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Das Vorhaben: Parkplätze reduzieren, aber nicht ganz abschaffenHeftige Kritik an Paules Plänen für den Marktplatz

ALSFELD (ol/ls). Der Alsfelder Marktplatz soll saniert werden, das steht fest. Was bislang allerdings noch nicht feststand: Wie soll er danach aussehen? Beim zweiten Workshop zur Ausgestaltung des Marktplatzes stellte Bürgermeister Stephan Paule die von der Stadt favorisierte Variante vor: Ein Marktplatz mit weniger Parkplätzen. Der Startschuss für einen langen Abend mit hitzigen Diskussionen – und einem bereuenden Bekenntnis eines Vorgängers von Paule. 

Wir erinnern uns zurück: Drei Varianten waren es, die beim ersten Workshop zur Neugestaltung des Alsfelder Marktplatzes Ende September vorgestellt wurden. Die erste Variante, war sehr nah an dem jetzigen Bestand. Lediglich neue Pflastersteine – auch in Variante zwei und drei – sind vorgesehen. Der Belag ist nämlich schon ein wenig in die Jahre gekommen . In einer früheren Version des Textes hieß es, die Steine des Pflasters würden seit 1475 dort liegen. Das war jedoch falsch. Seit diesem Jahr gibt es überhaupt Pflaster am Marktplatz, die aktuellen Steine selbst wurden 1977 verlegt. Kleinere Basaltsteine sollen für eine ebenere Fläche sorgen und für weniger Stolperfallen sorgen. „Die Rückseite des Rathauses könnte auch ein wenig optimiert werden, dann könnte man das Gastronomieangebot noch verbessern“, erklärte Michael Dorlas von der Planungsgruppe Biebertal damals.

In der zweiten Variante waren schon ein wenig mehr Änderungen vorgesehen – und schon die erste Neuerung sorgte für Diskussionsbedarf: Die Parkplätze könnten minimiert werden, indem man die zweite Parkreihe wegnimmt. Dadurch würde der Marktplatz an „Größe und Aufenthaltsqualität gewinnen“, wie es hieß. Neben der Minimierung von Parkplätzen könnte man auch durch kleine Bäume oder ähnlichem mehr „Grün“ auf den Platz bringen. Ein kleines Brunnenelement konnte man sich ebenfalls vorstellen.

Auch der Kirchplatz war Thema: Der sollte in Variante 2 als Ort der Ruhe umfunktioniert werden, um sich vor dem Trubel auf dem Marktplatz zurückziehen zu können. Hier könnte man sich auch über ein Spielangebot für Kinder Gedanken machen. Der Schwälmer Brunnen soll mehr in den Vordergrund rücken. In allen drei Varianten soll der nämlich saniert werden.


Die dritte Variante zeigte die größten Veränderungen: Ein autofreier Marktplatz, ohne Parkmöglichkeiten. „Der Platz würde noch mehr Aufenthaltsqualität gewinnen“, hob Dorlas im ersten Workshop hervor. Den Gastronomiebereich könnte man erweitern, den Platz durch ein Wasserspiel oder Pflanzen aufwerten. Den Schwälmer Brunnen könnte man auch in Richtung Turmdurchgang versetzten, auch dort würde er Dorlas zufolge ein weiteres Element darstellen.

Die aktuelle Situation auf dem Marktplatz

Mittlerweile liegen konkretere Planungen vor – jedenfalls bei der Stadt. Und die stellte Alsfelds Bauamtsleiter Tobias Diehl gemeinsam mit Bürgermeister Stephan Paule an diesem Freitagabend im zweiten Workshop vor.

Das „Korpus Delikti“ seien die Parkplätze auf dem Marktplatz. Aktuell gebe es 14 Parkplätze vor den Geschäften, sowie vier weitere Parkplätze plus zwei Behindertenparkplätze in zweiter Reihe.

