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Bilanz-Pressegerspräch des Alsfelder ErlenbadsVeranstaltungsreihe „BäderKultur“ auch für 2020 geplant

ALSFELD (akr). 34.084 – so viele Menschen haben in diesem Jahr das Alsfelder Freibad besucht. Das toppt zwar nicht das Ergebnis des Rekordsommers aus dem vergangenen Jahr, dennoch: „Diese Saison war eine der erfolgreichsten“, freut sich Bürgermeister Stephan Paule, der zugleich auch Aufsichtsratsvorsitzender der Bäder GmbH ist. Gemeinsam mit Geschäftsführer Ralf Kaufmann und Marketingleiterin Anja Kierblewski gab er in einem Bilanz-Pressegespräch unter anderem einen Rückblick auf die vergangene und einen kleinen Ausblick auf die kommende Saison. Auch die drei Millionen Förderung für das Erlenbad wurde angesprochen.

„In dieser Freibadsaison konnten wir den zweitbesten Umsatz seit 2006 erzielen“, zeigte sich Geschäftsführer Ralf Kaufmann erfreut. Man habe nämlich „extrem viele“ Saisonkarten verkaufen können. Auch die Besucheranzahl sei gegenüber den Jahren 2016 und 2017 um rund 25 Prozent gestiegen. „Für einen deutschen Sommer ist das ein sehr gutes Ergebnis“, lächelte Kaufmann.

Die Besucheranzahl von 2018 habe man zwar nicht übertreffen können, aber dafür konnten laut Kaufmann die Eintritte in allen anderen Bereichen gesteigert werden. Diese steigenden Besucheranzahlen würden erkennen lassen, dass das Bad weiterhin gut angenommen wird. Mitunter dürfte das auch an den vielen Aktionen und Events gelegen haben, die das Erlenbad in den vergangenen Monaten veranstaltet hat. „Durch das Marketing wurde das Bad wieder in das Bewusstsein der Alsfelder gerückt“, sagte Kaufmann.

Eine positive Bilanz zog man auch in Sachen Bäderkultur. Die Veranstaltungsreihe mit ingesamt 17 Events, die das Erlenbad in diesem Jahr erstmals durchführte, habe rund 1.500 Besucher in das Hallenbad gelockt. Die Einnahmen durch Spendengeldern und Eintritten in Höhe von 12.500 Euro haben nach Abzug der Kosten laut Kierblewski gereicht. Sogar einen kleinen Gewinn habe man erzielen können, der dem Förderverein „Badefreu(n)de“ zugute komme.

Bäderkultur auch im kommenden Jahr

Bereits im nächsten Jahr soll die Veranstaltungsreihe fortgesetzt werden, damit man sich nicht mit den Alsfelder Kulturtagen oder „Alsfeld bewegt“ in Konkurrenz stehe, geplant sei dann ein Zweijahres-Rhythmus. Für das nächste Jahr sollen sich sogar schon einige Künstler gemeldet haben. „Die Idee ist aufgegangen, die Veranstaltungsreihe hat sich gelohnt“, freut sich Kierblewski. Durch die Bäderkultur habe sowohl das Erlenbad an sich als auch der Förderverein an Bekanntheitsgrad gewonnen und man habe zusätzliche Mitglieder gewinnen können.


Geschäftsführer Ralf Kaufmann, Bürgermeister Stephan Paule und PR-Beraterin Anja Kierblewski. Foto: akr

Was allerdings nicht so gut funktioniert hat: der Versuch die Gastronomie „Erlenquartier“ bekannter zu machen. „An den Abenden an denen Veranstaltungen waren, war es immer gut besucht, sonst leider nicht“, sagt die PR-Beauftragte Anja Kierblewski. Seit Oktober 2018 wurde die Gastronomie in Eigenregie betrieben, bewährt habe sich das laut Paule aber nicht. Sie werde künftig laut Aufsichtsratsbeschluss nur noch in eingeschränkten Rahmen betrieben. Zwar hätten alle Beteiligten viel Herzblut investiert, aber der Betrieb sei einfach nicht wirtschaftlich gewesen. In Zukunft werde nur noch die Bikinibar mit Zugang vom Hallenbad geöffnet haben, auch der personalgeführte Gastrobereich an der Saunabar bleibe erhalten. Man könne im Erlenquartier aber dennoch weiterhin beispielsweise Kindergeburtstage feiern.

