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1.354.539 Euro aus Bundesprogramm zur SanierungMillionen-Förderung für das Alsfelder Erlenbad

ALSFELD (ls/akr). Die Stadt Alsfeld hat im vergangenen August für das Erlenbad am Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtung in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ teilgenommen und jetzt gibt es gute Nachrichten aus der Hauptstadt: 1.345.539 Euro soll das Erlenbad vom Bund bekommen.


Ende August des vergangenen Jahres war es ein Punkt auf der Tagesordnung der Alsfelder Stadtverordnetenversammlung: Man wollte am Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtung in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ teilnehmen – und zwar für das Alsfelder Erlenbad. Vom Förderprogramm sollte das Schwimmbad profitieren, da es jährlich umfangreiche Reparaturmaßnahmen umzusetzen hat.

„Sagenumwoben“, so beschrieb Paule damals die Rahmenbedingungen für die Teilnahme, denn innerhalb kürzester Zeit musste die Stadt die Teilnahmebedingungen angehen. Gefördert werden Projekte mit besonderer regionaler Bedeutung, die maßgeblich zum gesellschaftlichen Miteinander in den Kommunen beitragen.

Dazu gehörte unter anderem auch, die jeweiligen Einzelmaßnahmen mit Kostenvoranschlägen zu liefern. Doch das war kein Problem, denn eine Maßnahmenliste gab es bereits. Diese wurde schon für SWIM, einem Förderprogramm zum Erhalt von Bädern des Landes Hessen, angefertigt und konnten quasi übernommen werden. Damals stimmten die Alsfelder Lokalpolitiker einstimmig und ohne Nachfragen zu.

Förderbescheid offiziell noch nicht übergeben

Jetzt gab es gute Nachrichten aus der Hauptstadt: der Förderantrag wurde bewilligt und das Alsfelder Erlenbad erhält 1.354.539 Euro an Förderungen für die Sanierungen. „Wir freuen uns natürlich über die rund 1,355 Millionen Euro, die dem Alsfelder Erlenbad damit zugute kommen. Offiziell haben wir allerdings noch keinen Bescheid ausgehändigt bekommen“, erklärte Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule auf Anfrage.

Insgesamt habe man einen Förderantrag in Höhe von rund drei Millionen Euro gestellt mit elf verschiedenen Maßnahmen. Welche Sanierungsmaßnahmen in welcher Höhe gefördert werden, ist also bislang noch nicht bekannt. „Bis das bekannt wird, freuen wir uns aber trotzdem schon einmal vorab“, so Paule.

Vorgeschlagen wurden unter anderem die Erneuerung des Technikgebäudes im Freibad, der Erneuerung der Regenwasserzysterne, der Erneuerung des Hallenbaddaches, der Umkleidekabinen sowie des Foyers oder aber die Erneuerung des Dampfbades und den Neubau eines Mehrgenerationenspielplatzes.

Geschäftsführer der Alsfelder Bäder GmbH Ralf Kaufmann erfuhr es über Facebook

Auch Geschäftsführer Ralf Kaufmann äußerte sich zu der Förderung: „Das ganze kam ja schon unter komischen Bedingungen zustande“, erinnert sich der Geschäftsführer an die spontane Einreichung des Antrags im August vergangenen Jahres. Er habe vor rund zwei bis drei Wochen eine Info von Bürgermeister Stephan Paule bekommen, dass das Erlenbad wohl berücksichtigt wurde. „Ich hab es heute aber dann auch über Facebook mitbekommen“, sagt er.

Die Info habe ihn überrascht. „Ich bin bodenständig. Ich glaube es erst, wenn der Förderbescheid vorliegt. Es würde mich freuen, wenn es so weit kommen würde“. Kaufmann sehe das Ganze mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Lachend, weil es natürlich eine gute Sache für das Bad ist und weinen, weil ich die Befürchtung habe, dass sich meine Arbeitszeit noch mehr ausweiten wird“, erklärt er.  Doch die Freude würde natürlich überwiegen. Die Förderung sei eine absolut schöne Sache. Denn es stünden einige Dinge an. „Es wird eine Herausforderung. Es sind grundlegende Dinge, die angegangen werden müssen. Doch eben Dinge, die wir als Bäder GmbH ohne Unterstützung nicht stemmen können“, erklärt er.

Freude bei der Alsfelder SPD über Förderzusage

Auch seitens der Alsfelder SPD freute man sich in einer Pressemitteilung über die Millionen-Förderung. „Mit diesen Mitteln können jetzt endlich die Beckenköpfe im Freibad durch Edelstahl-Umrandungen ersetzt werden“, sagte der Fraktionsvorsitzende Dr. Christoph Stüber. Weiter heißt es in der Pressemitteilung, durch diese Maßnahme entfallen jährlich im Frühjahr Zehntausende Euro an Sanierungskosten. Allein in den vergangen beiden Jahren wurden hier 40.000 Euro veranschlagt. Regelmäßig müssen nach der Frostperiode die Beckenköpfe kostspielig ausgewechselt werden – das sei dann wohl in diesem Jahr zum letzten Mal der Fall.

„Mit den nun folgenden Sanierungen lassen sich die Betriebskosten nachhaltig senken und somit sinkt der Zuschussbedarf zur Bäder GmbH“, erläuterte Stüber. SPD-Vorsitzender Nils Bernhardt bedankt sich für die Unterstützung durch Staatsminister Michael Roth für unsere Stadt. „Nur durch den persönlichen Einsatz unserer Abgeordneten für die ländliche Region können hier vor Ort die Kommunalpolitiker ihre Aufgaben lösen“, sagte die SPD-Vorsitzende Ute Koch abschließend.

2 Gedanken zu “Millionen-Förderung für das Alsfelder Erlenbad

  1. Super ! Congratulation ! Legt das “ geschenkte “ Geld auch bitte im Sinne der Alsfelder optimal für das Freibad ein !!!
    Beste Grüße
    Sabine

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  2. Super …!!!!!! ….. legt das “ geschenkte “ Geld auch bitte sinnvoll im Sinne der Alsfelder ( im Freibad ) auch an !!!

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