Dr. Jens Mischak. Foto: Vogelsbergkreis

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Erstmals legt die Kreisverwaltung einen Bericht zur Kindergesundheit vor – Lob für Arbeit der KinderärzteDie Kreisverwaltung hat die Kindergesundheit im Blick

VOGELSBERGKREIS (ol). Die Förderung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist von weitreichender Bedeutung. Das sieht auch Gesundheitsdezernent Dr. Jens Mischak so, und hebt die Bedeutung der Kindergesundheit vor. Daher hat die Kreisverwaltung jetzt erstmals einen Gesundheitsbericht für diesen Bereich erstellt.

Dr. Jens Mischak betont laut Pressemitteilung des Vogelsbergkreis, dass die Förderung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen eine vorrangige Aufgabe von weitreichender Bedeutung sei. „Gesundheit bildet die Basis für das körperliche, seelische und geistige Wohlbefinden, für Bildungs- und Berufschancen und damit für den gesamten Lebensweg der Heranwachsenden“, unterstreicht der Erste Kreisbeigeordnete des Vogelsbergkreises in einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung.

Bereits im Kindes- und Jugendalter werde die Grundlage für gesundheitsbewusste Verhaltensweisen gelegt. Gesunde Ernährung, Bewegung und eine starke Seele seien gerade bei Kindern die Schlüssel zu einem guten Gesundheitszustand. Gesundheitsstörungen in diesen Lebensjahren könnten dagegen zu Risikofaktoren für schwerwiegende Erkrankungen im Erwachsenenalter werden. Zu den Aufgaben des öffentlichen Gesundheitsdienstes gehöre auch die Gesundheitsberichterstattung, welche die gesundheitliche Lage der Bevölkerung beschreibt, Problemlagen analysiert und Handlungsbedarfe für die Gesundheitsversorgung, Gesundheitsförderung und Prävention aufzeige. Sie biete damit eine rationale Grundlage für gesundheitspolitische Entscheidungen.

Für den Bericht zur Kindergesundheit wurden die Daten der Schuleingangsuntersuchungen aus den Jahren 2014 bis 2016 ausgewertet, die flächendeckend jedes Jahr bei allen fünf- bis sechsjährigen Kindern durchgeführt werden. Der Bericht gibt einen Überblick über die Arbeit des Kinder- und jugendärztlichen Dienstes des Gesundheitsamtes und zeigt auch Problemfelder auf, die einer gezielten Verbesserung bedürfen. Der überwiegende Anteil der Kinder im Vogelsbergkreis weist bei der Schuleingangsuntersuchung eine gesunde und altersentsprechende Entwicklung auf.

Lob für die Kinderärzte im Vogelsbergkreis

Dr. Mischak lobt die Arbeit der Kinderärzte im Vogelsbergkreis: „Die überdurchschnittlich hohe Teilnahme an den Kindervorsorgeuntersuchungen im Vergleich zum hessischen Durchschnitt und die guten Impfraten zeigen, dass die Mädchen und Jungen von den fünf Kinderarztpraxen im Vogelsbergkreis sehr gut betreut werden.“ Es gebe aber immer wieder auch Kinder mit abklärungsbedürftigen Befunden, die sich noch nicht in einer Behandlung befinden. Besonderer Handlungsbedarf besteht im Vogelsbergkreis bei der Vorbeugung von Übergewicht und Adipositas, wovon etwa zehn Prozent der Kinder eines Jahrgangs betroffen sind. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich der Feinmotorik, wo vor allem bei den Jungen auffällige Ergebnisse festgestellt wurden.


Gesundheitsdezernent Dr. Mischak hofft, dass der erste Kindergesundheitsbericht des Vogelsbergkreises von interessierten Bürgern, Fachleuten, Pädagogen und politisch Verantwortlichen gelesen wird und Anstöße zu Diskussionen gibt, damit gemeinsam die richtigen Wege eingeschlagen werden können, um die Gesundheit der Kinder im Vogelsbergkreis – dort wo nötig – zu fördern. Er dankt allen, die an der Entstehung des Berichtes und der Erhebung der Daten mitgewirkt haben. Der Kindergesundheitsbericht wurde in einer Auflage von 250 Stück gedruckt und liegt unter anderem in Hausarzt- und Kinderarzt-Praxen aus. Ferner wurden die Kindertagesstätten und die Grundschulen sowie die Stadt- und Gemeindeverwaltungen beliefert.

Ein Gedanke zu “Die Kreisverwaltung hat die Kindergesundheit im Blick

  1. Von Seiten der Politik ist es wünschenswert wenn etwas bessere Rahmenbedingngungen geschaffen würden, um Kinder bei sportlicher Aktivität zu fördern. Die erneute halbjährliche Schließung der Sporthalle in Alsfeld ohne ausreichende Alternativen für Schul- und Hallensport ist inakzeptabel.Bessere Bedingungen für Radler müssen dringend her. Warum werden die Straßen vor Schulen nicht mehr verkehrsfrei gehalten, damit die Schüler zu Fuß oder per Rad gut ankommen?

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