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Keine Empfehlung der Ausschüsse für einen Standort der neuen Alsfelder KitaWo soll die neue Kindertagesstätte entstehen?

ABSTIMMUNG|ALSFELD (ls). Alsfeld bekommt eine neue Kita. Neu ist diese Nachricht nicht, waren sich die Stadtverordneten schon im letzten Jahr größtenteils über den Neubau einig. Die Empfehlung von den Ausschüssen gab es am Dienstagabend oben drauf. Offen blieb aber immer noch die Frage nach dem Standort. Welchen Standort bevorzugen Sie für eine neue Kita: Feldstraße oder Goethepark? Das möchte Oberhessen-live in einer Abstimmung von Ihnen wissen.

Wenn die Stadtverordneten heute Abend der Empfehlung der drei Ausschüsse von Dienstagabend folgen, dann wird die Stadt Alsfeld eine neue Kita bekommen – und das für eine Millionensumme. Gemeinsam tagten die Mitglieder des Finanz-, Bau- und Sozialausschusses am Dienstagabend und gaben ihre Empfehlung für einen Kita-Neubau ab, einstimmig. Auch über den neuen Standort sollten die Mitglieder der Ausschüsse beraten und eine Beschlussempfehlung abgeben.

Vor- und Nachteile für beide Standorte

Diskutiert wurde dabei über zwei Standorte, wo die sechsgruppige Kindertagesstätte entstehen könne: Der Bau in der Feldstraße im Musikerviertel, der auf rund 3,4 Millionen Euro kommen würde und der Bau im Alsfelder Goethepark, dessen Gesamtkosten sich auf 3,7 Millionen Euro belaufen würden. Diese beiden Standorte hatten sich auf Grundlage der Machbarkeitsstudie hervorgetan. So weise die Feldstraße ein sehr geringe Verkehrsbelastung auf und sei unmittelbar an der freien Natur. Auch besitze das Viertel aktuell noch keine entsprechende Einrichtung und sei besonders für die Bewohner des Musikerviertels fußläufig erreichbar. Gute Erweiterungsmöglichkeiten und besonders in Hinblick auf die regionalplanerische künftige Erweiterung des Stadtgebietes zwischen Reibertenröder Weg und Feldstraße, seien außerdem Vorteile.

In der Feldstraße, am Stadtrand Alsfelds, könnte die neue sechsgruppige Kita entstehen. Dafür plädiert jedenfalls die Stadt Alsfeld in der Beschlussvorlage. Foto: archiv/ls

Der Goethepark hingegen verfügt über eine zentrale Lage. Besonders aus Sicht des Personals der Kita Wichtelland eigne sich die „ökologisch besonders hochwertige Stadtparkfläche“ für eine gute Umsetzung des pädagogischen Betreuungskonzeptes. Allerdings berge der Standort wegen dieser Lage höhere Kosten- und Umsetzungsrisiken und verringere den öffentlichen Grünflächenanteil, der aus Sicht der Stadt schon jetzt sehr gering in Alsfeld sei.

Paule: „Am Donnerstag will ich eine Entscheidung haben“

Während sich die Stadtverwaltung in der Beschlussvorlage für den Standort Feldstraße aussprachen und sich dabei auf die „finanziellen, ökologischen und baulichen Gesichtspunkte“ bezog, konnten sich die Mitglieder der Ausschüsse am Dienstag nicht einigen. Die CDU beantragte keine Beschlussempfehlung auszusprechen und die anderen Fraktionen – abgesehen von der ALA – schlossen sich den Christdemokraten an. Doch auch Bürgermeister Stephan Paule entschlossen: „Am Donnerstag will ich eine Entscheidung haben“, stellte der Rathauschef heraus.

Der Goethepark: Diesen Standort für einen Kita-Neubau präferiert der Elternbeirat der Kita Wichtelland. Foto: ls

Der Goethepark: Diesen Standort für einen Kita-Neubau präferiert der Elternbeirat der Kita Wichtelland. Foto: ls

Und dazu könnte es heute Abend auf der Stadtverordnetenversammlung kommen, denn trotz der fehlenden Beschlussempfehlung des Ausschusses könnten die Parlamentarier an diesem Abend eine Entscheidung über den künftigen Kita-Standort fällen. Bevor allerdings im Stadtparlament abgestimmt wird, will Oberhessen-live Ihre Meinung wissen: Wo soll die neue Kita gebaut werden, was meinen Sie?

