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Einsteigen, bitte: Die etwas andere Interviewreihe zur LandtagswahlWillkommen zur Taxifahrt mit OL, Steffen Rühl!

ALSFELD (ls). Es gibt wohl keine Zeit, in der Politiker so oft in stickigen Redaktionsräumen und auf schlecht ausgeleuchteten Bühnen bei Podiumsdiskussionen rumsitzen müssen wie im Wahlkampf. Wir wollten unseren Direktkandidaten etwas gutes tun, haben sie in ein Auto gepackt und haben sie an einen für ihre Politik symbolisch bedeutsamen Ort gefahren. Entstanden ist die Taxifahrt mit OL, die etwas andere Interviewreihe zur Landtagswahl. Unser heutiger Gast und der letzte: Steffen Rühl, Direktkandidat der AfD.

Keine andere Partei dürfte in den letzten Monat so oft kritisiert worden sein. Und keine dürfte trotz solcher Kritik solch einen Aufschwung erlebt haben. Die Rede ist von der AfD, die den Prognosen nach am kommenden Sonntag auch in den hessischen Landtag einziehen wird. So wie mit den Bewerbern der anderen Parteien, sind wir auch mit dem AfD-Direktkandidaten Steffen Rühl ein klein wenig durch die Gegend gefahren, um über die Politik seiner Partei zu sprechen – und um anschließend an der Moschee in Alsfeld anzuhalten.

Die Fragen, denen Rühl sich dort stellen musste, finden sich in dem unteren Video. Im oberen ist die Fahrt selbst zu sehen – in der Rühl unter anderem dazu Stellung bezieht, ab wann man für ihn selbst als deutsch gilt.

15 Gedanken zu “Willkommen zur Taxifahrt mit OL, Steffen Rühl!

  1. …und werde bitte Deinem Vorsatz nicht untreu, dass dies wirklich Dein „letzter Beitrag hier sein“ wird. Der letzte Tro… Beitrag geht immer in die Hose. Trifft leider auch für Deinen eigenen vor Selbstmitleid, Selbstgerechtigkeit und Realitätsverweigerung triefenden letzten Beitrag zu. Aber Du wirst es vermutlich nicht schaffen, Dir das allerallerallerletzte Wort zu verkneifen. Den Grund nennst Du selbst: „Weil ideologisch verblendete Menschen ja doch immer das letzte Wort haben wollen, auch wenn sie schon lange keine Argumente mehr haben.“
    Nein, gute Argumente hast nur Du, auch wenn die nicht tatsachenbasiert sind. Aber Tatsachen sind ja auch nur sonne Sachen, die den anderen Freude machen. Oder auch nicht.

  2. Oh man, dies wird mein letzter Beitrag hier sein, weil ideologisch verblendete Menschen ja doch immer das letzte Wort haben wollen, auch wenn sie schon lange keine Argumente mehr haben.

    Arm ist es nicht, wenn jemand eine andere Meinung hat. Hierzu doch bitte einfach nochmal den Beitrag lesen, und nicht nur diagonal oder den Anfang und das Ende. Einfach den ganzen Beitrag, auch wenn es schwer fällt Fakten zu ertragen, die nur schwer schön zu reden sind. Ich freue mich über andere Meinungen, auch wenn ich hier nur Tatsachen gepostet habe, keine Meinung.

    Arm ist es, wenn Menschen wie du, wenn sich mal jemand ohne radikalen Hintergrund mit Ihnen auseinandersetzen möchte, dann doch nur die Nazikeule anderen entgegen schwingen können.

    Arm ist es, wenn man ohne Kenntnisse über den Vorfall in Fulda, doch einfach mal Schwerverletzte, insgesamt 4 Polizisten und 6 Augenzeugen als Lügner darstellt – nur weil es nicht in das Weltbild passt, dass dieser Randalierer (ganz egal woher er kommt) nicht mit Warn- und sogar schlimmeren Schüssen zu besänftigen war. Und woher weißt du, dass ich kein Augenzeuge bin?

