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Eröffnung für Anfang 2020 geplantDas Modehaus C&A zieht ins ehemalige Ledermoden Loos

KREBBELZEITUNG|ALSFELD. In Alsfeld gibt es viele Leerstände, gerade in der Obergasse. Das soll sich jetzt aber ändern, die Stadt hat nämlich für die Bürger eine Überraschung parat: Das Modehaus C&A wird in den ehemaligen Ledermoden Loos einziehen und wird damit die kleinste Filiale des großen Bekleidungsunternehmen, zunächst jedenfalls.

Ende des vergangenen Jahres schloss das Geschäft Ledermoden Loos seine Pforten, doch lange wird es kein Leerstand bleiben. „Wir haben genug leerstehende Geschäfte in Alsfeld. Wir wussten, wir müssen schnell handeln, dass wir das nicht einfach so hinnehmen können“, sagte Bürgermeister Stephan Paule im Telefonat mit Oberhessen-live. Schon öfter habe die Stadt mit dem Konzern in Kontakt gestanden, doch zu einer Einigung sei es zunächst nicht gekommen. Der Grund dafür: Die Räumlichkeiten waren allesamt zu klein, es würde sich nicht rentieren.

Als die Stadt jedoch mitbekam, dass auch Ledermoden Loos schließen wird, kontaktierte sie das Modehaus erneut – mit Erfolg. Bereits Anfang nächsten Jahres soll C&A in der Alsfelder Obergasse eröffnen. Das war allerdings reine Glückssache, denn eigentlich plante das Unternehmen die Filiale in Schwalmstadt zu vergrößern.

Das hat jedoch nicht geklappt und das hat auch Paule mitbekommen und schnurstracks angerufen. „Wir haben uns darauf geeinigt, dass das Sortiment nicht alles abdecken wird, wie in größeren Filialen“, erklärte der Rathauschef. Für den Konzern sei das zunächst ein Problem gewesen, doch Paule hatte noch ein Ass im Ärmel: Das Mietfreie Stadtquartal, ein Projekt, bei dem Stadt und Vermieter für die ersten drei Monatsmieten aufkommen.

Standort in Alsfeld würde sich lohnen

Dadurch solle dem Konzern bewiesen werden, dass sich ein Standpunkt in Alsfeld lohne, ohne dass er finanzielle Verluste mache. „Eine ähnliche Abmachung hatte das Unternehmen damals auch mit Schwalmstadt – und das hat sich gelohnt“, erklärte Paule. Einen Haken bei der ganzen Sache gebe es allerdings: Es werden zunächst keine neuen Arbeitsplätze entstehen. „C&A wird Mitarbeiter aus Schwalmstadt holen, die wegen zu viel Personal nicht auf ihre Stunden kommen“, erklärte er. Die Entscheidung sei nicht leichtgefallen, denn normalerweise habe man ein Problem mit der Arbeit von Schwälmern. „Sie arbeiten anders als Alsfelder, aber da müssen wir jetzt drüber hinwegsehen“, sagte Paule.


Das mit dem Schwälmer Personal sei zunächst nur eine vorübergehende Lösung. Auch an der Räumlichkeit könne sich noch etwas ändern. „Aus der kleinsten Filiale könne auch mit der Zeit die größte werden“, lachte Paule ins Telefon. Denn der Rathauschef hat schon einen Plan, der mit dem Schwälmer Brunnen zutun hat. Im Rahmen der Marktplatzneugestaltung steht nämlich auch die Versetzung des Brunnens zur Debatte. „Wenn der Brunnen an eine andere Stelle versetzt wird, kann an der Stelle ein Anbau kommen und dadurch die zunächst kleine Filiale vergrößert und das Sortiment erweitert werden“, sagte Paule.

