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Großeinsatz für die Alsfelder Feuerwehren - Schaden von geschätzt mehreren Hunderttausend EuroAlsfelder Postverteilzentrum stand in Flammen

ALSFELD (akr/jal/ls). Großeinsatz für die Feuerwehren der Stadt Alsfeld: Im Postverteilzentrum in der Konrad-Adenauer-Straße in Alsfeld ist am Donnerstagabend ein Feuer ausgebrochen. Der Brand ist inzwischen gelöscht, die Feuerwehr ist dennoch weiterhin im Einsatz. Um wichtige Briefe muss sich vermutlich niemand große Sorgen machen.

Um genau 20:44 Uhr und 45 Sekunden Uhr ging bei der Alsfelder Feuerwehr eine Meldung der Leitstelle des Vogelsbergkreises ein. Es sollte einen Brand in einer Lagerhalle in der Konrad-Adenauer-Straße geben. Als die ersten Feuerwehrleute dort eintrafen, sahen sie: Es handelte sich dabei um das Postverteilzentrum, das in Flammen stand.

Nach und nach rückten immer mehr Feuerwehren zum Großbrand auf dem ehemaligen BGS-Gelände aus. Neben den Brandschützern aus Alsfeld-Mitte waren auch die einzelnen Wehren mehrerer Stadtteile im Einsatz. Die Feuerwehr aus Homberg (Ohm) eilte zudem unter anderem mit einer zweiten Drehleiter herbei.

Von außen sah das Gebäude zunächst noch relativ in Ordnung aus. Ein Feuerwehrmann hat sich verbrüht und wurde leicht verletzt. Postmitarbeiter waren nach offiziellen Angaben der Feuerwehr zum Zeitpunkt des Brandes keine in der Halle. Ein Vertreter der Post sagte OL, dass am Freitag in den Gebieten, für die das Zentrum zuständig sei, vermutlich keine Post ausgeliefert werde. Da die Briefe in der Regel erst in den frühen Morgenstunden angeliefert würden, Werbeunterlagen jedoch schon früher, ging der Postmitarbeiter davon aus, dass vermutlich nur Werbung und keine wichtigeren Briefsendungen bei dem Feuer beschädigt worden sind. Allerdings war zunächst nicht klar, ob nicht vielleicht doch noch irgendwo in der Halle Briefpost gelagert wurde, die nun verbrannt ist.

Bei der Ankunft der Helfer habe eine Fläche von etwa 20 auf 20 Metern durchs Dach durch gebrannt, sagte Stadtbrandinspektor Daniel Schäfer vor Ort im Gespräch mit Journalisten. „Das Feuer ist jetzt aus, wir sind jetzt bei den Nachlöscharbeiten“, berichtete Schäfer gegen 22:10 Uhr. Insgesamt sei man mit etwa 90 Einsatzkräften vor Ort. Später war von 110 die Rede. Die Feuerwehrleute näherten sich dem Feuer mit der Drehleiter und löschten auch von Innen. Er schätze, dass der Schaden mindestens im hohen sechsstelligen Bereich liege. Die Polizei sprach erst von einem Schaden im Millionenbereich, korrigierte sich später jedoch leicht nach unten.


Eine Schwierigkeit bei dem Einsatz sei die Wasserversorgung gewesen, die auf dem alten BGS Gelände nicht besonders gut sei, sagte Feuerwehrchef Schäfer. Deswegen bauten die Helfer eine zweite Leitung von der Alsfelder Brauerei her auf. Man sei wohl noch einige Stunden beschäftigt, hieß es am Abend. Ein Großteil des Dachs sollte geöffnet werden, um sicher zu gehen, dass sich dort keine Glutnester mehr befinden. Das werde noch einige Stunden andauern. Ein Betreuungszug des Deutschen Roten Kreuzes versorgte die Helfer unter anderem mit Getränken.

Einsatzkräfte unterhielten sich vor Ort darüber, dass das Feuer an einer Stelle ausgebrochen sein könnte, wo Akkus gelagert werden. Auf dem Postgelände werden Elektroautos und -Fahrräder eingesetzt. Später bestätigte die Feuerwehr, dass explodierende Fahrradakkus die Arbeiten erschwert hätten.

Der für den Postleitzahlenbereich 36 zuständige Sprecher der Deutschen Post, Thomas Kutsch, sagte am frühen Freitagmorgen, er wisse noch nicht viel mehr, als in den Medien stehe. Er sei auf dem Weg nach Alsfeld, um sich selbst ein Bild zu machen. „Das ist alles in der Mache, die Kollegen schmieden Pläne, wie es weitergeht.“ Er bestätigte, dass es am Freitag im Bereich Alsfeld und Umgebung keine Postzustellung geben werde. Ob der Service am Samstag bereits wieder aufgenommen werden könnte, vermochte Kutsch zunächst nicht zu sagen.

Im Jahr 2014 schrieb OL zu der damals noch nicht fertiggestellten Postanlage: „Hier werden Briefe und Pakete angeliefert, sortiert und an die Kunden in 27 verschiedenen Bezirken ausgeliefert. Voraussichtlich werden gut 50 Menschen hier Arbeit finden. Bereits zu Beginn des neuen Jahres soll der Stützpunkt in Betrieb genommen werden.“ In der Anlage wird die Post für die Umgebung rund um Alsfeld – darunter auch Orte wie Romrod oder Kirtorf – sortiert.

Hier geht es zu unserem Bericht vom Tag danach.


Fotos des Einsatzes

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4 Gedanken zu “Alsfelder Postverteilzentrum stand in Flammen

  1. Man kann gar nicht genug dankbar sein für eine so gute und schnelle Feuerwehr. Hier haben sie wieder einmal mehr ihr Künnen und den Willen Schlimmeres zu verhindern gezeigt.
    Ich spreche den Feuerwehrleuten, ob Frauen oder Männern gleichermaßen meinen Dank meinen Dank aus.
    An den Pyromanen wende ich mich den Worten, was soll der quatsch mt Sabotage?
    Wenn technick im Einsatz ist, so kommt es auch zu Unfällen oder wie hier im Fall zu einem Brand. Ein wenig Unachtsamkeit und schon ist das Unglück geschehen. Also den Mund halten und nicht irgendwelhe Spekulationen in die Welt setzen.

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  2. Vielen Dank ihr mutigen und schlagkräftigen Feuerwehrfrauen – und Männer, für euer beherztes Engagement Schlimmeres zu verhindern.
    Durch- und mit euch, kann Alsfeld ruhiger schlafen.
    An dieser Stelle auch einen Dank an das Team der Villa Raab, das die Einsatzkräfte spontan mit Heißgetränken versorgt hat.

    Mathias Köhl, Stadtrat

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  3. Wieder brennt es in einem Industrie Komplex nach dem Bücking Inferno 2013, unfassbar als ob es Sabotage wäre um die Stadt zu schwächen.

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