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Deutschlandtag der Jungen Union mit sechs OsthessenIntensive Beratungen und Treffen mit Spitzenpolitikern

MÜNSTER/OSTHESSEN (ol). Intensive Beratungen und Treffen mit Spitzenpolitikern liegen hinter den Vertretern der Jungen Union Osthessen: Sechs JUler aus den Landkreisen Fulda, Vogelsberg und Hersfeld-Rotenburg waren für drei Tage auf dem Deutschlandtag der Jungen Union in Münster-Westfalen.

Vor Ort haben rund 1000 Delegierte und Gäste insgesamt 81 allgemeine Anträge unter strengen Hygienemaßnahmen beraten sowie den Leitantrag „Mobilitätsträume werden Wirklichkeit“ beschlossen. Die 48 Köpfe umfassende hessische Delegation unter Leitung des Landesvorsitzenden Sebastian Sommer aus dem Hochtaunuskreis freute sich über ein erfolgreiches und in der Wahlanalyse ehrliches Bundesdelegiertentreffen der Jungen Union, denn allein aus Hessen wurden 25 Anträge angenommen.

Im 13-seitigen Leitantrag fordert die JU unter anderem schnellere Planungsprozesse bei der Realisierung von Infrastrukturvorhaben. Zudem soll die junge Generation mit einem Europa-Interrail-Ticket für die Bahn und den europäischen Gedanken begeistert werden, heißt es in der Pressemitteilung der Jungen Union Osthessen.

Der Bundesvorsitzende der Jungen Union Tilman Kuban durfte eine Vielzahl an Spitzenpolitikern begrüßen. Neben Armin Laschet sprachen unter anderem CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn sowie die CSU-Politikerin Dorothee Bär. Der Bezirksvorsitzende der JU-Osthessen Lukas Kaufmann aus Wartenberg lobt dabei insbesondere die ehrliche und konstruktive Selbstkritik von Armin Laschet an der Wahlkampfführung.

„CDU und CSU haben auch für die zukünftige Oppositionsrolle hervorragende Politiker. Dies haben insbesondere die inhaltlich fundierten und charismatischen Auftritte von Bundestagsfraktionsvorsitzendem Ralph Brinkhaus oder MIT-Bundesvorsitzendem Carsten Linnemann gezeigt“, unterstreicht JU-Landesvorstandsmitglied Jan Saal aus Bad Hersfeld. Es gelte nun, in der zukünftigen Oppositionsarbeit konstruktive Parlamentsarbeit zum Wohle des Landes zu leisten.

Die JU sei stolz, dass der nächste Deutschlandtag im Oktober 2022 in Fulda stattfindet. Benedikt Stock aus Hünfeld als gastgebender JU-Kreisvorsitzender betont, dass dann nach 27 Jahren wieder der Deutschlandtag in Fulda sei und dort in ähnlich großem Ausmaß nationale und internationale Politiker vor Ort sein werden.

4 Gedanken zu “Intensive Beratungen und Treffen mit Spitzenpolitikern

  1. einige der cdu-youngsters, wie philipp amphor, und andere, sind so schmierig und koruppt, dass man-frau an denen kleben bleibt.denen möchte ich nicht als entscheidungsträger ausgeliefert sein. leider hat das aufdecken von skandalen nicht mal mehr folgen für die betroffenen, sie steigen sogar die leiter noch weiter hoch. vielleicht sollten die eher die bald zu randgruppen geschmälerten volksparteien mal daran denken, warum so viele nicht oder die ränder wählen – das volk hat eine gegen die menschen gerichtete politik einfach satt, das sollten auch die neuen emporkömmlinge endlich merken!

