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Reaktion auf Modernisierungspläne der Arbeitsgemeinschaft NahverkehrKreis-Grüne fordern zweispurigen Ausbau der Vogelsbergbahn

VOGELSBERG (ol). Die Arbeitsgemeinschaft Nahverkehr Vogelsbergbahn hat vor Kurzem die Pläne zur zukunftsfähigen Modernisierung der Bahn vorgestellt. Der Kreistagsfraktion der Grünen fehlt dabei allerdings ein wesentliches Element: der zweigleisige Ausbau.

In der Pressemitteilung der Grünen heißt es, die Kreistagsfraktion hat aufmerksam die Veröffentlichung der kommunalen Arbeitsgemeinschaft Nahverkehr zur Zukunft der Vogelsbergbahn gelesen. Darin fehle nach Ansicht der Grünen ein sehr wesentliches Element: die Frage nach dem zweispurigen Ausbau der Vogelsbergbahn.

Die AGNV zählt zahlreiche Aspekte auf, wie die Vogelsbergbahn attraktiver zu gestalten sei um mehr Fahrgäste zu erreichen. Dazu stellen die Grünen fest: Es mangele aus ihrer Sicht auf dieser Strecke nicht an Nachfrage, die Züge seien gut belegt. Das Problem liege bei der technischen Ausstattung auf dem Stand der 60er Jahre.

„Wie sollen vermehrte Haltepunkte, eine bessere Anbindung an den Takt der großen Bahnhöfe Fulda, Limburg und Gießen und dem dortigen Nahverkehr, die Integration des vermehrten Güterverkehrs sowie die zusätzliche Einbindung der reaktivierten Ohmtalbahn realisiert werden ohne einen zweispurigen Ausbau der Schiene? Wir befürchten, dass der notwenige Ausbau aus finanziellen Gründen gar nicht erst erwogen wird“, erklärt Cornelia Bothe, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Vogelsberger Kreistag.

Wenn der Vogelsberg mit dem stärker besiedelten Gießener Raum und Fulda um Haltepunkte konkurrieren müsse, sei abzusehen, dass der Vogelsberg wieder einmal als Verlierer dasteht. Das gelte auch für den geplanten Regionalexpress, der ohnehin nur wenige Haltestellen haben werde.

Deshalb hatten die Grünen für die letzte Kreistagssitzung beantragt, das Thema in einem Ausschuss des Kreises intensiv mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund, der Ovag und dem Fahrgastverband Pro-Bahn zu diskutieren. Dies wurde von der großen Koalition mit Hinweis auf die fortgeschrittenen Vorplanungen abgelehnt. „Offenbar möchte man sich nicht in die Karten schauen lassen und die Fraktionen außerhalb der großen Koa an der Diskussion nicht beteiligen“, so Fraktionsvorsitzender Udo Ornik. Dabei seien es die Grünen, die das Thema vor drei Jahren vorangebracht haben, „zu einer Zeit als der Landrat noch Mitglieder der SPD, die sich der Grünen Initiative anschließen wollten öffentlich massiv angegriffen hatte“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Leider sei derzeit nicht erkennbar inwieweit die Planungen nach Ansicht der Grünen die Voraussetzungen für einen modernen, zukunftsorientierten Betrieb der Vogelsbergbahn erfüllen.

13 Gedanken zu “Kreis-Grüne fordern zweispurigen Ausbau der Vogelsbergbahn

  1. @ Klaus Meier:

    Erst blamiert man sich mit nachweislich absolut unlogischen Argumentationen, dann zieht man sich mit allgemeinen Floskeln wie “wir müssen mehr investieren” aus der Diskussion zurück.

    Mehr investieren heißt mehr Geld dafür haben – mit einem 9 Euro Ticket würden ja dramatisch weniger Investitionen möglich sein.

