Gesellschaft0

45. Exkursion der Forstbetriebsgemeinschaft GrebenhainDie Baumarten der Zukunft näher erkundet

GREBENHAIN/BAYREUTH (ol). Jüngst fand bei strahlendem Sonnenschein die 45. Exkursion der Forstbetriebsgemeinschaft Grebenhain statt und führte unter der Leitung des Vorsitzenden Bernhard Ziegler auf das Campusgelände der Universität Bayreuth. Dort wurden die Vogelsberger Waldbauern von Dr. Gregor Aas, Leiter des Ökologisch-Botanischen Gartens (ÖBG) empfangen, um die Baumarten der Zukunft näher zu erkunden.

In der Pressemitteilung der Stadt Herbstein heißt es, diese ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität Bayreuth mit den Schwerpunkten Ökologie und Umwelt in Forschung und Lehre ist. Die Waldbauern ergründeten auf dem dortigen Freigelände, anhand nebeneinanderwachsender einheimischen und exotischen Baumarten, die Reaktion dieser verschiedenen Arten auf Klimaveränderung.

Der Klimawandel ist eine Herausforderung für die Forstwirtschaft, die Jahrzehnte im Voraus zu planen sei. Bei einem Spaziergang durch den Garten mit Dr. Gregor Aas wurden Elsbeere, Libanonzeder und weitere Baumarten der Zukunft vorgestellt. Bürgermeister Ziegler betonte, dass das Land Hessen seine Einstellung zur Verwendung einheimischen und exotischen Baumarten dringlichst ändern sollte, da im Hinblick der zukünftigen Klimaentwicklung nicht ausreichend Gehölze aus Mitteleuropa hierfür zur Verfügung stehen.

Nach der Mittagspause in der Uni-Mensa führte die Weiterfahrt dann nach Scheßlitz zur Waldbauernvereinigung Bamberg (WBV) sowie Außenstelle des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF). Per Wanderung durch einen bayrischen Privatwald wurde den oberhessischen Besuchern durch die Vorsitzende der WBV sowie Vertretern des AELF die verschieden geförderten Waldbilder vorgestellt und im gemeinsamen Dialog über die Strukturen der bayerischen Forstwirtschaft im Privat-, Kommunal- und Kirchenwald informiert.

Am Nachmittag besuchte man auf einer Anhöhe von 530 Meter Höhe über dem Meeresspiegel die Halbruine Giechburg, das Wahrzeichen des Landkreises Bamberg. Den Waldbauern bot sich ein wunderbarer Rundblick über den Landkreis Bamberg mit seinen verschiedenen Höhenlagen und Waldstrukturen. Nach einer rustikalen Kaffeepause trat die Reisegesellschaft den Heimweg in den Vogelsberg an. Der Ausklang des Tages wurde bei gemütlicher Abendvesper im Biosphärenreservat Rhön in einer Brauerei-Gaststätte in Speicherz vorgenommen. Alle Fahrtteilnehmer waren sichtlich von der sehr informativen und abwechslungsreichen Exkursion begeistert.