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Märchenhafter Karneval bei den HASen in HeblosSpieglein, Spieglein im HASenland

HEBLOS (tsz). Wo Schneewittchen in den Apfel beißt und die böse Schwiegermutter nichts Gutes verheißt. Wo Rotkäppchen sich verläuft im Wald und der Prinz zu Rapunzels Turme eilt. Wo Märchen werden zum Leben erweckt, war das Tischlein in Heblos zur Fastnacht gedeckt.

Es war einmal ein Mädchen, deren Haut war weiß wie Schnee und ihr Haar schwarz wie Ebenholz. Die Rede ist natürlich von niemand anderem als dem kleinen Schneewittchen. Zusammen mit ihrer bösen Stiefmutter, den Geschwistern Hänsel und Gretel sowie den zerstrittenen Gebrüdern Grimm führten die Märchenfiguren durch das Programm. Eröffnet wurde das wie bereits im vergangenen Jahr von Günther Schlosser, der dieses Jahr mit einer fetzigen Gesangsnummer als „Märchenprinz“ das Publikum auf einen Abend voller verwunschener Prinzessinnen und verrückter Figuren vorbereitete.

Akrobatische Perfektion: Das Funkenmariechen des Tumaba Lauterbach, Sophia Groß.

Der erste Tanz des Abends gehörte traditionell der vereinseigenen Garde. „Spieglein, Spieglein an der Wand, zeig mir wo ist das Land“ ertönte es, während die Garde-Mädels in Schwarz-Gelb mit Spiegeln und vergifteten Äpfeln durch die Menge in Richtung der Bühne tanzten. Oben angekommen zeigten sie erneut, was Präzision, Synchronität und Grazie bedeutet. Vom klassischen Beine-Werfen bis hin zu neuen und komplizierten Schritten boten die Mädchen der HAS Garde einen Tanz, dessen Tempo das Publikum mitriss. Letzteres konnte von dem Tanz nicht genug bekommen und so gaben die Gardemädels neben dem ersten Tanz auch die erste Zugabe des Abends.

Hacke, Spitze, hoch das Bein

Das ein Gardetanz auch mit weniger Leuten funktionieren kann, das zeigte auch das HAS-Tanz-Duo. Mit Akrobatik und Körperspannung standen die beiden der großen HAS-Garde in nichts nach und holten sich einen wohl verdienten Applaus. Ebenso schickte auch der ACV sein Tanz-Duo ins ferne Märchenland. Luisa Schmelz und Leonie Schönhals, die bereits in den vergangenen zwei Wochen bei ihren Auftritten beim ACV überzeugen konnten, boten auch auf der Hebloser Bühne wieder eine herausragende Leistung. Auch schon zu einem Dauergast des „Hewelser“ Faschings geworden, verirrte sich das Funkenmariechen des Tumaba aus Lauterbach in die Hebloser Märchenwelt. Mit unglaublicher Beweglichkeit sprang, flog und hüpfte sie zu klassischer Gardemusik über die Bretter, die die Welt bedeuten, und verzauberte das Publikum.


Danach stellte sich auch Alfred „der gestiefelte“ Wolf mit viel Reim und Witz hinter das Rednerpult und fasste in seiner Büttenrede nicht nur das letzte Jahr grob zusammen, sondern gab auch ein paar pointierte Seitenhiebe zum Dorfgeschehen und dessen Beteiligte. Abgerundet wurde die Nummer durch eine von ihm verfasste Gesangseinlage.

Rotkäppchen 2.0: Die Gruppe der alten Herren konnte auch in diesem Jahr das Publikum wieder einmal mitreißen.

Etwas heißer wurde es dann nochmal vor der Pause mit den „Alten Herren“ und ihrer wahren Geschichte zum Rotkäppchen. Die verlief sich nämlich im Wald und landete nicht bei ihrer Großmutter, sondern in der Havanna-Bar. Mit einem Tanz-Medley quer durch die Genrelandschaft der Musik tanzte das Rotkäppchen, gespielt von Tina Zinn, durch die Bar und verdrehte dabei dem ein und anderen Kerl den Kopf.