Eine wenig zu beeinflussender Faktor bei der Planung sei der Ablauf von Regenwasser, da es auf dem Marktplatz ein Gefälle von mehr als 1,50 Meter vom Eingang des Weinhauses bis zur Ecke Hochzeitshaus gebe. „Das glaubt man nicht, hab ich auch zunächst nicht, ist aber so“, stellte Diehl die Situation dar. Auch weitere technische Gegebenheiten seien bei der Planung zu berücksichtigen. „Es gibt Gasleitungen, Wasserleitungen, Kriechkeller. Wir befürchten sogar, dass es mal eine Tankstelle auf dem Marktplatz gegeben hat,“ erörterte Diehl weiter.


Das klinge alles furchtbar groß, dabei seien die Meter schnell verbraucht. Alleine für die Parkplätze benötige man – mit Bürgersteig, zwei Parkreihen und Fahrbahn – rund 20 Meter Platz. Die Hälfte des Marktplatzes sei damit schon verbraucht. Aber auch die weiteren Wünsche der Bürger nach Sitzgelegenheiten, einer Elektroladestation für E-Fahrzeuge oder Fahrradständer würden die Gestaltung nicht leichter machen. „Braucht man wirklich all das?“, fragte Diehl in die Runde.

Auswertung der Bürgerbeteiligung

Nach Diehls Ausführungen über die Bestandssituation stellte Dorlas die wichtigsten Anregungen aus der Bevölkerung vor. Es habe eine Menge Anregungen gegeben, dadurch könne man auf die Wichtigkeit der Neugestaltung schließen. Insgesamt nahmen rund 70 Personen an einer Umfrage teil, die angeblich immer noch laufen soll. Die Mehrheit der Rückmeldungen wolle den Marktplatz autofrei: 50 Prozent votierten mit Ja, 25,9 Prozent mit Nein und 24,1 Prozent machten keine Angabe.

Zum Erhalt der Stellplätze votierten die Bürger wie folgt: 17,2 Prozent wollten alle Plätze erhalten, für eine Reduzierung (Variante 2) waren 12,0 Prozent für einen vollständigen Entfall waren 50 Prozent, keine Angabe machten 20,6 Prozent.

Bei der Abstimmung über die drei Varianten konnten sich besonders Variante 3 – die mit dem autofreien Marktplatz – durchsetzen: 42,1 Prozent stimmten für sie, vor Variante 1 „Erhalt“ mit 13,1 Prozent und Variante 2 „Reduzierung“. Bei den anderen Abstimmungen nach einem Wasserspiel oder Bepflanzung habe es kein klares Votum gegeben. Bei der Priorisierung wurde die Barrierefreiheit (10 Stimmen), öffentliche Sitzmöglichkeiten (11 Stimmen) und Fahrradabstellmöglichkeiten (6 Stimmen) genannt.


Wohin geht die Reise

Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule zeigte sich überrascht über die geringe Teilnehmerzahl bei der Abstimmung. 70 Teilnehmer, das seien sogar weniger Menschen als bei der ersten Sitzung da gewesen seien. „Ich finde es sehr schwierig, weil daraus nicht wirklich zu lesen ist, was die Bürger wollen. Es hat mich wirklich enttäuscht, weil wir da Zeit und Aufwand reingesteckt haben“, führte er aus. Diesen Abend waren geschätzt 50 Besucher in der Feuerwache.

Mehrere Gutachten haben der Stadt bescheinigt, dass Parkplätze sehr wichtig seien. Es brauche rund 200 Parkplätze in der Innenstadt, um allen Anforderungen gerecht zu werden. Da diese Planung allerdings etwa zehn Jahre dauere, werde die Stadt daher den Markplatz flexibel und „modular“ darstellen.

Paule mit einer vierten Variante, das Publikum mit einer hitzigen Diskussion

„Ich empfehle folgende Variante“, legt sich Paule danach fest, „Es wird eine Umfahrung geben, die wird es immer geben – unabhängig von Parkplätzen“. Der Bereich vor den Häusern soll mit einer Parkreihe angelegt werden. In der Flucht des Rathauses werde es dann die Poller als Begrenzung der Fahrbahn geben. Es gebe eine Fläche, auf der Sitzplätze geschaffen werden können und es gebe einen Raum für Wasserspiele oder ähnliches. Auch vor dem Kartoffelsack „hinter“ dem Rathaus werde man eine „vernünftige“ Fläche schaffen, für die Nutzung von Außengastronomie. Am Schwälmer Brunnen werde der „Müllsammelplatz mit Trafostation“ auf den hinteren Kirchplatz verlegt.

