Foto: Seniorenbeirat Lauterbach

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18. Seniorenbeiratssitzung der Stadt Lauterbach - Jahresbericht vorgelegt und im Rathaus einsehbar„Die Wüste lebt“

LAUTERBACH (ol). „Die Wüste lebt“, damit erklärte der Vorsitzende des Lauterbacher Seniorenbeirates Michael Duschka das Titelbild des Jahresberichtes bei der Vorstellung der Tätigkeiten im Jahre 2018. So wie die Wüste lebt, sich verändert, Gestaltungsmöglichkeiten zulässt und die Menschen beeindruckt, so sehen auch die Senioren ihre Arbeit in Lauterbach. Hier wollen sie „Mitreden-Mitgestalten-Mitverantworten“.


In der Pressemitteilung des Seniorenbeirates heißt es, zu Beginn der Sitzung gedachten die Beiräte der verstorbenen Mitglieder Martin Rahner, Hans Berk und Anton Lerch. In den Seniorenbeirat nachgerückt ist Birgit Kares aus Lauterbach.

Im Jahresbericht 2018 berichtet Michael Duschka von den außerordentlich guten Kontakten zu allen Sozialen Einrichtungen in Lauterbach. Die Zusammenarbeit sei gut und konstruktiv. Neben Veranstaltungen zum Thema Verkehrssicherheit und Kriminalitätsvorbeugung waren das Generationen-Picknick im Hohhaus Garten und die Seniorenfahrt auf Rhein und Main wieder Höhepunkte im letzten Jahr. Bei allen Veranstaltungen wurde Wert auf die Integration von Neubürgern gelegt.

Die Arbeitsgruppe „Mobilität“ habe Gespräche mit Verantwortlichen geführt und Informationen gesammelt. Hier zeichne sich noch keine Lösung ab. Oberste Priorität sehe man in der Erreichbarkeit des Eichhof-Krankenhauses. Die in Lauterbach praktizierte Urwahl des Seniorenbeiratessei ein Beispiel für gelebte Demokratie. Der Landesseniorenbeirat wurde aufgefordert, auf die Hessische Landesregierung einzuwirken, dieses demokratische Element in die Hessische Gemeindeordnung aufzunehmen.

Auch Lauterbachs Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller nahm zu dem Jahresbericht Stellung. Er dankte dem Beirat für seine seit Jahren geleistete Arbeit. Auch wenn manche Vorschläge durch zähe Verwaltungswege lange dauern, so solle man sich davon nicht entmutigen lassen. Für Anregungen aber auch Kritik sei er persönlich immer dankbar.

So werde zur Zeit zum Thema Kopfsteinpflaster geprüft, ob der Komplex „Neugestaltung des Marktplatzes“ in das System Hessenkasse aufgenommen werden könne. Für das nächste Generationen-Picknick im Hohhaus Garten am Sonntag, 5. Mai 2019, übernehme er gerne die Schirmherrschaft. Unter dem Motto „Miteinander neu entdecken“ soll der Europäische Aktionstag zur Gleichstellung  von Menschen mit Behinderung gefeiert werden.

Zusammen mit dem Vorsitzenden Michael Duschka wolle Vollmöller die Stadtrundfahrt am Donnerstag, 9. Mai 2019 begleiten. Insbesondere älteren Mitbürgern und Neubürgern wolle der Seniorenbeirat die neuesten städtebaulichen Entwicklungen und wirtschaftlichen Veränderungen zeigen und erklären. Der Bus starte um 14 Uhr auf der Bleiche. Eine Anmeldung in der Rathauszentrale unter der Rufnummer 06641/1840 sei erforderlich, da die Anzahl der Plätze im Bus begrenzt ist. Der Unkostenbeitrag wird fünf Euro betragen.

Ein Gedanke zu “„Die Wüste lebt“

  1. …war der Seniorenbeirat der Stadt Lauterbach von Anfang an. Allein das Urwahlprinzip (Direktwahl der Beiräte durcgh alle Bürger im Alter von 60+) lässt die Lauterbacher Seniorenvertretung im Vergleich zu den übrigen Vogelsberger Beiräten „leuchten“, und es ist nur konsequent, der Landesregierung gegenüber die politische Forderung zu erheben, dies in ganz Hessen verbindlich zu machen (was diese bisher aber standhaft abgelehnt hat!). Der selbstironische Titel „Die Wüste lebt“ für den Jahresbericht 2018 des Vorstands lässt dennoch etliche Widerstände gegen die von den Senioren vertretenen Vorstellungen vermuten, wobei die Zusammenarbeit zwischen Seniorenvertretern und Stadtverwaltung/Bürgermeister wohl nie das Problem war. „Zähe Verwaltungswege“ (Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller) betreffen zwar in der Regel sämtliche Bürger, doch stellen sie die Geduld der Senioren immer auf die härteste Probe, möchte man doch die Ergebnisse der eingereichten Verbesserungsvorschläge nach Möglichkeit selbst noch erleben.
    Bei allem, was der sehr professionell wirkende Beirat thematisiert und organisiert, scheint mir aber zuweilen der politische Protest zu kurz zu kommen. Pflegekrise und Fachkräftemangel sind politisch verursacht. Auch die „Verheimung“ des Landkreises bei gleichzeitigem Fehlen von alternativen Wohnmodellen basiert auf politischen Entscheidungen. Da wäre vielleicht ein deutlicheres Wort an diejenigen angebracht, die sich in Wahlzeiten gern durch alle möglichen Seniorenveranstaltungen in Erinnerung bringen oder sich wohldotiert aus der Landespolitik verabschieden, wenn der Wähler die leeren Versprechungen niicht honoriert.

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