Alsfelds Alicestraße - hier wurde eine Messung durchgeführt. Foto: aep/archiv

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Verkehrsclub VCD diskutiert aktuelle MobilitätsthemenRadverkehr und dicke Luft in Alsfeld

VOGELSBERG (ol). Die mitinitiierten Messungen zur Luftbelastung in Alsfeld und der Radverkehr in der Region standen im Mittelpunkt der Jahresversammlung des Kreisverbands des Verkehrsclubs Deutschland (VCD).

In der Pressemitteilung des Verkehrsclubs heißt es, nachdem die Messröhrchen in der Alicestraße in Alsfeld abgenommen sind, warten alle Initiatoren der Messinitiative auf die Untersuchungsergebnisse. Sie werden für Mitte März erwartet. Bis dahin wolle man überlegen, wie man möglichst große Aufmerksamkeit für die Belastungssituation herstellen könne und mit welchen Forderungen für eine Verkehrspolitik, die der Gesundheit der Menschen einen deutlich höheren Stellenwert einräume, sie in die lokale Öffentlichkeit gehen werden.

„In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg hat die Messaktion auch in kleineren Städten Stickoxidbelastungen der Luft festgestellt, die deutlich über dem Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft lagen. Es ist also keineswegs nur ein Problem der Großstädte“, erklärte Gerhard Kaminski. Voraussichtlich werde sich auch für und in Alsfeld der Handlungsdruck für eine andere, menschen- und umweltfreundliche Verkehrsplanung und -politik erhöhen.


Großer Stellenwert: Die Förderung des Radfahrens

Einen großen Stellenwert habe für den Verkehrsclub dabei eine deutlich stärkere Förderung des Radfahrens. Das gelte für den Vogelsbergkreis wie auch für den Wetteraukreis, in dem zurzeit die Fortschreibung des Radwegplans von der Kreisverwaltung betrieben werde. „Wir werden mit einer eigenen Stellungnahme Verbesserungsvorschläge machen. Dabei wird es um mehr und bessere Radwege, aber auch attraktivere Fahrradabstellanlagen, vor allem auch an den Bahnhöfen, gehen“, erläuterte Christoph Winterberg.

Außerdem wolle der VCD-Kreisverband sich dafür einsetzen, dass es eine stärkere Orientierung der Radverkehrsplanung an den Anforderungen von Elektrofahrrädern gebe: „Radfahren mit dem E-Bike ist deutlich schneller und dynamischer als mit dem herkömmlichen Rad, dem muss die Verkehrsplanung mehr Rechnung tragen, beispielweise durch Radschnellwege, wie ein erstes Projekt im Ruhrgebiet zeigt. Auch im Randbereich des Ballungsraums Rhein-Main gewinnt das zunehmend für Berufspendler an Bedeutung“, sagte Winterberg.

Über ihre Vorstellungen zu einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Mobilität wollen die VCD-Aktiven auch 2018 wieder am 1. Mai auf dem Hoherodskopf werben. Sie beteiligen sich mit einem Infostand am „Vulkanfest“, das dort zum Start des „Vulkanexpress“, dem saisonalen Busangebots der Verkehrsgesellschaft Oberhessen (VGO), stattfindet. Die Fahrradmitnahme ist dabei Standard des Angebots, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut.

15 Gedanken zu “Radverkehr und dicke Luft in Alsfeld

  1. Danke Julius, habe selten so gelacht wie über deine Kommentare hier. Hast dir bestimmt auch schon eine Elektroeisenbahn zu Weihnachten gewünscht.

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  2. Es würde bestimmt jeden interessieren auf wessen Alsfelder Mist das (Messungen zur Luftbelastung) basiert?? Lieber Alsfelder Bürgermeister, auch wenn vielleicht gesetzliche Vorgaben im Raume standen,man muss nicht jede Stellenbesetzung mitmachen. Das Geld für diese Verschwendung müssen die Alsfelder Bürger bezahlen. PS:Ist denn der Herr D Beamter?

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  3. Das geheule der Dieselfahrer hier ist nicht zu überlesen, es ist vorbei mit „Geiz ist Geil“, ihr habt euch verzockt und alles verloren :)))
    Kauft euch ein Erdgas/Elektro Auto !!

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  4. Manche Aussagen hier sind ja einfach nur noch peinlich. Wer von A5 und sogar der Einflugschneise Frankfurt als Verschmutzungsfaktor für Alsfeld spricht, der hat vermutlich nicht mal ein Physikbuch auch nur mit dem Fernglas gesehen.

    Auf der A5 fahren die Dieselfahrzeuge so weit weg von Alsfeld und mit so viel offenem, für den Wind anfälligem Gelände, da ist sicher keine erhöhte Konzentration auch nur im messbaren Bereich für Alsfeld möglich. Man bedenke, selbst die akuten Problemlagen in Frankfurt verhalten sich nur einen Straßenzug oder eine Parallelstraße weiter komplett anders und sind dauerhaft unter dem Grenzwert.

    Mit den Flugzeugen ist es natürlich noch einfacher – klar verpesten die die Umwelt enorm, aber in einer komplett anderen Zone der Atmosphäre. Die Auswirkungen des Flugzeugs oberhalb von Alsfeld sind für Wien und Alsfeld etwa mit gleicher Verteilung verschmutzend. Also bitte bitte, nur weil man im Internet immer und kostenlos schreiben darf, hat man halt doch nicht von allem Ahnung.