Drei-Millionen-Euro-Sanierung

Neben den Besucherzahlen, der Bäderkultur und dem Erlenbad wurde auch die Millionenförderung für das Erlenbad thematisiert. Die Stadt Alsfeld hat im vergangenen August für das Erlenbad am Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtung in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ teilgenommen und den Förderantrag bewilligt bekommen. 1.354.539 Euro gibt es vom Bund, die Stadt leiste einen Beitrag von rund 1,7 Millionen Euro. Mit der Teilnahme an dem Programm sollen dringend nötige Investitionen vorgenommen werden, insbesondere Sanierungen.

Ein finanzieller Knackpunkt sei die jährliche Erneuerung der Beckenköpfe im Freischwimmer- und Nichtschwimmerbecken. Die Kosten dafür seien nämlich ziemlich stark angestiegen. 1,8 Millionen Euro koste die Erneuerung der Beckenköpfe, hinzu kämen weitere Sanierungsarbeiten. „Das Hallenbaddach ist marode, teilweise undicht und ein absoluter Energieverschwender“, sagt Kaufmann. Rund 450.000 Euro koste diese Sanierung. Darüber hinaus solle die 80-Grad-Sauna aus dem Jahr 1984 und die Umkleide- und Sanitärbereiche im Hallenbad saniert, das Dampfbad erneuert und das Foyer neugestaltet werden. Geplant sei zudem auch die Barrierefreiheit der gesamten Anlage sowie ein Mehrgenerationenspielplatz auf der Freibadwiese. Natürlich alles nach und nach. 2023 sollen die Maßnahmen abgeschlossen sein.


15 Gedanken zu “Veranstaltungsreihe „BäderKultur“ auch für 2020 geplant

  1. Wer genau liest, hat verstanden, dass nicht alles „durch den Dreck gezogen wird“. Es herrscht Dankbarkeit zum Schwimmbadangebot, aber das Marketing stösst auf! Man sollte handeln und nicht weiter reizen!

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    1. …wer genau liest, weiß, dass vor dem als übertrieben gesehenen Marketing die Besucherzahlen zunehmend zurück gegangen sind. Jetzt sind es die seit langem besten Besucherzahlen in allen Bereichen und die Ideen des Marketings wie Warmwassertage, Saunaangebote, Homepage, Facebook, Broadcastdienst, Aktionen im Freibad wie Bürgerfrühstück, Hundeschwimmen, Sunset-Swimming, Gründung Förderverein, gewinnbringende Nutzung des leerstehenden Hallenbadbeckens im Sommer werden gut angenommen , die konstante Pressearbeit sorgte bisher dafür, dass das Bad wieder mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt ist und genutzt wird.
      Natürlich kostet Marketing Geld, was durch die Effektivität aber wieder reinkommt. Somit macht man Gewinn, was die Besucherzahlen und Eintritte bestätigen. Und: Dadurch dass das Bad in den letzten Jahren durchs Marketing und das Engagement des Teams so aktiv war, wurde es unter anderem als förderwürdig eingeschätzt..Man sollte schon das Ganze sehen und die Zusammenhänge, und vielleicht auch mal persönliche Gespräche mit den Verantwortlichen suchen, um die Hintergründe zu verstehen. Dann wüsste man zum Beispiel auch, dass es keine Marketingleiterin im Bad gibt, sondern nur Aufträge an eine Agentur, die in enger Abstimmung mit dem Team diese umsetzt – sei es neue Ideen zu entwickeln, Artikel zu schreiben, Plakate, Flyer oder Anzeigen zu gestalten oder Veranstaltungen zu organisieren, wenn das Team es selbst nicht umsetzten kann.

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      1. Genau richtig! Es gibt keine Marketingleiterin, es ist unfassbar, dass zwei studierte Menschen sich so was von um den Finger wickeln lassen und jegliche Titelbenutzung der Dame zulassen um sich wichtig zu machen. Sie ist nichts weiter, als oben beschrieben. Lernt doch endlich, dass die Kritik genau in dieser Person ihre Quelle hat. Findet endlich andere Lösungen. Sicher ist dann Ruhe, man kann sich über die Förderung freue und loslegen.