    Arm ist es, dass wegen Menschen wie dir in Italien ein links-rechts Bündnis regiert, weil es außer den beiden Extremen gar keine Wahrnehmung von Argumenten mit gesundem Menschenverstand mehr gibt. Arm ist es auch, dass deine Beiträge direkt nach Veröffentlichung schon x Daumen nach oben gefaked haben. Und arm ist es auch, dass ich am Sonntag eine demokratische und konstruktive Partei wählen werde, während du genauso viele Stimmen hast und diese poltisch radikal gegen die Demokratie und den Rechtsstaat einsetzen wirst.

  3. Bei solchen Themen tobt der dumpfe Mob sich wieder aus. Mit Verlaub: Welches Riesenproblem hast denn Du damit, werter Vogelsberger Duzbruder, dass jemand nicht DEINER Meinung ist? Was andere schreiben, ist arm. Und was Du schreibst, ist arm im Geiste. Aber die liebt ja der Herr am meisten. Siehe Matthäus 5,3.
    Ich aber sage Dir mit Matthäus 11,6: Und selig ist, der sich nicht an mir ärgert!

  4. @ PKS-Experte
    26.10.2018 um 8:43 Uhr
    Es ist ja nicht neu, dass Rechtsradikale sich nicht für rechtsradikal, Populisten sich nicht für populistisch und Polizisten sich nach massiven Dienstvergehen immer noch für gute Polizisten halten. Und dass im Fall Letzterer anschließend der Dienstherr und die politisch Verantwortlichen die „Hand darüber halten“ und vertuscht wird, dass die Uniformnähte krachen, wissen wir auch nicht erst seit eben (siehe https://kenfm.de/moerder-in-uniform-wie-der-staat-polizisten-deckt/).
    Verfolgen Sie doch einfach mal diesen Fall: http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/politik/deutschland/Immer-wieder-Pannen-bei-Justiz-und-Polizei-in-NRW-article3965601.html – Falschaussagen bis zur Ebene des verantwortlichen Ministers. Und vom NSU-Untersuchungsausschuss will ich aus Platzgründen gar nicht erst anfangen!
    Wenn Sie die differenzierte Interpretation der Zahlen der PKS, die ein anderer Kommentator vornimmt, zunächst mal von der Fakten-Ebene zu seiner „Meinung“ umdeuten („all Ihre Argumente“) und dann vollkommen einseitig („sind doch nur in eine Richtung zu werten“) und vor allem unzutreffend als Plädoyer dafür „interpretieren“, überproportional viele junge, männliche Intensivtäter aus den Maghreb-Staaten nach Deutschland rein“ zu holen, dann ist dies zunächst einmal intellektuell unredlich, entspricht aber genau der denunziatorischen Rhetorik der Rechtspopulisten in unserem Land. Und ist das keine rechtspopulistische Parole, wenn Sie fordern: „Über den Zweck einer solchen Einwanderung und den [die!] Folgen für die Gesellschaft sollte man dann doch endlich sachlich diskutieren“? Schon in dem vorgegebenen Thema für die „sachliche Diskussion“ sind falsche Prämiissen enthalten, die eine sachliche Diskussion gar nicht mehr erlauben. Hierzu gehört auch Ihre Anmerkung: „Dass eine schutzsuchende syrische Familie eben komplett anders zu sehen [sei] als der alleinstehende 19-jährige Wirtschaftsflüchtling aus Tunesien“. Denn über den Aufenthaltsstatus jedes Zuwanderers oder die Berechtigung eines Asylantrags muss – idealiter (!) – in einem rechtsstaatlichen Verfahren entschieden werden. Und da ist jeder vor dem Gesetz gleich und nicht schon deshalb ein „männliche Intensivtäter“ und „Wirtschaftsflüchtling“, weil es sich um einen 19-Jährigen aus Tunesien handelt.
    __________