Auf eine Anmerkung eines Zuschauers hin, dass sich dann ja „eigentlich nichts ändere, außer vier Parkplätze weniger“, gab es zustimmende Kommentare aus dem Publikum, dass das eben „nicht den Wünschen der Bürger entspreche“. Diehl argumentierte, dass es sich dabei ja nur um ein Konzept und keine Ausführungsplanung handele. Der aufkommenden Diskussion im Publikum tat das jedoch keinen Abbruch. Der Einwurf „es ist doch völliger Humbug jetzt ins Detail zu gehen, wenn das Konzept nicht stimmt“, brachte Paule dazu, die Präsentation zu unterbrechen und zur Diskussion freizugeben.


Dr. Jochen Zwecker: „Das ist doch städtebaulich nicht relevant“

Der ehemalige Bürgermeister Dr. Jochen Zwecker melde sich zu Wort und gestand ein, vor über 30 Jahren einen kommunalpolitischen Fehler gemacht zu haben – nämlich den Marktplatz für den Verkehr und Parkplätze freigegeben zu haben. Er sei in den vergangenen Wochen durch die Stadt spaziert und habe dabei 250 Parkplätze in der Innenstadt gezählt. „Die 15 Parkplätze auf dem Marktplatz können dabei doch städtebaulich nicht eine solche Relevanz haben“, führte Zwecker aus, der dabei viel Zustimmung aus dem Publikum erntete.

„Im Zusammenhang mit einem solchen Umbau muss man weiterdenken als nur für die nächsten paar Jahre. Ich habe vor 30 Jahren einer vorübergehenden Regelung zugestimmt, und jetzt – 30 Jahre später – sind sie noch immer da“, erklärte er.

Der ehemalige Alsfelder Bürgermeister Dr. Zwecker war es der vor über 30 Jahren die Parkplätze auf dem Marktplatz einrichtete und bezeichnet dies nun als schweren Fehler.

Peter Dörge, nach eigener Aussage „Verfechter eines autofreien Markplatzes“, war der Meinung, den Marktplatz komplett für Autos zuzumachen. Er stimmt Zwecker zu, dass man längerfristig denken müsse. „Alsfeld ist keine Einkaufsstadt, sondern eine touristische Stadt. Wir müssen dafür sorgen, dass sich die Leute gerne in der Innenstadt aufhalten, dann wird sicherlich auch etwas eingekauft.“ Jutta Homberger wohnt seit 14 Jahren am Markplatz und plädierte hingegen dafür, dass jeder Parkplatz gebraucht werde, weil die Besucher eben keine weiten Wege in Kauf nehmen würden. Aber auch Sitzgelegenheiten müsse es geben und Parkplätze für Anwohner.

Gerlinde Grebe vom Verein „Barrierefreies Alsfeld“ äußerte ihren Wunsch auf die Begehbarkeit des Marktplatzes zu achten. Dabei sei die Oberfläche entscheidend, dass diese barrierefrei – also eben und beispielsweise für Rollstuhlfahrer gut überquerbar – und rutschfest sein sollte. Mit Matthis Kruse oder aber Henner Muhl gab es an diesem Abend auch Verfechter der ersten Variante – bei der außer dem Pflaster eigentlich alles beim Alten bleibt.


Letztendlich übernahm wieder Paule nach einer hitzigen Diskussion das Wort. „In jedem Argument für die eine Variante verbirgt sich selbst ein Gegenargument für die andere. Letztendlich gibt es keine 100-prozentige Lösung, die alle Wünsche abdeckt“, erklärte er. Aus diesem Grund habe er den Kompromissvorschlag gemacht, dass die Parkplätze reduziert werden. Dieses Konzept könne nun weiterdiskutiert werden. Zumal die Variante eine gewisse Flexibiliät beinhalte, die eine Anpassung zu späterem Zeitpunkt möglich mache. „Wir machen mit dieser Variante die Sicht auf das Rathaus frei, bekennen uns aber auch zum Marktplatz als Wirtschaftsstandort.“, ergänzte Paule.

