Drehleitermaschinist David Hölscher sichtlich gut gelaunt bei der Ausbildung Foto:privat

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Es geht in Schwindel erregende Höhen beim TrainierenLuftiges Training über den Dächern von Alsfeld

ALSFELD (ol). In Schwindel erregender Höhe trainierte am Samstag die Feuerwehr der Stadt Alsfeld. Von langer Hand geplant widmeten sich die Feuerwehrleute dem speziellen Einsatz der Drehleiter, dazu wurde auch das „Hochhaus“ im Rembrandtweg angefahren.


Mit rund zwanzig Metern ist es das höchste Wohngebäude in Alsfeld, gilt aber laut Feuerwehrangaben nicht als Hochhaus. „Das ist lediglich ein hohes Haus, wir können noch alle Etagen mit der Drehleiter erreichen“, so die Brandschützer. Wie sie informierten, werden in Deutschland Gebäude mit einem Aufenthaltsraum in einer Höhe von mehr als 22 Metern als Hochhaus definiert. Die Alsfelder Drehleiter kann bis zu einer Rettungshöhe von 23 Metern ausgefahren werden.

Kein Zusammenhang mit Brandkatastrophe in London

Für das groß angelegte Training hatte der Förderverein der Feuerwehr den Ausbilder Klaus Thrien von DREHLEITER.info bereits im Vorjahr engagiert. „Die Ausbildung stand in keinem Zusammenhang mit der Brandkatastrophe von London“, unterstrichen die Wehrführer Carsten Schmidt und Tobias Riemann. So wurden nicht nur das hohe Haus im Rembrandtweg, sondern auch die Stadtschule, das Rathaus und ein Pflegeheim mit der Drehleiter angesteuert. Mit Kennzeichnungswesten trainierten die Drehleitermaschinisten an den Objekten jeweils in Gruppen, während ihre Kameraden das Vorgehen mit Bewertungsbögen in Augenschein nahmen. Wenn es Tipps und Tricks für Verbesserungen gab, meldete sich Ausbilder Thrien zu Wort. Er ist Brandamtsrat bei der Feuerwehr in Paderborn und durch verschiedene Fachpublikationen deutschlandweit für den Einsatz von Drehleitern bekannt. Im Feuerwehrjargon spricht man von Hubrettungsfahrzeugen.

Im Ernstfall zählt jede Sekunde

Durchaus neugierig waren die Blicke von Bewohnern und Passanten an den Übungsorten, auch wenn die Feuerwehr bereits im Voraus mit Flugzetteln das Training angekündigt hatte. Dem ein oder anderen wurde dabei offensichtlich auch die Bedeutung von Feuerwehrzufahrten oder Aufstellflächen für die Feuerwehr bewusst. „Im Ernstfall zählt jede Sekunde, deswegen die Zufahrten und Flächen für die Feuerwehr immer frei halten“, so die Bitte der Feuerwehrleute.