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Stiftung der Sparkasse Oberhessen zeichnete Engagierte ausBürgerpreis Oberhessen: Neun Vogelsberger Preisträger

LAUTERBACH (ol). Eine Premiere feierte kürzlich die Stiftung der Sparkasse Oberhessen: Zum ersten Mal vergab sie den neugeschaffenen Bürgerpreis Oberhessen. Mit der Auszeichnung würdigt die Stiftung das vorbildhafte Wirken von Personen, Initiativen und Vereinen, die sich in der Wetterau und dem Vogelsberg engagieren.

In der Pressemitteilung der Sparkasse Oberhessen heißt es, Landrat Manfred Görig und Sparkassenvorstand Thomas Falk empfingen die Preisträger zu einer festlichen Übergabefeier in der Aula der Sparkasse in Lauterbach. Sie beglückwünschten drei Hauptpreisgewinner: In der Kategorie „Alltaghelden“ wurde der „Hospizdienst im Vogelsberg“ aus Lauterbach prämiert. Gerhard Karl-Rollmann aus Grebenhain erhielt die Auszeichnung für sein Lebenswerk. Und in der Kategorie „Engagierte unter 30“ wurde Marius Zimmer aus Mücke gewürdigt. Die Hauptpreise sind mit jeweils 1.000 Euro dotiert die einer, vom Preisträger ausgewählten, gemeinnützigen Organisation zu Gute kommen.

Mit gutem Beispiel vorangehen

Manfred Görog und Thomas Falk bedankten sich bei den Preisträgern für ihr vorbildliches bürgerschaftliches Engagement. Falk betonte in seiner Rede, dass die Ehrenamtlichen viel für die Menschen im Vogelsbergkreis bewegen: „Durch Ihren Einsatz werden viele Angebote in der Region erst möglich. Sie engagieren sich freiwillig, in ihrer Freizeit, ganz ohne materiellen Gewinn. Danke, dass Sie mit gutem Beispiel vorangehen.“ Mit dem Bürgerpreis wolle man die Preisträger ins Rampenlicht stellen, da sie sich mit viel Enthusiasmus für Andere einsetzen.

Landrat Manfred Görig wies darauf hin, dass sich viele Preisträger bereits seit Jahrzehnten für ihr Anliegen engagieren. Man könne deshalb wahrlich von einer Lebensleistung im Ehrenamt sprechen. Neben der Auszeichnung des Lebenswerkes und besonderer Projektleistungen wolle man mit dem Bürgerpreis jedoch auch ein Signal in Richtung des „Nachwuchses“ senden. „Mit der Preiskategorie „Engagierte unter 30“ wollen wir jenen Anerkennung zollen, die sich neben Studium, Ausbildung oder den ersten Berufsjahren in Vereinen und Projekten engagieren“, sagte Görig.

Im ersten Jahr des Bürgerpreises Oberhessen erreichten die Jury die rund 100 Nominierungen aus der Wetterau und dem Vogelsberg. Die Jury-Mitglieder wählten insgesamt 20 Preisträger aus und vergaben 11.000 Euro an Preisgeldern. Neun der Preisträger kamen aus dem Vogelsberg. Die Verleihung an die Wetterauer Preisträger erfolgte bereits am 23. Oktober in Friedberg. Die Jury des Bürgerpreis Oberhessen besteht aus dem Wetterauer und dem Vogelsberger Landrat, den Vorsitzenden der Bürgermeister-Kreisversammlungen Wetterau- und Vogelsbergkreis sowie Vertretern der regionalen Tageszeitungen.

Die Preisträger aus dem Vogelsbergkreis im Überblick

Kategorie Alltagshelden

Anerkennungspreis (250 Euro)

Preisträger: Jörg Diegel aus Gemünden (Felda)

Projekt: Planung und Anlage des Premium-Wanderweges „Heinzemann-Tour“

Alle Fotos: Sparkasse Oberhessen

Jörg Diegel entwickelte 2015 die Idee eines 13,5 Kilometer langen Wanderwegs, der durch die Gemarkung Gemünden und durch ein Naturschutzgebiet führt. Er überzeugte Gremien und die Naturschutzbehörde von der Idee und legte den Weg gemeinsam mit Mitstreitern an. Vom deutschen Wanderinstitut erhielt die „Heinzemann-Tour“ das Siegel „Premiumwanderweg“.

Anerkennungspreis (250 Euro)

Preisträger: Melanie Erdogan aus Lauterbach, 1. Vorsitzende von Therapiehunde Osthessen

Projekt: Arbeit mit Therapiehunden

Die Teams von Therapiehunde Osthessen besuchen regelmäßig Menschen mit körperlichen, psychischen oder seelischen Belastungen. Die Hunde haben einen sehr positiven Einfluss auf die Gesundheit und die Stimmung der besuchten Menschen. Frau Erdogan steht den Therapieteams rund um die Uhr mit Rat und Tat zur Seite, organisiert selbst viele Einsätze und trainiert die Hunde.