    Bevor ich es vergesse:
    Ich gehe davon aus, dass Sie bei den erwähnten Fuldaer Geschehnissen kein Augenzeuge sind. Oder waren Sie (Tat-)Beteilgter?
    Sie wissen also nicht mehr als jeder andere. Trotzdem bezeichnen Sie Zweifel an der Verhältnismäßigkeit des Fuldaer Polizeieinsatzes als „polizei-feindliche, erfundene Aussagen“ und stellen in Frage, ob deren Äußerung überhaupt „von der Meinungsfreiheit gedeckt“ sei.
    „Der Täter war eben nicht nur nicht kampfunfähig, sondern hat weitergekämpft.“ Können Sie nicht wissen, haben Sie aber gelesen. Weil Lesen bildet. Wo gelesen? Weiß man nicht. Aber erstmal die rechtspopulistische Parole raushauen: Jede Kritik an dem Polizeieinsatz ist erfunden, polizeifeindlich und vermutlich nicht durch Art. 5 GG gedeckt.
    Mann, Mann, Mann. Vielleicht möchten Sie einmal das Spannungsfeld zwischen behördlichem Ermessensspielraum und Übermaßverbot (siehe Verhältnismäßigkeit) in den Blick nehmen. Der Gesetzgeber hat einerseits die Handlungsfähigkeit von Behörden erweitert, indem er einen Ermessensspielraum zubilligt. Doch geht dies eben zu Lasten der Rechtssicherheit für den Bürger, weshalb das behördliche Handeln einer Nachprüfung unterliegt (http://www.juraindividuell.de/artikel/ermessen-und-ermessensfehlerlehre/). So ist es üblich, dass Todesfälle bei Polizeieinsätzen durch die Justizbehörden und das Hessische Landeskriminalamt als neutrale Ermittlungsbehörde in einem rechtstaatlichen Verfahren untersucht werden und der Innenminister im Landtag dazu Stellung nimmt.
    Frage: Wo bleibt der Untersuchungsbericht des Landeskriminalamts? Und wo ist denn nun die abschließende Stellungnahme des Innenministers? Die Presseberichte von damals (z.B. https://www.focus.de/politik/deutschland/randalierte-vor-baeckerei-19-jaehriger-in-fulda-erschossen-junge-afghanische-community-sehr-wuetend_id_8782451.html) wecken nicht nur erhebliche Zweifel an der Verhältnismäßigkeit der tödlichen Schüsse. Gesicherte Fakten sind:
    – Die Umstände des Vorfalls sind in höchstem Maße verdächtig;
    – Die Aussagen der behördlichen Stellen, Politiker usw. lassen jede Neutralität und Objektivität vermissen und stellen eine Vor-Entlastung des Beamten dar, der fast sein gesamtes Magazin auf einen offensichtlich flüchtenden Täter abfeuerte;
    – Die „schweren Verletzungen“ des Bäckereimitarbeiters und der Polizisten wurden offensichtlicvh maßlos übertrieben, um die Todesschüsse nachträglich zu rechtfertigen;
    – Mit den Untersuchungen lässt man sich bis heute (wie immer, wenn man Dreck am Stecken hat!) reichlich Zeit und setzt so auf die Vergesslichkeit der Öffentlichkeit.
    Wie würde die öffentliche Diskussion wohl verlaufen, wenn sich bei der Festnahme eines betrügerischen Bankers oder korrupten Politikers mal so ca. zwölf Schüsse „gelöst“ hätten?

  5. Du liest nicht Zahlen und bildest dir dann Rückschlüsse und Zusammenhänge – du machst das genaue Gegenteil.

    Egal welches Argument und welche Zahl man dir präsentiert, du versuchst sie dann anschließend in dein fertiges Weltbild einzubauen. Daher scheinst du auch ein Riesenproblem damit zu haben, wenn jemand nicht deiner Meinung ist und spielst dann gleich mit Beleidigungen und dem Vorwurf von Populismus. Das ist arm.

