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Möglicher Standort Bücking-Gelände "wird zu prüfen sein"Alsfelder Polizei wünscht sich neue Wache

ExklusivALSFELD (ls/jal). Die Alsfelder Polizei braucht mehr Platz – und hat Wiesbaden deshalb um eine neue Wache gebeten. Dort prüft man gerade den Antrag. Als ein möglicher Standort für die neue Polizeistation ist auch das Bücking-Gelände im Gespräch.

Entsprechende Informationen von Oberhessen-live bestätigten das Polizeipräsidium Osthessen in Fulda und das hessische Innenministerium auf Anfrage. Die neue Wache sei nötig, weil die Polizei in Alsfeld mehr Personal und Ausstattung bekommen soll. Bei der alten Polizeistation sei dafür zu wenig Platz.

Nach OL-Informationen sollen sich Vertreter der Polizei das Bücking-Gelände angeschaut und als einen möglichen Kandidaten für den neuen Standort ins Auge gefasst haben. In Fulda und Wiesbaden betont man jedoch, dass noch nichts entschieden sei. Erst müsse der Antrag geprüft und entschieden werden, ob Alsfeld überhaupt eine neue Polizeiwache bekommen soll. Danach würde eine „objektneutrale Ausschreibung vorbereitet“ werden, heißt es aus Fulda. Ein klares Dementi zu einem möglichen Interesse der Polizei am Bücking-Gelände gibt es jedoch nicht. Stattdessen lässt die Presseabteilung des Präsidiums wissen: „Ob das Bücking-Gelände ein geeigneter Standort für eine neue Polizeiliegenschaft sein kann, wird im weiteren Verlauf zu prüfen sein.“

Eigentümerin eines Großteils des Geländes ist die VR-Bank Hessenland. Deren Chef, Helmut Euler, sagte gegenüber OL, derzeit würden keine Gespräche mit der Polizei über das Gelände laufen. Man freue sich aber, wenn die Polizei oder eine andere Behörde Interesse am Bücking-Areal habe, so Euler.

Fragen zu Details des Projekts, wie zum Beispiel, wann eine neue Wache gebaut werden könnte und was mit der alten passieren soll, lässt man in Fulda wie in Wiesbaden derweil unbeantwortet. Statt auf die Fragen einzugehen, preist das Innenministerium das Engagement der schwarz-grünen Koalition für die Sicherheitsbehörden. „Die Hessische Landesregierung investiert so viel Geld wie noch nie in den Bereich der Inneren Sicherheit. Während vor 20 Jahren nur 726 Millionen Euro dafür ausgegeben wurden, wird der Wert 2019 bei 1,6 Milliarden und damit mehr als doppelt so hoch liegen. Bereits in der zurückliegenden Legislaturperiode wurde bei der hessischen Polizei ein historischer Personalaufwuchs mit 1.520 zusätzlichen Stellen im Polizeivollzugsdienst eingeleitet“, teilt das Ministerium mit.


Paule spricht über mögliche Stärkung des „Behördenstandorts Alsfeld“

Weiter heißt es in der Antwort: „Unter Berücksichtigung der bereits initiierten Stellenzuwächse sowie der vorgesehenen weiteren 750 Planstellen des Polizeivollzugsdienstes wird zukünftig die Anzahl von 16.040 Planstellen erwartet.“ Vor diesem Hintergrund würden landesweit neue Liegenschaften für die Polizei erschlossen. Und so eben auch im Bereich des Polizeipräsidiums Osthessen.

Bürgermeister Stephan Paule sagte zu dem Thema: „Falls die Polizei einen Neubau in Angriff nimmt, sehen wir es als Stärkung des Behördenstandorts Alsfeld. Ein neuer Standort muss räumlich und logistisch den Anforderungen einer neuen Polizeiwache genügen. Diese Prüfung kann nur durch die Polizei als Fachbehörde erfolgen. Die Stadt wird bei allen gegebenenfalls zu prüfenden Standorten hilfreich zur Seite stehen.“


2 Gedanken zu “Alsfelder Polizei wünscht sich neue Wache

  1. Wieviel Personal wurde bei der Polizei Alsfeld
    als Ersatz für Pensionierungen bereit gestellt ?
    Alsfeld ist ja bekanntlich unterbesetzt.

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    1. Na, dann braucht’s auch keine schöne neue Polizeiwache für die paar Beamten. Aber man könnte wenigstens ein paar geräumige Arrestzellen anbauen und einen großen Parkplatz für die „Sattelschlepper des Schreckens“, entwendete Panzer und entführte ICEs.

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