Hauptpreis (1.000 Euro)

Preisträger: Hospizdienst im Vogelsberg, Regionalgruppe der IGSL-Hospiz

Projekt: Ambulante Hospizhilfe im Vogelsberg

Der Hospizdienst im Vogelsberg ist in Lauterbach, Schlitz, Grebenhain, Ulrichstein und Freiensteinau tätig. 42 Hospizhelfer, davon 19 Ehrenamtliche, begleiten schwerkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige in der letzten Lebensphase. Mit seiner Arbeit ermöglicht der Hospizdienst den Menschen, ihren letzten Lebensweg zu Hause oder in vertrauter Umgebung zu gehen

Kategorie Lebenswerk

Anerkennungspreis (250 Euro)

Preisträger: Walter Kühn aus Schlitz

Projekt: 50 Jahre Engagement beim Schlitzerländer                         Bienenzüchterverein

Herr Kühn hat den Imkerverein in Schlitz wesentlich mit aufgebaut und war über 40 Jahre im Vorstand. Seit vielen Jahren leitet er junge Menschen an, die Umwelt und insbesondere bedrohte Insekten zu schützen und durch Imkerei zu erhalten. Noch heute ist er ein ansprechbarer und freundlicher Mentor, der sein umfangreiches Wissen gerne weitergibt.

Anerkennungspreis (250 Euro)

Preisträger: Reinhard Helm aus Wallenrod, 1. Vorsitzender des TSV Wallenrod 1946

Projekt:  40 Jahre Engagement beim TSV Wallenrod 1946

Reinhard Helm engagiert sich seit 40 Jahren bei „seinem“ TSV Wallenrod. Er organisierte viele große Sportveranstaltungen und schloss mit der der Stadt Lauterbach wegweisende Kooperationen in der Jugend- und Flüchtlingsarbeit. Auch den Bau von Vereins- und Sportanlagen setzte er um. Durch seinen unermüdlichen Einsatz hat Reinhard Helm den Sport und das soziale Miteinander gefördert und das Leben in Wallenrod bereichert.

Hauptpreis (1.000 Euro)

Preisträger: Gerhard Karl-Rollmann aus Grebenhain

Projekt: Schulsanitätsdienst an der Oberwaldschule Grebenhain

Gerhard Karl-Rollmann gründete vor über 30 Jahren den Schulsanitätsdienst an der Oberwaldschule in Grebenhain. Dort hat er über 450 Schülerinnen und Schüler im Sanitätsdienst und in erster Hilfe ausgebildet. Viele seiner Schüler sind heute Ärzte, Rettungssanitäter oder Pfleger. Auch für die ehrenamtliche Arbeit im DRK hat Herr Karl-Rollmann viele Freiwillige gewonnen.

Kategorie Engagierte unter 30

Anerkennungspreis (250 Euro)

Preisträger: Luisa Vonderlind, Daniela Schäfer und Sebastian Schäfer

Projekt: Engagement in der Nachwuchsarbeit und  im Vorstand des SV 1923 Ober-Breidenbach

Sebastian Schäfer, Daniela Schäfer und Luisa Vonderlind engagieren sich im Vorstand des Schützenvereines Ober-Breidenbach. Sie übernehmen Trainingseinheiten der Nachwuchsschützen im Schulalter und vertreten die Interessen ihrer Generation im Vorstand. Wenn es gilt anzupacken, kann man immer auf sie zählen. Sportlich sind alle drei aktiv und erfolgreich – zum Teil treten sie bei den Deutschen Meisterschaften an.

Anerkennungspreis (250 Euro)

Preisträger: Schüler für Tiere Ortsgruppe Alsfeld an der Geschwister-Scholl-Schule Alsfeld

Projekt: Bildungsarbeit zu Tieren und Natur

Der Verein „Schüler für Tiere“ möchte Kinder und Jugendliche für einen respektvollen Umgang mit Tieren sensibilisieren. Die Gruppe Alsfeld wird von Ann-Catrin Schmidt in der GSS Alsfeld im Rahmen der Nachmittagsbetreuung angeboten. Themen der Gruppe sind zum Beispiel Igel- und Vogelschutz, Plastikmüll im Meer, Tiertransporte oder der Besuch von Bauernhöfen. Die Auseinandersetzung mit diesen Themen vermittelt Bewusstsein für den Tierschutz sowie für nachhaltiges Denken und Handeln.

Hauptpreis (1.000 Euro)

Preisträger: Marius Zimmer aus Mücke

Projekt: „Blaulichtkanal“ – Öffentlichkeitsarbeit für das DRK

Marius Zimmer engagiert sich seit fünf Jahren im DRK Mücke und hat dort von der Flüchtlingshilfe bis zur Bereitschaftsleitung viele Aufgaben übernommen. Hervorzuheben ist sein Projekt zur Öffentlichkeitsarbeit: Der Blaulichtkanal, den er auf Youtube und Instagram betreibt. Dort zeigt er selbstproduzierte Filme und Fotos über die Arbeit der Feuerwehr, des DRKs und der Lebensrettung Die Videos erreichen zum Teil 50.000 Aufrufe und animieren gerade das jüngere Publikum sich in einer Hilfsorganisation zu engagieren.