Abstimmung: Wo soll die neue Kindertagesstätte entstehen?

Bitte beachten Sie: Sie können nur ein Mal abstimmen, danach werden Ihnen nur noch die Ergebnisse angezeigt. Diese Umfrage ist nicht repräsentativ!

24 Gedanken zu “Wo soll die neue Kindertagesstätte entstehen?

  1. Zu meiner Gundschulzeit wurde uns immer verboten durch den Goethepark zu laufen, da dieser als gefährlich angesehen wurde. Wenn ich da heute noch durch gehe, läuft mir ein Schauer über den Rücken. Es ist definitiv kein schöner Ort dort würde ich mein Kind nicht hinbringen.
    Ich würde den Park als PARK attraktiver gestalten und die Kita in der Feldstrasse bauen für Familien die eben nicht in der Stadtmitte wohnen.

  2. In den Park bauen und Grünfläche vernichten ist ein no go. Wenn der Park und die Natur den Kids erschlossenen werden soll, reißen wir doch die alte Feuerwache weg und errichten dort den Kindergarten mit Überweg in den Park. Würde auch Verkehrschaos im oberen Bereich der Goethestraße verhindern.

  3. @Herr Bert

    Schon mal die Immobilienpreise 50 – 100 km gen Süden und Norden von uns beobachtet?

    Man kann immer alles schlecht reden…

    Erweitern Sie mal ihren zeitlichen Horizont. Im übrigen wird die Kita auch gebaut weil der Bedarf da ist.
    Was schöneres kann es eigentlich gar nicht geben.

    Demographischer Wandel und so…

  4. Bloß so am Rande, der olle Goethe würde sich im Grabe umdrehen wenn er wüsste wie manche Schreiberlinge hier seinen Namen schreiben. Das hat nix mit F* you Göhte zu tun. ;-)

  5. Einwohnerzahlen sind Rückläufig!
    2009= 16900
    2010= 16500
    2011= 16300
    2012=16100
    2013= 15900
    2014= 15800
    2015= 16100 ( Flüchtlinge)
    2016= 16000
    Neues Wohngebiet? Leerstand auf den Dörfern…..

  6. Herr Zukunft. Wer oder was soll den hier noch hinbauen. Kinder ziehen weg. Wir leben im Zeitalter des demographischen Wandels. Das ist eine sehr selbstbewusste Einstellung. Ich zumindest würde auch kein Haus bauen wollen im Musikerviertel. Die Vorteile überwiegen ganz klar für den Göthepark.

  7. Ich kann mich noch gut an die Debatte erinnern als es darum ging, das auf dem Ludwigsplatz Bäume gefällt werden sollen, die schon immer zum Stadtbild von Alsfeld gehören. Genauso wie dieser Park. Nun sollen dort eine der letzten Grümflächen und vermutlich auch ein paar Bäume weichen.

    Zu dem das der Goethepark als Standort zentraler liegt, mag vielleicht irgendwo sein. Guckt man jedoch auf seinem iPhone nach der Entfernung von Goethestraße-Marktplatz und die der Feldstraße-Marktplatz , da es hieß die Kinder seinen oft auf dem Marktplatz, nehmen diese beiden Entferungen sich nicht wirklich viel ( 1,1 zu 1,2 km).

    Zum anderen kann ich dem Kommentar von Frau Jungk nicht ganz zustimmen. ich muss schon sagen die Goethestraße ist eine relativ enge Straße, wenn man dann bedenkt wie viel Verkehr in dieser Straße wäre, wenn dort morgens Kinder gebracht oder Nachmittags geholt werden. Zudem kann man wohl kaum dirket an der Hauptstraße An der Au / Ernst-Arnold-Straße parken. Guckt man sich das in Nähe der Feldstraße an, ist es dort doch nicht so eng um mla kurz zu halten. Zum anderen finde ich die Feldstraße nicht schlecht, da sie gerade etwas auserhalb liegt und man mit den kindern draußen auch mal einfach an den angrenzen Segelflugplatz gehen kann ohne viel Verehr zu haben. Nebenbei ist ein Gewinn für dieses Wohnviertel, inndem viele Famileien oder auch Paare wohnen und dieses vielleicht auch attraktiver macht. Da ja in der Nähe der Goethestraße schon der Kindergarten am Rodenberg liegt. daher könnten die Kitas besser im Stadtgebiet verteilt werden.

