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Konzert des Nieder-Mooser Konzertsommers am 4. AugustMit dreimal Tuba „Around the World“

NIEDER-MOOS (ol). „Klischee ade!“- Drei Tuben in Nieder-Moos „Around the World“. Ein Tuba-Trio – das ist eine Besetzung, die man eher selten auf der Bühne findet. Trio 21meter60 nennen sich drei Tubisten, die zeigen wollen, dass die Tuba mehr kann als reine Bass-Begleitung. Der etwas sperrig klingende Namen des Ensembles beziffert übrigens die Summe der Längen der Luftsäulen, die die drei Musiker zum Schwingen bringen: 21meter60. Am kommenden Sonntag, dem 4. August um 17 Uhr heißt es beim Nieder-Mooser Konzertsommer „Klischee ade!“.

Zu Gast sind die drei Tubisten Constantin Hartwig, Fabian Neckermann und Steffen Schmid. Die drei jungen Herren sind seit dem Deutschen Musikwettbewerb 2016 als Trio unter dem Namen „21m60“ unterwegs und begeistern mit ihrem Spiel sowohl die Fans hochklassiger Kammermusik, als auch den ganz normalen Musikhörer, heißt es in der Pressemitteilung des Konzertsommers. Mit dabei ist der Organist Jens Amend, der an der historischen Oesterich-Orgel von 1792 das Programm vom Trio ergänzt.

Trio 21meter60“ – was versteckt sich hinter diesem Namen? Es handelt sich dabei um ein Ensemble bestehend aus drei jungen Tubisten, die schon seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden sind und allesamt beim Deutschen Musikwettbewerb 2016 überaus erfolgreich waren, so dass sie sich zu einem Trio formiert haben, und bundesweit Konzerte spielen.

Die drei sind gefordert – sowohl schöpferisch als auch musikalisch, da es nahezu kein Repertoire für diese ungewöhnliche Besetzung gibt. Die drei Musiker haben mit eigenen Arrangements und für dieses Ensemble eigens komponierten neuen Werken ein Programm zusammengestellt.

Um die ganze Welt spielen

In diesem Programm spielt sich das Trio 21meter60 um die ganze Welt und das sowohl rein geographisch, da Kompositionen aus nahezu allen Kontinenten in diesem Programm vertreten sind, als auch musikgeschichtlich. Vor allem die „fehlenden“ Epochen aus Sicht der Tubisten finden in diesem Programm Platz. Aus der Zeit der Klassik, des Barock und der Renaissance gibt es keine Originalliteratur für die Tuba, da das Instrument schlichtweg noch nicht erfunden war.


Das Ensemble könne somit endlich das Verlangen stillen, eine Vielzahl schöner Werke zu spielen, die den Tubisten ansonsten vorenthalten bleiben. Um es gleich vorweg zu nehmen: Die drei sind absolute Spitze! Dem Klischee zufolge sei ein typischer Tubaspieler ein gemütlicher Kerl in der Blaskapelle unerschütterlich auf die 1 und die 3 spielt und zwischendrin verlorene Flüssigkeit in Form von großen Mengen isotonischer Hopfenkaltschale nachtankt.

Mit diesem und vielleicht noch anderen Vorurteilen räumen die drei brillanten Tubisten gründlich auf und zeigen eindrucksvoll, was in dem voluminösen Instrument, das ausgestreckt eine Länge von 7.20 m hat, auch an solistischem Potenzial steckt, heißt es in der Ankündigung weiter. Bei „21m60“ singt, blinkt, tanzt und sprüht es, dass es eine Freude ist. Von dem tiefsten Ton, den sie aus ihrem imposanten Instrument herausholen können, dem sub-contra-F, bis zu den höchsten Lagen, die in der Klangfarbe schon sehr einem Horn ähneln, ist bei ihnen jeder Ton von einer atemberaubenden Makellosigkeit, Geschmeidigkeit und Eleganz – das ist Blechbearbeitung auf höchster Veredelungsstufe.

Von der Renaissance bis zur Moderne reiche das Repertoire des Trios, was sie in die Hand nehmen, klingt einfach toll auf drei Tuben. Und so dürfe man gespannt sein, wie Mozarts „Kleine Nachtmusik“, der Bach-Choral „Jesu bleibet meine Freude“, Madrigale aus der englischen Renaissance, der berühmte Kanon von Pachelbel oder Astor Piazzollas „Libertango“ in der ungewöhnlichen Besetzung erklingen, und wie all diese Stücke neue Klangfarben entwickeln. Auch wenn die Musiker das Spiel ihrer Instrumente mit großer Ernsthaftigkeit betreiben, so werde das Ganze doch unterhaltsam, mit einer guten Portion Humor und einem Augenzwinkern präsentiert.

Karten für das Konzert

Karten für das Konzert am Sonntag seien ab 16 Uhr an der Abendkasse zu erhalten. Sie würden zwischen 18 und 28 Euro kosten. Dort sei es nun auch möglich mit der Euro-Scheckkarte zu bezahlen. Auch kurzentschlossene Konzertbesucher erhalten immer einen Platz in Nieder-Moos. Außerdem können ab sofort unter der Mail-Adresse zur  info@nieder-mooser-konzertsommer.de Karten reserviert und bestellt werden. Auch das Fax 06644/7576 ist immer erreichbar.

Die Ticket-Hotline steht unter 0180 60 50 400 (ADticket, 20 Cent/Min.) zur Verfügung. Nur freitags von 9.00 bis 12.00 Uhr ist das Kartenbüro unter 06644/7733 zu erreichen. Auch online ist die Kartenbestellung möglich (www.nieder-mooser-konzertsommer.de) und die Besucher können sich die Karten zuhause in aller Ruhe ausdrucken.