  6. @doch kein kreatives Pseudonym: Ich kann in meinen Aussagen weder Parolen noch Populismus erkennen. Eine ernsthafte Diskussion scheint Ihnen daher vermutlich zu anstrengend. Genauso wie Sie den Sachverhalt zum Vorfall in Fulda scheinbar nicht kennen. Erschreckend, dass dermaßen polizei-feindliche, erfundene Aussagen von der Meinungsfreiheit gedeckt sind (vermutlich, sicher wäre ich mir nicht mal). Der Täter war eben nicht nur nicht kampfunfähig, sondern hat weitergekämpft. Der Schuss fiel nicht beim Entfernen. Lesen bildet.

  7. @ PKS-Experte
    Wenn es Ihnen offensichtlich solche Mühe macht, die PKS zu „verstehen“, sollten Sie sich vielleicht ein anderes Interessengebiet suchen. Denn obwohl Sie ihre gesamte verfügbare Zeit den PKS-Recherchen widmen, haben Sie am Ende gar nichts verstanden. Die nackten Zahlenwerte ohne Hintergründe und notwendige Bezugsgrößen stellen nur einen Teil der Wahrheit dar. Um diese zu verstehen, müssen sie in Relation gesetzt und vernünftig eingeordnet werden.
    Was ich zur Differenzierung dieser nackten Zahlen anfüge, sind gar keine „Argumente für den Zuzug männlicher Intensivtäter aus den Maghreb-Staaten, als die sie diese unzutreffenderweise denunzieren, sondern zusätzliche nackte Zahlen oder Fakten, die eben diese Einordnung ermöglichen und unabdingbar sind für das Verständnis, einfach des vollständigen Bildes wegen, das sich dann allerdings nicht mehr für die Ableitung populistischer Parolen eignet.
    Und genau das wäre schon mein erster Beitrag zu der sachlichen Diskussion, die Sie fordern.
    Übrigens: Ich bin ein absoluter Gegner „offener Grenzen“ und vertrete grundsätzlich die Meinung, dass sich Staat und Gesellschaft nicht mehr Aufgaben aufbürden dürfen, als sie unter Wahrung der Grundrechte des Menschen auch bewältigen können. Was wir leider feststellen müssen, ist eine vermeidbare (Selbst-)Überforderung der Gesellschaft und der staatlichen Institutionen, die anschließend schön geredet werden. So darf es nicht sein.
    Aber was ist in diesem Land denn (noch) so, wie es sein müsste? Und wie sollen wir auf diese Mängel reagieren? Mit Aggressionen gegen die schwächsten Glieder in der Kette? Mit weniger Rechtsstaat? Mit weniger Menschlichkeit?
    P.S.:
    Erschreckend finde ich Ihre Replik auf „Dünnes Eis“. Der Flüchtling HATTE (!!!) mehrere Personen verletzt, war aber durch zwei Treffer in den Oberschenkel bereits kampfunfähig, besaß keine Waffe, mit der er auf Distanz jemanden bedrohen oder schädigen konnte, und wurde dann – obwohl er sich von seinen Verfolgern entfernte – trotzdem erschossen? Wissen Sie überhaupt, was Sie da sagen? Offensichtlich wurde hier an dem Mann in Selbstjustiz ein „Todesurteil“ vollstreckt, aufgrund der zuvor anderen beigebrachten Verletzungen, die aber zu dieser „Exekution“ in keinem auch nur im Entferntesten vertretbaren Verhältnis standen. Grundgütiger Himmel! Genau dahin bringen uns die „Zahlenfresser“, die sich Zusammenhänge nicht erschließen können.