    Da auch das Perosnal des Wichtellandes so gelobt wird, denke ich würden sie auch in der Feldstraße eine gute Unsetzung ihres pädagogischen Prinzipes hinbekommen. Man kann dies ja nicht nur auf die zentrale Lage schließen. Das hieße dann andere Kindergarten hätten dies nicht da sie nicht so Zentral sind.

  8. In dem Artikel werden gleich mehrere Gründe für den Bau einer Kita in der Feldstraße, jedoch nur 2 für den Bau im Goethepark. Zusätzlich wird auch noch ein Argument gegen den Standort Goethepark angeführt.

    Ich vermisse ganz klar, dass in keiner Weise der im Musikerviertel schon länger bestehende Bolzplatz angeführt wird, der von Frühjahr bis Herbst von den Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren regelmäßig genutzt wird. Ein neuer Standort für die Kita ist unumgänglich, aber warum auf Kosten unserer heranwachsenden Kinder und Jugendlichen? Es wird auch von der sich unmittelbar in der Nähe befindlichen Natur geschwärmt. Hierbei handelt es sich jedoch fast ausschließlich um konventionell betriebene Landwirtschaft, Ackerbau mit der herkömmlichen Ausbringung von Dünge- und Spritzmitteln. Ich schließe mich meiner Vorrednerin Frau Jungk an und plädiere für die Beibehaltung eines zentralen Standortes in der Innenstadt.

    Was wollen wir für unsere Stadt? Kinder abgeschnitten von der Gesellschaft, am Rande des täglichen Lebens (Feldstraße)? Oder wollen wir unsere Kinder in unsere Mitte integrieren und sie teilhaben lassen an unserem Leben (Goethepark)? Alsfeld ist wahrlich keine Großstadt, wir befinden uns auf dem Land. Unsere Kinder kennen Wiesen und Felder. Dies müssen sie nicht täglich von neuem erfahren. Viel wichtiger ist es, sie mit dem sozialen Umfeld vertraut zu machen. Kinder z. B. an die örtlichen Vereine heranzuführen, was gerade im Hinblick auf die Integration von Neubürgern ein großer Schritt in die richtige Richtung ist. Ihnen zu zeigen, wie schätzbar und wertvoll ältere Menschen sind und durch den Besuch von Altersheimen in der Innenstadt diese Sozialkontakte zu pflegen. Dies war durch die bisher zentrale Lage der KiTA gewährleistet. Die Grundschule befindet sich zudem in unmittelbarer Nähe. Auch hier findet ein steter Austausch statt und gerade für Eltern mit Geschwisterkindern wird so für kurze Wege gesorgt. Nicht zu vergessen, das Lächeln in den Gesichtern unserer Touristen, wenn die Kinder mit ihren Krippenwagen durch die Altstadt ziehen. Das alles sind Gründe die eindeutig für den Goethepark sprechen!

  9. Liebe Leser,
    die anstehende Millioneninvestition ist eine Investition in die Zukunft der Stadt Alsfeld. Deswegen hier nochmal zwei Punkte die eindeutig für die Feldstraße sprechen!

    Warum sollte solch eine Investition in fast direkter Nähe zu der bestehenden Kita am Rodenberg gebaut werden?

    Desweiteren wird gegen die Feldstraße immer das Argument der Ortsrandlage hervorgehoben! ABER:
    Die hier getätigte Investition ist keine kurzfristige Investition sondern wie oben erwähnt eine Investition in die Zukunft!
    Diese Kita wird für die nächsten 50 Jahre von sehr großer Bedeutung für die Stadt sein und irgendwann nicht mehr am Rande der Stadt liegen sondern in mitten eines Wohngebietes.
    In der Nähe des Götheparks werden keine neuen Wohngebiete ausgewiesen werden können.