Wieder warf ein Teilnehmer ein, dass es wirke, als sei der Ausgang der Bürgerbefragung von vornerein geplant gewesen. Ein Vorschlag entspreche dem Status Quo, der andere sei ein extremer, zukunftsweisender Entwurf und dazu gebe es einen Kompromissvorschlag. Es sei fast klar gewesen, dass es dieser dann werden würde. Echte Bürgerbeteiligung sei es, diese Entscheidung in einem Bürgerentscheid abstimmen zu lassen.

Details zur Umsetzung des Konzepts

Nachdem alle Argumente ausgetauscht wurden, stellte Dorlas Details vor. So solle zum Beispiel die Zufahrt zum Marktplatz an der Oberen Fulder Gasse mit versenkbaren Pollern geregelt werden. Zum Material der Oberfläche gab es ein eigenes Konzept: In den Fahrbereichen und der Platzmitte solle es Basaltpflaster im Segmentbogenverband geben, so wie es bisher vorhanden ist. Die Beleuchtung des Platzes solle „selbstverständlich“ mit warmen LED-Lampen erfolgen.

Bei den Lampen solle es sich um „Mastleuchten“ handeln, da die „hängenden“ Lampen so aus Sicherheitsgründen nicht weiterbetrieben werden könnten. „Diese sollen rund um den Marktplatz stehen“, erläuterte Diehl, „selbstverständlich nicht mitten drin“.


Der Schwälmer Brunnen soll stehen bleiben wo er ist – das war der ausdrückliche Wunsch der Bürger. So solle er nur aufgearbeitet werden. Bezüglich der Wasserspiele auf dem Platz erörtere Dorlas, dass aufgrund der vielfältigen Nutzung des Markplatzes durch die Veranstaltungen nur ein bodengleiches Wasserspiel mit Sprudlern denkbar wäre. Das Raunen und Tuscheln im Publikum lies mutmaßen, dass dem Vorschlag größtenteils nicht zugestimmt wurde. Das Stadtmobilar solle mobil gestaltet werden, so dass es bei Veranstaltungen teilweise zurückgebaut werden könne.

Auch Fahrradständer sollen im gleichen Stil auf dem Marktplatz integriert werden. Die Notwendigkeiten wie Strom- und Wasserversorgung sollen über versenkbare Bodentanks realisiert werden. Damit kam Dorlas zum Ende seiner Präsentation und Paule bedanke sich ausdrücklich für die konstruktive und sicherlich zeitweise schwierige Mitarbeit bei Dorlas.

Ausblick und weiteres Vorgehen

Abschließend  stellte Diehl das weitere Vorgehen vor. Er forderte die Anwesenden auf, vor dem Nachhausegehen auf den aufgestellten Tafeln ein Stimmungsbild abzugeben. Dabei sollten die Anwesenden Stempel auf einer Skala von „weniger wichtig“ bis „sehr wichtig“ aufbringen. Der endgültige Plan mit der konkreten Umsetzung soll voraussichtlich im Januar vorgestellt werden. Diehl hoffe dann bereits im Mai nächsten Jahres mit der Baumaßnahme beginnen zu können.

Ganz am Ende spielte Diehl nochmal auf die lediglich 70 Beteiligungen bei den Abstimmungen an und rief alle Bürger dringend dazu auf, sich auch weiterhin bei dem Prozess zu beteiligen. Auf der Webseite der Stadt Alsfeld steht ein Formular dazu bereit. Doch der Link dorthin, das musste OL gerade selbst herausfinden – ist äußert schwer zu finden.


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Studierte in Gießen Germanistik und Kunstgeschichte. Absolvierte ab 2016 ihr Volontariat bei Oberhessen-live und ist seit 2018 Redakteurin bei dem Online-Magazin.

13 Gedanken zu “Heftige Kritik an Paules Plänen für den Marktplatz

  1. Anmerkung zu “ anonym “ vom 19. Nov. 2018, 11.15 Uhr
    Hallo Herr/Frau, oder was auch immer ????
    Zur Schule bin ich gegangen, war sogar auch im Gebäude. Dort habe ich gelernt, „ANONYM“ steht für : namenlos, nicht persönlich, ohne Nennung der Person, unbenannt, unnennbar, unpersönlich (letzteres hat mir am besten gefallen)
    Quelle : Open Thesaurus, freies deutsches Wörterbuch für Synonyme.