Dem Märchenimage der Stadt treu bleiben

Und getreu dem Märchenimage, das die Stadt zu pflegen versucht, wird der potenzielle Anbau im Stil des Dornröschen-Schlosses umgesetzt. „Das soll auch zeigen, dass wir aus unserem langen Leerstand-Schlaf endlich aufgewacht sind“, lacht Paule. Das Besondere dabei sei, dass die Mitarbeiter, die dann künftig im Dornröschenschloss- C&A arbeiten, als Maleficent, Fauna, Flora, Prinz Philipp oder auch König Stefan verkleidet sein werden. „Dadurch sollen vor allem auch Familien in das Geschäft gelockt werden“, betonte Paule.

Der Rathauschef habe noch viele weitere Ideen in petto. Die Stadt stehe schon mit H&M in Kontakt. Das Bekleidungsunternehmen soll voraussichtlich 2021 in das ehemalige Benetton einziehen – selbstverständlich auch wieder im Märchen-Stil. „Mir schwebt da Hänsel und Gretel vor,“, erzählt Paule stolz. Nicht nur von außen solle H&M wie ein Lebkuchenhaus aussehen, auch im inneren des Geschäftes sollen Kleiderstangen, Regale, Umkleiden und vieles weiteres aus leckerem Lebkuchen bestehen. Sprich: Sogar essbar. „Wir tüfteln gerade noch an den Feinheiten“.

Aber so viel vorab: Birgit Günther von der Konditorei Günther würde die Gestaltung der Lebkucheneinrichtung übernehmen“, freute er sich. Bis 2023 solle die gesamte Innenstadt mit namhaften Bekleidungsgeschäften im Märchen-Stil erstrahlen und spätestens 2024 alle Bürger ihre Vornamen in die von berühmten Märchenfiguren ändern. Dabei müsse es sich nicht zwingend um deutsche Märchen handeln, „Ich reserviere mir schon mal den Namen ‚Tweedle Dee‘“, lachte Paule.

Ein dreifach donnerndes Helau!

Helau liebe Närrinnen und Narren, was wäre Fasching ohne Krebbelzeitung? Genau, es wäre wie Fußball ohne Ball, Currywurst ohne Curry oder Alsfeld ohne sein Rathaus – nicht vollständig. Daher haben wir von Oberhessen-live uns dazu entschieden, in diesem Jahr wieder in kleinem Maße die „Oberhessen-live Krebbelzeitung“ zu entwerfen und somit das närrische, bunte Treiben einen Tag vor dem Ende der fünften Jahreszeit zu begleiten.


Das Redaktionsteam der „Oberhessen-live Krebbelzeitung“ möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es sich bei den vorliegenden Artikeln um närrische Nachrichten handelt, die nur zur Fastnachtszeit erscheinen. Die Artikel reichen bis in die vergangene Fastnachtssaison zurück und wir erheben keinen Anspruch darauf, dass sie brandaktuell sind. Ebenso möchten wir darauf hinweisen, dass wir keinen Wert auf den Wahrheitsgehalt der Artikel gelegt haben: Einige sind frei erfunden, andere enthalten zumindest einen kleinen Kern an Wahrheit. Die „Oberhessen-live Krebbelzeitung“ lebt von Gerüchten und erfundenen Geschichten.


3 Gedanken zu “Das Modehaus C&A zieht ins ehemalige Ledermoden Loos

  1. Alsfeld macht sich über die eigenen Probleme noch selbst lustig… Hut ab…

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    1. Das wäre dann sowas ähnliches wie Humor. Mein dreifach donnernder Vorschlag für die „Oberhessen-live Krebbelzeitung“ wäre: Sämtliche Leerstände werden ab jetzt in Insektenhotels umgewandelt. Da summt und brummt es in der Innenstadt bald wieder wie zu Zeiten der Gebrüder Summ, äh Brumm, ach nee: Grimm!

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  2. Und was wäre Alsfeld erst ohne Als?
    Weiß man übrigens schon, welche H+M-Abteilung im Alsfelder Rathaus einziehen wird? Paule lacht ja ohnehin nur noch ins Telefon und geistert mal im Hänsel- und mal im Gretel-Outfit albern durch die Rubriken der Krebbel-Zeitung. Da reichte doch die letzte Alsfelder Telefonzelle als Stadtverwaltung.

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