    Entweder glauben Sie wirklich Ihren ideologischen Blödsinn und merken nicht, wie unlogisch Sie argumentieren, oder Sie sind ein professioneller Internet-Troll der schlimmsten Sorte 🤡

  2. Da sind sie wieder, die Grünen! Mit ihren tollen Ideen! Zweispuriger Ausbau der Vogelsbergbahn! Liebe Phantasten, wie lange soll das duern? Mit Planung mit Finanzierung und Bauzeit? 50 Jahre, 80 Jahre? Auf jeden Fall länger als die Fertigstellung der A 49. Und wer soll da mitfahren. Die paar Schüler nach Gießen und Fulda? Oder die Bevölkerungsgruppen, die zum Spaß nach Fulda oder Gießen mit dem 9-Euro-Ticket fahren, weil es im Vogelsberg eher beschaulich zugeht?
    Wir müssen nicht mit Gießen oder Fulda konkurrieren. Und wenn in was?
    Jede Region hat Vor- und Nachteile.

    Und ein Regionalexpress hält bekanntlicherweise bundesweit nunmal an den wichtigsten Haltestellen und nicht, wie es ein Bundesminister wenn auch in einem anderen Zusammenhang äußerte, „nicht an jeder Milchkanne“!

    Liebe Vogelsberer Grüne, kümmert euch lieber darum, dass die von euch in Land und Bund entsandten Volksvertreter sich um das deutsche Volk kümmern und es nicht ruinieren. Wenn erstmal die Zahl der Steuerzahler drastisch schwindet, wer soll dann eure Strom-, Verkehrs- und sonstigen Klimaphantastereien bezahlen??

    Aber da hört man von Dorfrealos leider auch nichts.

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    1. Home Office und Steuerzahler sind von der Infrastruktur abhängig, wenn ich mir ein Auto kaufen muss, wird es finanziell uninteressant, und der Steuerzahler bleibt in der Grossstadt.
      Aber so weit kann ein alter B Obachter eben nicht mal denken

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      1. Wer im ICE sitzt, soll nicht mit 9-Euro-Tickets werfen! Und sich den Regionalverkehr nicht schön saufen. Ich fahre seit 40 Jahren Auto, Klaus Maier, und bin immer noch wohlauf. In jungen Jahren war ich auf den ÖPNV angewiesen. Das war nicht schön. So habe ich Jahre meines jungen Lebens in zugigen Wartesälen, in stinkenden Unterführungen und auf Bahnsteigen verbracht, wo mehr zugige als zügige Züge zu lange auf sich warten ließen. Hätte mich damals über 9-Euro-Führerscheine gefreut.

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  3. …aber dann die maroden Strukturen nach dem Freibier-Prinzip (9-Euro-Ticket deutschlandweit) mit massenhafter Nachfrage überschwemmen, obwohl sie dem „normalen“ Bahnbetrieb vorher schon nicht gewachsen waren. Gibt es eben noch mehr Verspätungen, Gedränge, unbehobene Schäden, verschmutzte Toiletten usw., usw. Und das Volk jubelt, als sei die Schwäb’sche Eisenbahne eben erst erfunden worden. Die Vogelsbergbahn (der Name bezeichnet ursprünglich die heute entwidmete und abgebaute Nebenbahn zwischen Stockheim und Lauterbach, die tatsächlich mitten durch den Vogelsberg führte) „erschließt“ den Vogelsberg nicht, sondern streift bestenfalls das Kreisgebiet. Da reihen sich dann bestenfalls Umsteigebahnhöfe aneinander, mit denen man dreimal täglich die in ihrer Mehrzahl abgehängten Vogelsbergdörfer erreichen kann, die sich aber aufgrund ihrer früheren Zugehörigkeit zu Nachbarlandkreisen und entsprechend der naturräumlichen Gliederung der VB-Topografie überwiegend in andere Richtungen orientieren als die heutige Vogelsbergbahn sie vorgibt. Aber dank 9-Euro-Ticket hat sich ja das weitgehend zweckfreie Bahnfahren eingebürgert. Man fährt Vogelsbergbahn, weil (und so lange) man’s kann!