  8. @ Den User, der sich nicht mal die Mühe macht, ein kreatives Pseudonym zu wählen:

    Ihre Anmerkungen sind in weiten Teilen richtig, das stimmt. Dies streite ich weder ab noch bin ich auf die Ursachen einer solchen PKS eingegangen. Ich studiere täglich so viele Stunden die PKS, da kann ich unmöglich so lange Kommentare verfassen wie Sie. Ich sehe nicht ein Argument in Ihrem Beitrag, was mich entlarvt, kein Experte zu sein. Viel mehr sind all Ihre Argumente doch nur in eine Richtung zu werten: Wir „holen“ uns überproportional viele junge, männliche Intensivtäter aus den Maghreb-Staaten nach Deutschland rein. Über den Zweck einer solchen Einwanderung und den Folgen für die Gesellschaft sollte man dann doch endlich sachlich diskutieren, oder? Dass eine schutzsuchende syrische Familie eben komplett anders zu sehen ist, als der alleinstehende 19-jährige Wirtschaftsflüchtling aus Tunesien.

    Und ja wir sind uns völlig einig: Für diese offene und differenzierte Diskussion steht die AfD genauso wenig wie die Linken.

    @ Dünnes Eis: Lesen sie mal den offiziellen Bericht der polizeilichen Ermittlung zu dem Vorfall kn Fulda. Die Umstände sind absolut geklärt, aber leider fallen Sie scheinbar auf den Shitstorm der ersten Tage rein. Der Flüchtling hatte bereits mehrere Menschen inkl. Polizisten schwerst verletzt, auf satte 9 Warnschüsse und 2 Oberschenkel-Treffer nicht „reagiert“, bevor der tödliche Schuss folgte.

  9. >> Es ist völlig richtig, dass diese Delikte aufgrund des abnehmenden Flüchtlingsstroms massiv zurückgegangen sind. Leider sieht das bei den Kapitalverbrechen anders aus, hier ist die Zahl deutlich angestiegen gegenüber 2014. <<
    Allerdings ist dies eben auch nur die halbe Wahrheit. Als Kenner der Kriminal-statistik sollte man auch erwähnen, dass der zahlenmäßigen Erfassung gewisse Verzerrungen zu Grunde liegen:
    1. Altersstruktur
    Asylsuchende – schon die Bezeichnung ist nicht korrekt, weil hierunter auch alle anderen Migranten inkl. eingesickerter IS-Terroristen erfasst werden – sind im Mittel 29,4 Jahre alt (15 Jahre jünger als der Bevölkerungsdurchschnitt). Unabhängig von ihrer Herkunft verüben Jugendliche und Erwachsene zwischen 15 und 40 Jahren in Deutschland zweieinhalb Mal so häufig Gewalttaten wie andere Altersgruppen. Anders ausgedrückt: Sie machen rund 30 Prozent der Bevölkerung aus, sind aber für 75 Prozent der Gewalttaten verantwortlich.
    2. Hohe Zahl von Mehrfachtätern
    Die Zahl der "Fälle" müsste um die Zahl der Mehrfachtäter aus Zuwanderungsländern bereinigt werden. Während Täter aus dem Inland häufig mit nur einem Kapitalverbrechen in Erscheinung treten, fällt – vor allem bei Flüchtlingen aus den Maghreb-Staaten Marokko, Tunesien und Algerien – die hohe Zahl der Mehrfachtäter auf. Jeder dritte Verdächtige wurde für mehrere Straftaten verantwortlich gemacht. Im Endergebnis wäre die Zahl der Täter von daher erheblich geringer als in der Statistik angegeben.
    3. Genderfaktor
    In sechs von sieben Fällen von Gewaltkriminalität sind Männer tatverdächtig. Während in der deutschen Bevölkerung Frauen überwiegen und der kulturelle Hintergrund (Verhältnis zur Gewalt) geschlechtsübergreifend ein ganz anderer ist, während der Männeranteil der Zuwanderer bei zwei Dritteln liegt und in den Herkunftsländern Gewalt zum Alltag gehört, trägt auch das natürlich zu einem höheren Gewalttäteranteil unter ihnen bei.
    4. Differenzierung nach dem Grund der Zuwanderung
    Asyl- und Schutzberechtigte im engeren Sinne machen insgesamt nur 0,5 Prozent aller Tatverdächtigen aus. Sie sind damit weitaus gesetzestreuer als Deutsche.
    Insgesamt ist die Zahl der tatverdächtigen Flüchtlinge im vorigen Jahr im Vergleich zu 2016 gesunken.
    5. Differenzierung der Straftäter nach Herkunftsländern
    Asyl- und Schutzberechtigte aus Syrien, dem Irak und Afghanistan stellen die meisten Flüchtlinge, begehen statistisch aber seltener Straftaten als z.B. Asylsuchende aus den Maghreb-Staaten und Georgien.
    6. Faktor Anerkennungsstatus
    Sind Flüchtlinge erst einmal als solche anerkannt, geht die Kriminalitätsrate unter ihnen deutlich zurück.
    Das bitte im Hinterkopf behalten und nach Möglichkeit die neuesten Statistiken anführen! Von einem "Experten" sollte man das erwarten können.