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  2. Alles Warnen vor dem trojanischen Olaf hat nicht gefruchtet. Die eigenen Identifikationsfiguren wie Söder und Merz, der eine U-Boot der bundesweiten Verbayerung, der andere Trojaner des internationalen Investmentbankings, kamen nicht zum Zuge. Schwamm drüber. Mund abwischen und die Schlappe weg lächeln. Es gibt keine Niederlage, die nicht noch irgendwie in einen Sieg umgedichtet werden könnte. Da preist man die als Herrscher Abgewählten eben als mindestens ebenso geniale Oppositionsführer. Und entwirft eben mal gigantische Zukunftsprojekte. Die Superreichen bieten Kurztrips in den Weltraum an. Die Senioren und Partygänger auf dem Lande werden dafür in fahrerlosen Passagierkabinen von A(rsch der Welt) nach B kutschiert. Das Klingt nach Kinder- und Jugendparlament oder Schülerzeitung. Ohne Realitätsbezug. Aber dafür irgendwie großartig. Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt… Die konservative Parteijugend kompensiert die Wahlschlappe mit Betriebsamkeit bis hin zur Übersprungshandlung. „Der Bürger“ hat da wohl andere Sorgen.
    Dabei böte die verlorene Wahl den idealen Anlass, über die Ziele der Union einmal ganz grundsätzlich nachzudenken. Doch einen „modernen Konservatismus“ philosophisch neu zu formulieren, überfordert nicht nur die JU, sondern auch einen Großteil der Altvorderen ersichtlich. Schaut man sich das hohe Niveau an, auf dem die Wahlgewinner derzeit ihr Regierungsprogramm aushandeln, oder vergleicht man mal die sprachlich und fachlich exzellenten Köpfe der FFF-Bewegung mit denen, die sich als Vertreter einer „jungen CDU“ zu Zukunftsthemen äußern, so kommt man schnell zu dem Ergebnis, dass letztere hier kaum mitdiskitieren können. Dabei geht es hier vielfach um Fragen, die sich aus der Sicht eines aufgeklärten Konservatismus ebenso kompetent beantworten ließen wie aus anderen weltanschaulichen Perspektiven. Aber hierzu müsste man abrücken sowohl von wirtschaftliberalen Denkmustern, bisherigen europapolitischen Vorstellungen, der „altbewährten“ Nato-Strategie, der Globalisierung in ihrer heutigen, Handel und Produktion immer stärker behindernden Funktion, den Narrativen von grenzenlosem Wachstum und sozialem Aufstieg für jeden, der sich nur genügend anstrengt. Aber da ist nichts. Alt und Jung klammern sich an die überholten Formeln einstiger Herrlichkeit. Großartiger Deutschlandtag, aber armes Deutschland.

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  3. Kaum ist der Kanzlertraum der Union geplatzt und haben sich die duftenden Rauchschwaden von Jamaica verflüchtigt, meldet sich die junge Union mit einer Art E-Zigarette für nebulöse Zukunftshoffnungen zu Wort. Ohne Dope no Hope! „CDU und CSU haben auch für die zukünftige Oppositionsrolle hervorragende Politiker. Dies haben insbesondere die inhaltlich fundierten und charismatischen Auftritte von Bundestagsfraktionsvorsitzendem Ralph Brinkhaus oder MIT-Bundesvorsitzendem Carsten Linnemann gezeigt…“ Das ist doch mal ein schöner Satz. Fast zu schön um wahr zu sein. Die „ehrliche und konstruktive Selbstkritik von Armin Laschet an der Wahlkampfführung“ zu loben ist das eine, als JU in der postelektoralen Wirklichkeit wieder Fuß zu fassen wohl etwas völlig anderes. Was liegt da zur Bewältigung der Krisen unserer Welt resp. unserer Gesellschaft resp. der Union wohl „näher“ (hahahahaha), als einen Leitantrag zu formulieren, demzufolge es jetzt gelte, „das autonome Fahren aus dem Forschungslabor zu holen und auf die Straße zu bringen“. Ja, das hat wirklich Hand und Fuß und trägt den Fortschritt bis tief in den ländlichen Raum. So zitiert die ZEIT aus dem JU-Papier ‚Mobilitätsträume werden Wirklichkeit‘: „Gerade in ländlichen Räumen werde autonome und vernetzte Mobilität wieder mehr älteren Menschen gesellschaftliche Teilhabe und Jugendlichen eine sichere Heimfahrt von Partys und Clubs ermöglichen.“ Was wiederum den Konservativen neue Stärke und Kraft verleihen werde: „So gewinnen wir Vertrauen und Zustimmung und sorgen dafür, dass autonomes Fahren künftig zur Selbstverständlichkeit wird.“
    Es fährt ein Bus nach nirgendwo und damit macht die Junge Union sich froh. Wie hieß es original noch bei Christian Anders?
    Es fährt ein Zug nach Nirgendwo / Den es noch gestern gar nicht gab
    Ich hab‘ gedacht, du glaubst an mich / Und dass ich dich für immer hab‘
    Kifft weiter, liebe JUler*innen. Träume sind Schäume. Damit versetzt man keine Bäume, äh Berge.

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    1. Vertrauen und Zustimmung des Wählers zurück gewinnen, indem ältere Menschen und jugendliche Partygänger demnächst mit autonom übers platte Land schleichenden Fahrgastzellen mobil gehalten werden (siehe Münsteraner Leitantrag der JU)? Die zumeist eher angejahrt und wohlstandsmoppelig wirkenden Jung-Konservativen haben entweder den Schuss nicht gehört oder die volle Ladung in den Kopf bekommen. Da wiehert nicht nur Olaf, das trojanische Rote-Socken-Pferd.

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