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      2. Jaja, Bürgerfrühstück im leeren Hallenbadbecken, kaum Menschen da und Wahnsinnsgewinne ? Warmwassertage liegen im Trend und sind keine Marketingidee der Sonderklasse … wie so vieles. Entweder Standard für die heutige Zeit oder völlig unpassend! Was macht eigentlich die Schwimmbadleitung? Zahlen nicht verfügbar, Marketing nur mit Hilfe der Freundin …

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  2. Wie arm! Was wollt ihr eigentlich? Zahlen stimmen, Förderung kommt, Bad bleibt und wird für die Zukunft gut aufgestellt. Ist es Neid, Ehrbeschissenheit, Missgunst, Frustration oder warum macht ihr alles madig? Euch gehts doch schon lange nicht mehr um die Sache an sich… nicht das Bad hat ein Problem, sondern scheinbar ihr, die ihr alles in den Dreck zieht und euch den Tatsachen verschließt. Übrigens: je mehr ihr kommentiert, desto mehr bringt ihr das Bad ins Gespräch, desto mehr Aufmerksamkeit bekommt es und desto mehr funktioniert das Marketing! *schlapplach*

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    1. Wer jährliche Miese von fast 750.000€ auf Kosten der alsfelder Steuerzahler mit „die Zahlen stimmen“ und die Kritiker dieses „Wirtschaftens“ als Kleingeister bezeichnet dem scheint die Realität entglitten.

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      1. Das sind keine Miesen, sondern notwendige Kosten um ein kommunales Bad betreiben zu können. Lauterbach bekommt einen Zuschuss von 1 Million…

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    2. Dieses Marketing kostet wenigstens nichts ;-).
      Vesteht endlich, worum es dem Bürger geht und ignoriert die Meinung zum Marketing nicht, es ist kein privates Geld, was ausgegeben wird, da ist man Rechenschaft schuldig.

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  3. Jetzt erst recht, könnte man aus dem Bild entnehmen. Das Schwimmbad wird des Schmidtchens Trophäe.

    Mutterinstinkt ist der unermütliche Elan, sich aufopferungsvoll um sein Baby zu kümmern.

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  4. Bilanzpressekonferenz mit Bürgermeister der Alleingesellschafterin, Aufsichtsratsvorsitzender, Betriebsleiter, Geschäftsführer, externe Marketingdienstleisterin, Stadtverordnete im Schwimmbad. Verschwommene Sichten und verschwimmende Funktionen alle in einem schwarzen Boot

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  5. Ja, da wollen wir hoffen, dass aus dieser super Nachricht mehr Sein als Schein gemacht wird! Personalkosten bitte in Aufsicht und Reinemachen, nicht in überzogene Werbung.

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  6. Richtig, aufs Wesentliche konzentrieren und nicht schon wieder diese Extravaganzen genehmigen. Diese Förderung soll dem Schwimmbad zugute kommen, sprich der Technik, der Ausstattung und den Reparaturen. Ein Schwimmbad braucht keine Marketingabteilung mit Leiterin! Wen oder was leitet die da eigentlich? Mitarbeiteranzahl im unteren zweistelligen Bereich, wenn überhaupt.Und dafür einen Betriebsleiter, einen Geschäftsführer und eine Marketingleiterin. Wow!

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  7. Ein paar Gedanken: Das Foyer ist doch eigentlich ganz OK und auch nicht wichtig zum Schwimmbadbesuch. Wichtiger wäre es an die Hygiene zu denken und Duschen, Kabinen und Fußbecken – auch im Freibad – regelmäßig sauber und instand zu halten. Die Türen sollten schon funktionieren und vor allem alle Duschen funktionsfähig sein. Mehrgenerationenspielplatz ist ein tolles Wort, aber ein Schwimmbad ansich ist doch schon ein Spielplatz, bitte gut überlegen, ob andere Sachen nicht wichtiger sind. Es gibt ja auch schon Hüpfburgen und ein Volleyballfeld. Ein paar Tore für Ballspiele wären toll. Wie wäre es mit fest installierten Picknickgarnituren? Eine Lösung für den Ein-und Ausgang mit Kinderwagen ist dringend erforderlich. Bitte unbedingt einen Kioskbetrieb im Freibad erhalten, gehört im Sommer einfach dazu.

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