  10. @ Geli
    Also „absolut unterirdisch“ und „reine Provokation“ erscheint mir als Kritik zu hart, wenn ich auch dem Kommentar zustimme, dass es besserer Vorbereitung eines solchen Interviews bedurft hätte, um bei Fragen wie bei Antworten ein höheres Niveau zu erreichen.
    Man sollte nicht verkennen, dass sämtliche Interviews der Reihe so angelegt waren, den Kandidaten z.B. durch den „symbolischen Ort“, an den er geführt wurde, ein wenig herauszufordern oder zu „provozieren“, wie Sie schreiben. Nur ist das vielleicht unterschiedlich gut gelungen. Was sagt wohl der Lehrer Mario Döweling, wenn er vor einer Schule steht? Oder Swen Bastian, dessen Haupt-Wahlkampfthema ersichtlich die Abschaffung der Straßenbeiträge war, an einer „streitbefangenen“ Straße?
    Im Fall von Herrn Rühl habe ich den Eindruck, dass sich der Kandidat nur schwer aus der Reserve locken lässt; einerseits weil er ohnehin ein eher „schwergängiges“ Temperament besitzt, andererseits weil er sehr darauf achtet, dass er nichts falsches sagt. Um einen AfD-Vertreter aus der Reserve zu locken, der vermutlich unter seinen „Kameraden“ anders spricht als in der Öffentlichkeit, hätte es neben besserer Vorbereitung zu den das AfD-Programm betreffenden Kernthesen einer Zuspitzung der Fragen bedurft, durch die der Interviewpartner allerdings schnell „vorgeführt“ wird. Siehe Lutz van der Horst (https://www.youtube.com/watch?v=iQtdgN4BDjE) in der Heute Show. Aber der macht ja auch Satire. Für den nicht satirisch arbeitenden Journalisten ist das ganz dünnes Eis, denn es gibt – gerade im Wahlkampf – auch ein Fairnessgebot, das jedem Bewerber gleiche Chancen einräumt. Wenn Frau Stock hätte provozieren wollen, wäre sie mit Herrn Rühl nach Kloster Arnsburg gefahren, wo man SS-Leute und ihre Opfer gemeinsam in einer Gedenkstätte begraben hat. Oder vor die Bäckerei nach Fulda, wo der Bewohner eines Asylbewerberheims auf ungeklärte Weise durch Schüsse aus einer Polizeiwaffe zu Tode gekommen ist. Oder sie hätte nachbohren können, was es bedeutet, muslimische Gebetsräume nur „in Maßen“ zuzulassen.

  11. Wer die PKS mal selbst analysiert, der findet schnell heraus:

    Der überwiegende Teil der Straftaten von Menschen mit Migrationshintergrund waren Aufenthaltsdelikte. Hierdurch waren Aachen und Passau in den Jahren 2014-2016 mit die „kriminellsten“ Gegenden.