Märchenhafte Showtänze und … Büttenreden

Ebenso vielfältig war auch der zweite Teil des Programms. Nachdem noch die ACV-Garde mit ihrem Beitrag wieder die Aufmerksamkeit des Publikums vollends auf die Bühne lenkte und sich auch dafür einen starken Applaus einheimsten, holten zwei Karnevalsurgesteine in ihrer Büttenrede ordentlich aus. Rapunzel und der Königssohn, auch bekannt als Steven Lomb und Dieter Schäfer, zogen nach allen Manieren der Kunst erneut über das Dorfgeschehen in Maar und Heblos her. Ein Beitrag, bei dem die Lachmuskeln der Ortskundigen kaum stillstanden.

Auf der Zielgerade zeigte sich das HAS-Märchenland noch einmal ganz im Zeichen der Showtänze. Mit gleich vier Showtänzen wurde das Programm vor dem großen Finale abgerundet. Den Anfang machten dabei die „taktlosen Owelabbe“ mit ihrer von Rocky inspirierten Tanznummer. Für das Publikum war klar: Das passt wie die Faust aufs Auge. Weiter ging es dann mit dem Männerballett des benachbarten Vereins aus Allmenrod, das passend zum Thema Märchen die Geschichte der Allmenröder Narren erzählte.


Das Männerballett vom TV Maar beim Dance-Event des ACV.

Wie jedes Jahr war auch wieder das Männerballett vom TV Maar als eines der lang erwarteten Highlights anwesend. Die gelben Kostüme, blauen Latzhosen und vielen Bananen verrieten schnell das Thema ihres Showtanzes: Die allseits geliebten Minions. Mit wildem Geschrei und einer ordentlich Portion Chaos ging es auf die Bühne, auf der dann auch die Minions einmal mehr zeigen konnten, dass sie zu den besten Männerballetts der Gegend gehören. Dabei waren vor allem die spektakulären Hebefiguren die Höhepunkte des Tanzes.

Das Highlight des Abends war dann aber das Showballett vom HAS selbst. Mit einer Mischung aus Show und Tanz, sprich einem echten Showtanz, erzählten die 13 Mädchen und Jungen die Geschichte von Alice und ihrer Reise durch das Wunderland. Herrschte vorher im Saal immer ein wenn auch ruhiger, aber konstanter Geräuschpegel, wurde es bei der abschließenden Nummer komplett ruhig im Saal. In tollen Kostümen und einer abwechslungsreichen Choreografie, vom Hochzeitstag bis zum Kampf gegen die böse rote Königin, verfolgte das Publikum gespannt die Geschichte und fieberte mit der Protagonistin mit. Gefeiert wurde dieser herausragende und mit Leichtigkeit und Leidenschaft vorgetragene Tanz nicht nur mit einer Zugabe, sondern auch mit einer Standing-Ovation von Teilen des Publikums.

Tolle Kostüme und eine tolle Show: Das HAS-Showballett erweckt Alice im Wunderland zum Leben.

Ein Ende ist nicht immer einfach und das sah man auch den Narren des HAS Heblos beim großen Finale an. So ist es dort doch bereits zur Tradition geworden, den Abend mit dem eigenen Lied „Fastnacht ist…“ von Alfred Wolf und Günther Schlosser zu beenden. Eine Schunkelrunde mit allen Aktiven und einer erneuten Gesangsdarbietung, diesmal der beiden Herren zusammen, rief dann bei den Narren die ein oder andere Freudenträne hervor. „Narrenzeit, Heiterkeit, halt sie fest, für den Tag an dem die Hoffnung dich verlässt“, schallte es mit der Stimmkraft aller Anwesenden durch das Hebloser Bürgerhaus, bevor das Märchenbuch geschlossen und noch bis in die frühen Morgenstunden gefeiert wurde.