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  5. Ihr macht euch lächerlich mit euren 100.000 – „Gefühlt-Zahlen“: Auf der Autobahn fahren durchschnittlich 10.500 LKWs pro Tag AN ALSFELD VORBEI. Wer jetzt noch von der Einflugsschneise von Frankfurt spricht, sollte in die reine Luft der Regenwälder des Amazonas ziehen. Und da stirbt man höchstwahrscheinlich durch die Fremdeinwirkung von Insekten oder ähnlichem. Vielleicht doch lieber lebenslange Quarantäne, um auf Nummer sicher zu gehen. Aber darum geht es hier glaub ich nicht. Wohl eher darum, immer was zum meckern zu haben. Stellt euch nicht so an und wenn doch dann müsst ihr wegziehen, dahin wo dieser miese Staat noch keine doofen geteerten Wege und Bundesstraßen gebaut hat…

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  6. Einige Erklärungen zum Thema Stickoxid, z.B. wie soll gemessen werden, welche Werte wurden wie festgelegt, welche Werte erzeugen Reizungen, wie entsteht natürliches Stickoxid sind hier bei OL nicht erwünscht und werden gelöscht.
    Geldquelle der DUH / Resch, eine Automarke steht dahinter und mit welchem Ziel. Alles im Netz nachvollziehbar, lest nach, hier darf die Wahrheit nicht geschrieben werden.
    Die Dieselsau muss, egal wie, durch das Dorf getrieben werden, das ist nun mal so beschlossen und verkündet worden.

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  7. Welche Erkenntnis… Und das Alles bemerkt man erst jetzt? Wer sind denn letztlich die Nutzer von Fahrädern? Mit einem erweiterten Ausbau von Fahrradwegen, dessen Kosten der kleine Michel wieder tragen darf, spricht man gerade in Alsfeld, nur eine Randgruppe an. Sind es die Gemeinde Vorstände beispielsweise, die Sie sich als potentielle Radfahrer zu dem Thema vorstellen? Ich nicht!
    Es ist nicht so, dass ich das Ansinnen grundsätzlich schlecht fände, ich finde nur, dass das Problem damit alleine, nicht annähernd beim Schopfe gepackt wird.

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  8. Was für ein Blödsinn von manch einem Schreiber. Das Politikum hilft der Autoindustrie neue Autos auf den Markt zu bringen. Gerade VW soll mit ihren Mrd. Verlusten wegen dem Dieselskandal geholfen werden. Es scheint gerade so, als sei es eine Wiedergutmachung der Politikgegeüber der Autoindustrie. Mal abgesehen davon, inhalieren Raucher wesentlich mehr Gifte als sie von den Dieselfahrzeugen einatmen. Der Reifenabrieb bei den PKW´s und LKW´s ist westentlich belastender als das Endprodukt von Dieselfagzeugen. Eventuell fahren wir demnächtst auf Holzrädern.Wäre auch eine Idee. Und zu guter Letzt ist es für die Grünen Heinis ein gefundes Fressen und stellen Urinalbecher an den Straßenrändern auf. Wenn wir alle von heute auf morgen Elektroautos fahren würden, dann würde die Stromversorung zusammenbrechen.
    Wenn ich schon sehe, dass die grasfressen Grünen auf dem Alsfeld Marktplatz stehen und mit einer Gitarre “ Atomkraft Nein“ trillern. Da geht mir die Galle hoch. Das sind die Ersten die maulen, wenn die Strompreise anziehen und die Bäume am Ludwigsplatz wegen einem Schwertransport gefällt werden müssen. Ich kann nur sagen Pappnasen.

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  9. 3x Land/Bundes Straßen 2x Autobahn/Anschlüsse 1x Flugschneisse nach Frankfurt, Alsfeld wird von allen seiten verpestet, hier wird keiner „ALT“
    Durch die Innenstadt fahren am Tag gefühlt 100.000 Auto/LKWs.

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  10. Wer von den politischen Stickoxidopfer des Straßenverkehrs, Raucht, hat daheim eine Ofenheizung, arbeitet in einem belastenden Beruf,muss ständig die Abgase aus dem Luftverkehr die Emissionen der Landwirtschaft wie z.B. die Giftspritzerei bzw. die Abgase des Fabrikschornsteins aus der Nachbarschaft einatmen? Also die Frage ist berechtigt:Woran erkennt man eigentlich ein Stickoxidopfer des Straßenverkehrs? Keiner von den die meinen Deutschland vor dem Erstickungstod zu retten würde sich z.B. mit der Luftfahrt oder wirklich mit der Autoindustrie anlegen. Nein hier werden die Autofahrer,Pendler, Bürger mit kleinem Einkommen die Zeche bezahlen. Die Politiker werden sich hinter den Gerichten verstecken. Der DUH ist es auch egal wer Zahlt??

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  11. „Verkehr ja“ – „Rad nein“ in Alsfeld. Radwege sind fast nirgends zu finden! Traurig, aber wahr.

    @Herr Stehr: Wären Sie so nett uns die EU-Verordnung zu nennen. Danke

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  12. Fahrverbote sind weltweit eine Lösung. In Europa sperren z.B. Oslo, Paris oder Rom bei SMOG Autos mit Verbrennungsmotor aus. Quelle u.a.: Stuttgarter Zeitung vom 16.02.2018

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  13. Zu den 500 größten Städten der Welt gehören auch 4 Deutsche. Berlin, Hamburg Köln, München
    Kann man mir mal jemsnd sagen, warum in den restlichen 496 Städten so kein Affenzirkus wegen Dieselfahrverboten, Feinstaub, Stickoxyden usw. gemacht wird wie bei uns ?? Bitte um Aufklärung !! Und übrigens war die Messstelle in Alsfeld lt. EU Verordnung nicht richtig platziert. Diese schreibt nämlich vor, dass die Messstellen mindestens 25 Meter vom Fahrbahnrand zu platzieren sind!!

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