    Es ist völlig richtig, dass diese Delikte aufgrund des abnehmenden Flüchtlingsstroms massiv zurückgegangen sind. Leider sieht das bei den Kapitalverbrechen anders aus, hier ist die Zahl deutlich angestiegen gegenüber 2014.

  12. Ich finde das Interview von Seiten der Journalistin absolut unterirdisch. Reine Provokation, mehr nicht!
    Mich hätte interessiert was Herr Rühl zu anderen Themen wie Bildung, EE usw. zu sagen hätte.

  13. Dieses Interview ist wirklich ohne jedes Niveau – undzwar von Seiten der Fragenden wie auch des Kandidaten.

    Wenn man „diese Statistik“ zitiert, sollte man doch mal bitte wissen, wie sie heißt. Das ist journalistische Allgemeinbildung.

    Und zu den Antworten von Herrn Rühl muss man auch nicht viel sagen – alleine, dass er den Elfmeter der PKS liegen lässt. Denn diese zeigt insbesondere bei schweren Gewaltdelikten einen massiven Anstieg bei Menschen mit Migrationshintergrund.

  14. Und wenn ich das nächste Mal mit dem Kopf schütteln muss, nehme ich sogar meinen eigenen. Ja schade, Steffen Rühl. 21 Jahre CDU und dann das. Stand die CDU im Jahr 2014 wirklich so weit links wie die AfD jetzt zu weit rechts steht? Wer wissen will, wie Herr Rühl sich positioniert, wäre vielleicht bei Abgeordneten-Watch (https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/steffen-ruehl) besser bedient.
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    P.S.: Ja, man muss als vernünftiger Mensch nicht alles ablehnen, was die AfD vertritt, und nicht alles glauben, was die Regierungs- oder die Oppositionsparteien zu den Themen Rechtsstaat, Menschenrechte, Asyl usw. zum Allerbesten geben.
    Ich wundere mich allerdings doch sehr über die Selbstgerechtigkeit, mit der aktuell der Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi behandelt wird (https://www.merkur.de/politik/mord-an-journalist-jamal-khashoggi-kam-befehl-per-skype-erdogan-kuendigt-details-an-news-ticker-zr-10345943.html). Natürlich hat ein ersichtlich von der Staatsspitze inszeniertes Mordkomplott nochmal eine eigene „Qualität“. Aber wer in einer deutschen Arrestzelle verbrennt, ist genauso tot und genau so elend umgekommen. Und dann schauen wir uns doch einmal an, wie „transparent“ die Aufklärung solcher Fälle (ja, es gab nicht nur einen!) in der Öffentlichkeit vonstatten geht. Da kann Heiko Maas (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/heiko-maas-deutsche-aussenpolitik-und-saudi-arabien-kolumne-a-1234467.html) noch so sehr den stahlharten Blick für die Kamera proben und seinen Geschäftsbereich für Doppelmoralinsäure wegen mir von der Maas bis an die Murmel ausdehnen: Schland bleibt ein Land wie jedes andere, wo eben leider auch genauso viel verkehrt läuft wie anderswo auf der Welt.

