Die Feuerwehr schickte mehrere Trupps unter Atemschutz rein und versuchte zugleich von der engen Metzgergasse aus, den Qualm mit Hochdruck-Windmaschinen aus dem Haus zu treiben. Fotos: aep

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Flammen im Fachwerkhaus – Nachtwächtergruppe hört Lärm und sieht Lichtschein – Verwirrt wirkender Bewohner führt einen Mann direkt zum FeuerPoltern und dann ein Lichtschein aus dem Haus

ALSFELD (aep). Großalarm für die Alsfelder Feuerwehr: In der Altstadt ist am Mittwochabend ein Feuer ausgebrochen. Gegen 21.40 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem brennenden Fachwerkhaus in der Metzgergasse gerufen. Der einzige Bewohner des Hauses konnte gerettet werden. Es gilt als wahrscheinlich, dass er das Feuer selbst verursacht hatte. Der 25-Jährige wurde wegen des Verdachts der Zündelei von der Polizei in der Nacht festgenommen.


Die Feuerwehr, die mit mehreren Fahrzeugen und gut 80 Helfern anrückte, brauchte nur wenige Minuten, um den Brand zu löschen, der in dem Haus ausgebrochen war. Die Nachlöscharbeiten dauern allerdings zur Stunde noch an, weil das alte Gebäude aus allen Löchern und Ritzen qualmte. Man ist auf der Suche nach Glutnestern.

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Nach dem Einsatz im Haus: Kameraden befreien einen Feuerwehrmann von der schweren Ausrüstung. Der Mann in der verrußten Schutzkleidung ist völlig erschöpft.

 

Es waren Teilnehmer einer Nachwächter-Gruppe, die den Brand in der engen Metzgergasse zuerst entdeckten. Eine Darstellerin, die der Gruppe für die Aufführungen etwas voraus gelaufen war, erzählte von brandigem Geruch und von polterndem Lärm aus einem der Häuser. Da war die Gruppe gerade auf dem Weg in Richtung Untere Fulder Gasse. „Plötzlich stand der Mann mitten bei uns“, erzählt ein Augenzeuge. Dann sahen sie auch Lichtschein aus dem Haus. Aber der Bewohner, der einen verwirrten, betrunkenen Eindruck gtemacht habe, erklärte, da sei nur eine Ofentür zerborsten. „Er hat mich sogar in die Wohnung geführt, und da war plötzlich alles voller Flammen.“ Kurz darauf kam die Polizei hinzu. Der später festgenommene Mann erlitt bei dem Feuer leichte Verletzungen durch Rauchgas.

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Aus allen Fenstern und Mauerritzen drang Qualm aus dem Haus.

 

Das Haus in der Metzgergasse ist bei der Feuerwehr bereits bekannt. Zuletzt gab es dort vor ein paar Monaten einen Einsatz, weil es voll Wasser gelaufen war: Der Bewohner hatte die Hähne aufgedreht und das Wasser laufen lassen. Bekannt war also auch, dass die Gasse sehr eng ist, weshalb er einige Fahrzeuge schon vor der Altstadt abstellen ließ, erklärt Stadtbrandinspektor Michael Eilts.

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Qualm und Licht der Straßenlaterne lassen die Szene mystisch erscheinen.

 

Die Brandschützer drangen unter Atemschutz ein und entdeckten einen brennenden Haufen Müll. Der Müll war schnell gelöscht, aber der Qualm drang weiter aus den Fenstern und aus der Wand. Es blieb nichts weiter übrig, als die Wände und Decken systematisch nach Glutnestern abzusuchen. Die Feuerwehrleute schlugen Schindeln ab, hebelten Verschalungen auf und schlugen Löcher in die Lehmwand auf der Suche nach der Herkunft von Qualm. Diese Arbeit dauert derzeit auch noch an.

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Feuerwehrleute löschen innen Glutnester. Die Windmaschine treibt den Rauch aus dem Haus.

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Mit Säge und Axt brechen die Männer die Wand auf, um nach Glutnestern zu suchen.

 

 

 

2 Gedanken zu “Poltern und dann ein Lichtschein aus dem Haus

  1. Es ist ja nicht so das man die Behoerden vor dieser Gefahr lange schon gewarnt hat und alle moeglichen Einrichtungen darauf angesprochen hat. Aber manche haben alle Freiheiten und auch diesmal wird wieder nichts passieren. Es ist ja nicht das erstemal das es durch den Bewohner brennt. Aber solange Polizei, Ordnungsamt und Staatsanwaltschaft samt Richter ihn für nicht gefährlich halten ist ja alles gut. Was muss noch alles passieren damit unsere Herren aufwachen und reagieren. schade

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