    Hans-Jürgen Zimmer

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  2. Ich möchte wissen, wer auf die glorreiche Idee gekommen ist, dass die Pflastersteine auf dem Marktplatz 500 Jahre dort liegen?
    Das soll mir doch mal einer erklären. Zu dieser Zeit hatte die Stadt Alsfeld wenig oder gar keine Geld für solche Sperenzchen. Im Allgemeinen ist bekannt, dass Straßen und Plätze in den Städten erst Anfang des 19. Jahrhunderts mit Pflaster versehen worden sind.
    Nun aber zu den eigentlichen Dingen, den Kommentaren. Hier sehr ich, dass die Phantasie seltsame Früchte zeigt. Meine Güte, was kommt da ein Unsinn zum vorscein. Seid ihr alle, wenigstens die Schreiber der letzten Kommentare nicht in die Schule gegangen und habt ihr in eurem Leben nichts gelrnt?
    Es kommt mir vor als habe eine Horde von Kindern diese oft sehr phantasievollen Zeilen geschrieben, um sich wichtig zu machen. Haltet in Zukunft eure Fingerchen still oder träumt im Hessestibbche weiter. Meine Güte, das krieg ich soooo ein Hals.

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  3. P.S. zu Hans Dampf:
    Ich empfehle als fünfte Variante der Marktplatzgestaltung eine Drive-In-Spur vor allen Geschäften. Bei Bedarf senkt sich ein blickdichtes Zelt mit Spiegel über die Kundenfahrzeuge, damit diese als Umkleidekabine und zum Anprobieren genutzt werden können.

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  4. @ Jürgen Zimmer
    Was für ein holpriger Text! Kaum zu verstehen. Man könnte meinen, da hätte einer zu oft „im Sommer im Biergarten im ‚Hessestibbche'“ gesessen. Meine Empfehlung: Kopfschmerztabletten oder ein OL-Online-Seminar: „Kommentare verständlich verfassen!“

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  5. Wenn ich im Sommer im Biergarten im „Hessestibbche“ sitzt, sehe ich des öfteren, dass Touristen, die zu ihren am Stadthallenparkplatz abgestellten Bussen zurücklaufen ( sie gehen zu den Bussen).Nachdem sie unsere schöne Stadt besichtigt haben, mit zum Teil, großen, verpackten Geschenken (Ramspeck?), oder sie tragen Tüten auf denen zu lesen ist „Haus der Mode“. Ob einer ein paar Kopfschmerztabletten erworben hat, kann man nicht erkennen.
    Hans (Hansi) Zimmer

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  6. Wenn die Existenz eines Gewerbebetriebs von 4 Parkplätzen abhängt dann haben die Verantwortlichen die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt und es ist kurz vor 12. Da sollte so mancher mal drüber nachdenken!

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  7. Diese Pflastersteine zieren den Platz seit über 500 Jahren. Schleift sie ab, begradigt sie etwas und setzt manche neu. Aber lässt sie bloß da, wo sie sind. Etwas, was 500 Jahre da ist, gehört zu der Seele der Stadt. Es sind mehr als nur Steine – sie bedeuten Heimat.