    Von daher, nicht kurzfristig denken sondern LANGFRISTIG!!!

    Und dann kann es nur die Feldstraße sein!

  10. IN CA: Was für eine grüne Lunge? Der Park ist nicht mehr der was es mal war. Schon mal darüber nachgedacht, dass der Park wieder lebéndiger und schöner gestaltet werden kann? Zur Zeit ist es ein dreckiger Wildpark.

    Hennig Stock: Träumen Sie weiter von einem Neubaugebiet.

  11. Goethepark! Es ist alles gesagt! Es wird sich zeigen ob wir hier eine „Entscheidung“ bekommen oder ob die Herren Stadtverordneten die ganze Geschichte schon längst beschlossen haben! Mich wundert nichts mehr…

  12. Ich bin für den Goethepark, Warum? Weil ich finde Kinder gehören auch in die Stadt – Sie bereichern mit vielen Dingen das Stadtleben-( Weihnachtsbaum schmücken, Laternenumzug, tägliche spazieren gehen, Bollerwagen fahren….) jeder beschwert sich in der Innenstadt sei nichts los-
    wenn wir den Kinder unsere Stadt nicht zeigen – dann können Sie diese auch nicht kennenlernen und erleben!
    Feld und Natur ja -auch sehr wichtig – doch am Standort Goethepark könnten dies auch alles realisiert werden – man ist ganz schnell im grünen am Rande von Alsfeld.

    Heute Abend wird eine Entscheidung getroffen für die nächsten 50 Jahre +
    Der Neubau der einzigen Städtischen Einrichtung gehört meiner Meinung nach auch in die Stadt.
    Da wo sich Alt und Jung / Arm und Reich treffen!
    Da wo das Herz von Alsfeld ist.

  13. Da sind schon genug Kitas. Feldstrasse gibt auch anderen Eltern die Möglichkeit ihre Kinder in eine Ortsnahe Kita zu bringen. Und soll da nicht auch ein Neubaugebiet geplant sein… Würde dieses deutlich attraktiver machen!

  14. Hallo liebe Bürgerinnen und Bürger,

    da heute Abend in der Stadtverordnetenversammlung eine wichtige Entscheidung in Sachen Kida Neubau ansteht, bitte ich Sie herzlich nicht nur zu Voten, sondern auch einen schriftlichen Beitrag zu leisten. Der ebeno wenn nicht sogar wichtiger als das Voten selber. Es würde genügen: Ich bin für Göthepark oder Feldstraße.

  15. Wir haben eh schon wenig grünfläche. Auch nutzen schulklassen den park für sportliche tätigkeiten. Sollen diese denn noch mehr eingeschränkt werden? In der feldstraße ist wesentlich mehr platz. Es ist ein wohngebiet mit vielen kindern. Die erzieher sollten mal überlegen , welchen nutzen die anliegende natur für kinder haben kann.

  16. Verehrte Stadtverordnete,
    vergessen Sie heute Abend bei Ihrer Entscheidung zum Standort bitte nicht das eindeutige Votum der Eltern und Elternbeiräte, die sich ganz klar für den Goethepark ausgesprochen haben.
    Wünsche Ihnen für Ihre Entscheidung eine kinderfreundliche und elternfreundliche Debatte.

    Frank Börner

  17. Du meine Güte, was will man in der „Feld“-Strasse, am äußersten Zipfel der Stadt direkt auf einem Feld. Der Goethepark eignet sich schon allein aus verkehrstechnischer Sicht viel besser für die neue Kita und hat eine bessere Anbindung an die Innenstadt. Zudem würde dadurch ein oft genutzter Bolzplatz wegfallen, der von den vielen Kindern und Jugendlichen auch aus der Soldanstrasse stark frequentiert wird.

  18. Der Göthepark ist zentraler gelegen es gibt doch viele Omas und Opas,die nicht mobil sind und die Kinder abholen bzw hinbringen müssen,da beide Eltern berufstätig sind.

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