Ein märchenhafter Genuss für die Kleinen

Und da sie nicht gestorben waren, ging es am nächsten Tag gleich weiter mit dem Kinderfasching. Neben den bereits am Vorabend aufgetretenen Tanzgruppen zeigten auch die Kleinen der verschiedenen Vereine, was sie zu bieten haben. Eröffnet wurde das Programm wie am Vortag von der HAS Garde. Die Tanzgruppe Trolls gab dabei eine spaßige Nummer mit tollen Kostümen zu den bekannten „Trolls“ zum besten. Nach dem ACV-Tanz-Duo ging es dann weiter mit der Kindergruppe aus dem ebenfalls benachbarten Vereins aus Wallenrod. Mit ihrem Thema „The next Pizza-Generation“ machten sie mit ihrem Tanz definitiv Hunger auf mehr.

Wer ist die richtige Prinzessin für Prinz Max? Die Moderatoren des Kinderfaschings führten mit viel Witz durchs Programm.

Auch das Tanz-Duo aus Maar fand ihren Weg aus dem Nimmerland ins Hebloser Märchenland und überzeugte als Peter Pan und Tinkerbell. Ebenso durften auch die ACV-Garde und das HAS Tanz-Duo ihren Tanz von der Fremdensitzung wiederholen. Neu mit dabei im Programm war die Kindergruppe aus Maar, die die Geschichte vom Froschkönig zeigten und dabei in niedlichen, grünen Kostümen über die Bühne hüpften – wie echte Frösche eben. Ebenfalls mit dabei waren auch wieder die ACV-Kids, die nun schon länger ein fester Bestandteil des Hebloser Kinderfaschings sind. Abgerundet wurde das Programm wieder von dem HAS-Showballett und ihrem Tanz über Alice im Wunderland.

Weitere Eindrücke aus dem Märchenland der HASen:

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4 Gedanken zu “Spieglein, Spieglein im HASenland

  1. …ist ziemlich unmanierliches Deutsch. Da hat Herr Schmelz wohl wieder ein Tässchen Stilblüten-Tee zuviel geschlotzt. Und damit versiegt sie auch schon, die Quelle der Erheiterung.
    Wo lernt man bloß, solche ellenlangen Texte über offensichtlich nicht enden wollende Karnevalsdarbietungen zu verfassen? Mir als – wie ich finde – durchaus humorbegabtem, aber auch hochgradig karnevaloseintollerantem Leser fällt schon während der Lektüre der Kopf auf’s Keyboard. Tusch!
    „Narrenzeit, Heiterkeit, halt sie fest,
    für den Tag, an dem die Hoffnung dich verlässt“
    Ziemlich holperiges Versmaß. Da war der Slogan der Aktion Eichhörnchen professioneller: „Denk‘ dran, schaff Vorrat an!“ Sinngemäß fast dasselbe. Und was für praktisch Denkende: Wer zum Lachen in den Keller geht, kann gleich mal nach den Notreserven schauen.
    Ok. An dem Tag, an dem die Hoffnung mich verlässt, werde ich an erwachsene Menschen denken, die als Frösche über die Bühne hüpfen. Hoffentlich hilft’s.

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    1. „Wer zum Lachen in den Keller geht, kann gleich mal nach den Notreserven schauen.“
      Heißen Sie eventuell „Schnitzel“?
      Man darf ja mal fragen, oder?

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      1. Der Mann heißt wohl Hase
        und stammt aus HASenland
        Wo irgendeine Pappnase
        einst die Fastnacht erfand
        Wo Schneewittchen in den Apfel beißt
        und die STIEF(!!!)-mutter „falscher Hase“ heißt
        Anderswo tut sie allerdings „Hackschnitzel“ heißen
        Da hört selbst der Wolf auf, die Oma zu beißen
        Denn ein Hackbraten war’s, der auf waldigen Wegen
        Ihm statt der Oma einst so schwer im Magen gelegen
        Ja, wo Märchen werden zum Leben erweckt
        Und kein Geißlein sich in einer Smartwatch versteckt
        Beim Bezahlvorgange sich kein Goldesel streckt
        da ist auch kein Tischlein mit ’nem Schnitze gedeckt!
        https://www.youtube.com/watch?v=_C_A6K2aZPA

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