  15. Ich kann mir nicht helfen: Ein Polizist bei der AfD ist für mich wie ein Pyromane bei der Feuerwehr. Habe ich jetzt etwa diese ganz, ganz schlimmen Vorurteile?
    Egal, denn Steffen Rühl (Interviewerin im Video: „Sie sind ja auch Polizist…“) ist in Wahrheit gar kein Polizist, sondern ein Verwaltungsangestellter bei der Polizei. Das ist ein großer Unterschied. Den Steffen Rühl aber nicht mal korrigiert. Erinnert etwas an „Lassen Sie mich durch, ich bin Heilpraktiker!“ Vielleicht wäre er ja gern Polizist geworden.
    Aber glänzt er dann wenigstens als Experte für Kriminalitäts-Statistik? Immerhin fordert die AfD unter Hinweis auf steigende Migrantenzahlen vehement mehr Stellen bei den Freunden und Helfern. Aber man wird enttäuscht, denn auf das Argument, dass es keinen Anstieg der Kriminalität durch die Zunahme der Migration gebe [was im Fall schwerer Gewaltkriminalität leider nicht mal zutrifft*)], hat er nur eine Gegenfrage parat: „Wie kommt es zu Vergewaltigungen, Morden aus diesem Bereich?“ Und dann nennt er ganze zwei Beispiele: Mia aus Kandel und Susanna in Mainz. Susanna war übrigens Jüdin. Weiß das Herr Rühl?
    Gerade die beiden hier genannten Mordfälle und deren Umstände wären für mich, der ich mit der AfD gar nichts am Hut habe, Anlass genug, sich über massives Staatsversagen in Deutschland aufzuregen (Stichworte: Altersbestimmung von Migranten und lustiger Großfamilientourismus der Asylbewerber in ihre Herkunftsländer, in denen sie doch angeblich verfolgt werden!!!) Hier hätte ich Herrn Rühl gern mal aus vollem Herzen zugestimmt. Nur sagt er dazu halt nichts.
    Thema: Mehr Schutz der Polizei gegen Angriffe von Bürgern – voll d’accord. Aber dadurch, dass Beamte keine Namensschilder an der Uniform tragen müssen? Schützt das nicht nur die schwarzen Schafe unter den Beamten, die einem flüchtenden Migranten gern mal zwölf Warnschüsse hinterher schicken, von denen dann drei tödlich sind? Oder denen ein zu Unrecht eingebuchteter Flüchtling aus Versehen in der Zelle verbrennt – trotz Alarm über die Gegensprechanlage? Also erlauben Sie mal!
    Thema Schwangerschaftsabbrüche: Da ist der Herr Rühl nun wirklich gar kein Freund von. Und im Fall von Vergewaltigungen durch „jugendliche“ Abduls oder Alis, die das Opfer ausnahmsweise mal überlebt? Da hakt die nette Tante Nettiquette mit dem Micro leider nicht knallhart nach. Die Antwort wäre interessant gewesen.
    Doch nun zum Höhepunkt des Interviews, dem „symbolischen Ort“. Bingo, Ingo! Es ist die Moschee in Alsfeld. Nee is die schee. Und es sei sogar eine Gruppe „Muslime in der AfD“ in Gründung, berichtet Steffen Rühl. Klingt wie „Schwarze in der Waffen-SS“. Oder „Kälber in der Metzgerinnung“. Geschmackssache. Und natürlich brauchen Muslime auch ihre Gebetsräume, meint der AfD-Kreisvorsitzende, „aber in Maßen“. Was soll denn das jetzt heißen? Wann ist denn ein Übermaß erreicht? Sowas nennt man wohl „repressive Toleranz“. Und die lebt Herr Rühl mit Kind und Kegel. Sogar mit den muslimischen Klassenkameraden aus der Homberger Gesamtschule spricht er heute noch. Muezingesänge versus Kirchenglocken? Da bricht die Heiterkeit hervor! Im christlich-jüdischen Abendland die Kirchenglocken abschalten? Hahaha. So eine Idee. Gut, beim Muezin ist das was anderes, so schräg wie der meistenws singt. Kompromiss: Die Juden verzichten aufs Glockenläuten (hahaha) und der Muezin singt sich dafür leise ins Fäustchen.
    Zum Schluss redet man noch mal so richtig aneinander vorbei. Tante Nettiquette spricht von Flüchtlingen. Kandidat Rühl von Asylbewerbern. Zum Schluuß konfus.
    Aber ganz am Ende wird doch noch alles gut: Deutscher wird man mit Erlangung der deutschen Staatsbürgerschaft. Weiß Steffen Rühl. Und recht hat er.
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    *) https://www.zeit.de/news/2018-06/08/fluechtlinge-und-kriminalitaet-180608-99-636763

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