich schon jetzt freut. Damit ist die Reise für den 25-jährigen Alsfelder Friseur aber noch nicht lange nicht zu Ende, sondern hat gerade erst begonnen. Direkt im Anschluss an das anstrengende Wochenende  besuchte er einen „Master of Color“-Lehrgang. „Mein Ziel ist es staatlich geprüfter Colorist zu werden“, sagt er mit Blick in die Zukunft. Mit dem dritten Platz bei der Trend Vision und dem erfolgreich absolvierten Lehrgang hat er die ersten Meilensteine für seine farbenfrohe Zukunft auf jeden Fall bereits gelegt.



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