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    1. Die Vogelsberbahn bietet auch landschaftliche Schönheit, aber das interessiert dich ja nicht im geringsten.
      Ich habe meine beiden Fahrten am Wochenende wirklich genossen, mit dem Auto auf der A5 kann man die Fahrt ja nicht geniessen, sondern steht im Stau, gerade Freitags und Sonntags

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      1. Mal wieder Äpfel mit Bananen verglichen: Bahnfahren mit 9-Euro-Ramschfahrkarte auf allen Regionalbahnstrecken versus Autofahren auf einem häufig überlasteten Autobahnabschnitt! Dass die landschaftlichen Schönheiten ausgerechnet durch die Schienenwege erschlossen werden, glauben doch nur Sie, weil Sie vor der 9-Euro-Freibierbahn-Kampagne noch nie Bahn gefahren sind! Tatsächlich führen Bahnstrecken zumeist durch Industrie- und Gewerbegebiete. Wer sehen will, wo Deutschlands hässlichste Industriebrachen und Hinterhöfe liegen, reserviert sich einen Fensterplatz bei der ständig verspäteten Ruckel-Zuckel-Bahn. Und um an einer besonders schönen Ecke auszusteigen und genüsslich zu verweilen, zieht er einfach die Notbremse. Oder er fährt eben Auto und auch mal von der Autobahn ab. Und selbst im Stau sitzt er in seinem gepflegten PKW, ohne ständig fressende miefende Mitreisende, Kindergeschrei und im Gang quer stehende Fahrräder.

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      2. Alles Banane
        Kleiner Tipp.
        Ich fahre seit 40 Jahren regelmässig Bahn.

        Kleiner Tipp, kauf dir mal ein Ticket, und fahr selbst, könnte vielleicht gegen deine peinlichen Vorurteile helfen

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      3. Klaus Meier, ihr neuerlicher Kommentar bzgl. der zusätzlichen Mobilität verdeutlicht einmal mehr, dass Sie selbst einfachste Zusammenhänge nicht verstehen. Es ist erstaunlich, dass Sie trotz so wenig Basiswissen so viel Meinung in die Diskussion einbringen…

        Die Bahn hat wg. dem 9 Euro Ticket auf sehr vielen Strecken zusätzliche Abteile eingesetzt. Außerdem wiegen auch Menschen und Gepäck etwas – bei einem voll besetzten Zug sind das schnell etliche Tonnen mehr.

        Wenn dieser also nur voll ist wegen zusätzlicher Mobilität, stellt dies ein erhebliches Problem dar.

        Gerade die Grünen sollten daher ein Interesse haben, dass es nicht bei 9 Euro bleibt, sondern ein Preis angesetzt wird, der für Pendler attraktiv ist – für andere aber nicht.

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      4. Analyst

        Ja, und was zeigt das uns? Das wir sehr viel in die Bahn investieren müssen.
        Ich freue mich ja über dein Basiswissen, aber warum bringst du es nicht in die Diskussion ein?

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    2. Dem Kommentar ist nichts mehr hinzuzufügen…

      Eine aktuelle Studie hat belegt, dass nicht weniger Auto wegen dem 9 Euro Ticket gefahren wurde. Wenn Leute vom „Erfolg des 9 Euro Tickets“ reden finden sie es also erfolgreich, wenn Fahrten wegen der Flatrate gemacht werden, die bisher nicht gemacht wurden.

      Gerade die Grünen müssten diese zusätzliche Mobilität sehr kritisch sehen…

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      1. Wieso sollten die Grünen zusätzliche Mobilität kritisch sehen?
        Es sind ja keine zusätzlichen Emmissionen entstanden und die Menschen lernen besser mit der Bahn zu reisen.
        Ist es nicht wunderbar, dass so viele diese Möglichkeit genutzt haben?

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  4. Lächerlich, außer zu den Stoßzeiten morgens und Abends sind die Züge kaum mit Passagieren besetzt. Dann lieber die Taktung eher wählen, oder halt noch einen Triebwagen anhängen. Das macht die Bahn aber sowieso zu den besagten Stoßzeiten..

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