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  8. Der tanz um das Goldene Kalb „Auto“ nimmt immer mehr groteske Formen an. Außerdem stellt sich die Frage, wer hat bei solchen Projekten wie die Neugestaltung des Marktplatzes und des Kirchplatzes eigentlich das Sagen?
    Ist es die Kommunale Verwaltung oder sind es die Geschäftsleute, die fürchten Einbußen am Umsatz hinnehmen zu müssen. Wer etwas einkaufen will, kann dies tun, ob mit oder ohne vor die Geschäfte fahren zu müssen. Wenn ich an ältere Menschen denke, die am Stadtrand wohnen und sich dann zu Fuß oder mit Rollator in die Innenstadt begeben müssen um einzukaufen oder einen Arzt aufsuchen, von diesen hört man keine Klagen. Die sind froh, weil sie sich noch bewegen können. Die feinen Leute, die müssen ja natürlich mit dem Auto bis direkt vor die Geschäfte kutschieren. Versperren teilweise die Zufahrtswege so, dass im Notfall kein Durchkommen für Rettungsfahrzeuge ist.
    Die Menschen gerade im Bereich des Marktplatzes und der angrenzenden Fußgängerbereiche leben einfach zu sorglos. Safety First ist die Devise. Zuerst die Sicherheit der Menschen sicherstellen und wahren, in dem die oben erwähnten Rettungsdienste, ob Rot oder weiß-Rot ohne Probleme an den Ort des Notfalls gelangen können.
    So wäre es wünschenswert, den Bereich ab Oberer Fuldergasse, Baugasse und natürlich den Marktplatz selbst ohne Parkmöglichkeiten zu gestalten.
    Ebenfalls würde ich es begrüßen, wen an der haltestalle Marktplatz des Stadtbusses eine Überdachung mit Sitzplatzes installiert wird, damit sich gerade die schon erwähnten älteren Herrschaften bei regen Unterstellen können und nicht quatschnass werden, während sie auf den Bus warten.

    Noch ein Wort an Herrn Diehl.
    Ja es hat eine Tankstelle vor dem Haus Kimm gegeben. Eine einfache Zapfsäule. Aber ich frage mich wer auf die schlaue Idee gekommen ist, dass das Pflaster de Marktplatzes schon seit 1475 dort liegt. Welche Quellen sind dafür vorhanden?
    Meines Wissen wurde der Marktplatz zum 700 jährigen Stadt Jubiläum neu gepflastert. So das wär es Kaline vo de Unnergass

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  9. Ich finde es wichtig, dass die Aufenthaltsqualität am marktplatz steigt. Ein Platz ohne Autos mit hochwertigen sitzmöbeln und begrünten kübeln wäre wichtig. Sodass gerade für ältere aber auch für kinder Möglichkeiten zum Verweilen und Ausruhen verfügbar sind. Parkplätze für autos gibt es genug. Parkplätze für rollatoren, kinderwägen und fahrräder wären wichtig!

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  10. Mich wundern genau zwei Dinge: einmal das mangelnde Interesse der Alsfelder an der Mitbestimmung über die Umgestaltung des Marktplatzes.
    Und noch mehr, dass offenbar sang- und klanglos der geplanten Entfernung der alten, 543jährigen, historischen Pflastersteine zugestimmt wurde.

    Das alte wunderschöne Kopfsteinpflaster trägt für mich wie das Rathaus zum wunderschönen mittelalterlichen Gesamtbild bei.

    Ein Bereich für gehbehinderte Menschen und Rollstuhlfahrer zum einfachen Überqueren des Marktplatzes ließe sich sicherlich integrieren.

    Ich bitte Herrn Bürgermeister Paule die geplante Kompletterneuerung des Pflasters nochmals zu überdenken.

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  11. Hallo,warum sollten mehr Leute zur Beratung kommen, wenn mehrheitlicher Entscheide oder Vorschläge ,nicht angenommen werden. ( ähnlich wie damals bei der Kreisstadtfrage , alle Abstimmungen wurden ignoriert.) Es heißt der Kunde auch der Gast ist König Und der braucht sein Auto auf dem Marktplatz nicht, und wer etwas außerhalb parkt, kommt auf dem Weg zum Rathaus auch an anderen Geschäften und deren Auslagen vorbei.
    Und noch was, Sitzgelegenheit hinter dem Rathaus, wer will, außer eventuell mal was zu essen , die ganze Zeit im ohne Sonne im Schatten sitzen.

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  12. Wundert man sich wirklich über die mangelnde Beteiligung der Bevölkerung im Rathaus?? Erst wird die Bevölkerung gefragt und gemacht wird das, was die zwei,drei großen Geschäftsinhaber gerne möchten, weil angeblich sonst keiner mehr was einkauft. Da ist die CDU immer bei der Wirtschaft – im Großen wie im Kleinen! Wir brauchen mehr Lebensqualität auf unserem wunderschönen Marktplatz, ohne Autos. Gut für die Bevölkerung und den Tourismus – und im Endeffekt auch für die Geschäfte. Veränderungen brauchen Mut.

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