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25 neue Wohnmobilstellplätze entstehen bis Anfang Mai am Erlenstadion und sollen künftig mehr Touristen in die Stadt locken12.000 Übernachtungen am Wohnmobilstellplatz

ALSFELD (cdl). „Wichtig ist uns, dass wir am 1. Mai fertig werden, damit der Wohnmobilstellplatz über die gesamte Sommersaison genutzt werden kann“, so Michael Ochs vom Bauamt der Stadt Alsfeld heute beim offiziellen Startschuss zur Erweiterung des Wohnmobilstellplatzes am Erlenstadion.

„Ich hoffe, dass wir nächste Woche, wenn es die Witterung dann wirklich zulässt, richtig beginnen können“, ergänzte Stefan Hochberger vom ausführenden Bauunternehmen Ochs. Der Zeitplan werde aber auf jeden Fall eingehalten.

Der Alsfelder Wohnmobilstellplatz erfreut sich der Stadt zufolge hoher Beliebtheit. Hier zeige sich, dass Caravaning boomt: Während der Hochsaison sei der Platz mit bisher bestehenden 25 Plätzen oft ausgelastet. Nun kommen 20 neue hinzu. „Alle Parkplätze haben eine Größe von fünf Mal sieben Meter entsprechende den heutigen Ansprüchen“, so Ochs. Alle Stellplätze würden durch Stromversorgungssäulen mit kostengünstigem Strom ausgestattet (50 Cent pro Kilowattstunde). Weiterhin seien zusätzlich Sitzmöglichkeiten, Müllentsorgungsstellen, Straßenbeleuchtung und diverse Schatten spendende Laubbäume in Planung. Die Stadt Alsfeld reagiere damit auf die steigende Nachfrage und erweitere das touristische Angebot.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf circa 170.000 Euro. Mit einer Förderzusage im Herbst 2016 in Höhe von circa 112.000 Euro machte der Vogelsbergkreis mit dem „LEADER-Programm“ eine Erweiterung finanziell erst möglich. Durch die Baumaßnahme werde die Nutzung der bestehenden Wohnmobilstellplätze kaum eingeschränkt. „An dieser Stelle möchte ich dem Vogelsberger Tourismusdezernenten Dr. Jens Mischak noch einmal Danke sagen“, so Bürgermeister Stephan Paule. Es sei gut, dass jetzt trotz der schlechten Jahreszeit mit dem Bau begonnen werde.

Alsfelder Wohnmobilstellplatz bei Touristen beliebt

Immer mehr Gäste kämen mit dem Wohnmobil nach Alsfeld. So habe es allein im Jahr 2016 über 12.000 Übernachtungen von Reisemobilisten gegeben. Im Jahr 2011 habe die Stadt noch rund 7.500 Übernachtungen gezählt. „Erstmalig im Jahr 2011 haben wir die Stromversorgungssäulen aufgestellt, seitdem hat der Stellplatz angefangen zu boomen“, so Ochs. Dass die Caravaningbranche zurzeit eine der am stärksten wachsenden Branchen ist, zeigten auch die Zahlen des Caravaning Industrie Verbandes Deutschland (CVID). Steigende Zulassungszahlen von bis zu 30 Prozent sprächen eine deutliche Sprache.

„Wir sind gut gelistet auf den Portalen, wo Wohnmobilisten nach Stellplätzen suchen können. Das hat selbstverständlich auch für den guten Zuspruch gesorgt“, ergänzte Paule. Wohnmobile sprächen in erster Linie heute Reisende an, die lieber individuell reisen, aber gleichzeitig auf einen gewissen Luxus nicht verzichten möchten. Entsprechend seien aber auch die Ansprüche und Anforderungen an die Stellplätze gestiegen. Der Alsfelder Platz überzeuge durch seine Nähe zur Altstadt, die ruhige Lage und die Möglichkeiten zur aktiven Freizeitgestaltung.