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SPDKreisvorstand erfreut über die Ergebnisse der Bundestagswahl„Die SPD ist klar die stärkste Partei im Vogelsberg“

VOGELSBERG (ol). Die SPD hat es geschafft: Sie hat bei der Bundestagswahl die meisten Stimmen für sich gewinnen können, nicht nur auf Bundesebene, sondern auch im Vogelsbergkreis hatten die Sozialdemokraten die Nase vorn, und zwar in 16 von 19 Kommunen. Kein Wunder also, dass sich die Vogelsberger SPD über diese Ergebnisse freut.

In der Pressemitteilung der Vogelsberger Sozialdemokraten heißt es, während CDU und CSU im Frühjahr noch rund 15 Prozent Vorsprung in den Umfragen gehabt hätten, sei es Olaf Scholz und der SPD mit einer tollen Aufholjagd gelungen, stärkste Kraft in Deutschland zu werden und deutliche Zugewinne zu erzielen. Dass sei das Ergebnis eines Wahlkampfs, der auf die richtigen Inhalte und den richtigen Kandidaten gesetzt habe und von einer hochmotivierten und sehr geschlossenen Partei getragen worden sei.

„Auch die Ergebnisse im Vogelsbergkreis sind für uns ein toller Erfolg. Mit gut 30 Prozent der Zweistimmen ist die SPD im Vogelsberg nicht nur klar die stärkste Partei und liegt in 16 der 19 Städte und Gemeinden vorn, sondern wir haben auch ein Ergebnis deutlich über dem Bundes- und Landesschnitt geholt. Das zeigt, dass die SPD im Vogelsberg fest verankert ist und Wahlen gewinnen kann“, freute sich der Kreisvorsitzende der SPD Patrick Krug.

Das Highlight des Wahlabends sei aber sicherlich gewesen, dass Felix Döring im Wahlkreis Gießen-Alsfeld und Bettina Müller im Wahlkreis Main-Kinzig – Wetterau II – Schotten jeweils das Direktmandat haben erringen können. „Dabei hat es Felix Döring mit einem mutigen, hoch engagierten und kreativen Wahlkampf geschafft, bei seiner ersten Kandidatur das Direktmandat gegen den bisherigen Kanzleramtsminister von der CDU zu gewinnen“, hob Krug hervor.

Nach Auffassung der heimischen Sozialdemokraten seien die deutlichen Zugewinne der SPD einerseits und die deutlichen Verluste der CDU anderseits ein Beleg dafür, dass die Menschen in Deutschland einen Regierungswechsel hin zu einer Bundesregierung mit einem Bundeskanzler Olaf Scholz an der Spitze wollten. „Eine Koalition der Wahlgewinner von SPD, Grünen und FDP könnte für Aufbruch und Fortschritt stehen und Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zeit geben“, unterstrich Krug abschließend.

4 Gedanken zu “„Die SPD ist klar die stärkste Partei im Vogelsberg“

  1. Die SPD hatte doch bei 15% den Kopf schon tief in die Asche gesteckt, aus der sie jetzt das stolze Haupt wie einstmals der sagenhafte Phönix erhebt. Beeindruckt hat mich ihr Wahlkampf an keiner Stelle! Aufholjagd? Vielleicht im Scholz’schen Nachtexpress, sprich Schlaf(tabletten)wagen, an den die Kurswagen mit der nachlässigen Finanzaufsicht (siehe Wirecard) und der großzügig-säumigen Hamburger Finanzbehörde (Cum Ex, Warburg Bank) angehängt waren. Aber wie immer es sich auch fügte: Profitiert hat die Sozenpartei vor allem von der ideologischen Auszehrung der Union und dem innerparteilichen Gezänk der vermeintlichen Schwesterparteien CDU und CSU. Da war am Ende Scholz das geringere Merkel zwischen Pest und Corona. Aber immerhin: Was SPD, FDP und Grüne derzeit hinsichtlich Koalitionsbildung vorführen, ist aller Ehren wert und absolut stilbildend. Egal ob man’s den Sozen gönnt: Hinten scheißt die Ente und Ente gut, alles gut!

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  2. Wenn einer Partei unverhofft ein Stimmungsumschwung in den Schoß fällt, ist es leicht, dies auf den eigenen „guten Wahlkampf“ zurück zu führen und sich nach allen Seiten selbst zu loben. Der Wähler ist nun mal vergesslich oder wählt halt immer so, wie er immer gewählt hat. Right or wrong… Dass „die Menschen in Deutschland einen Regierungswechsel hin zu einer Bundesregierung mit einem Bundeskanzler Olaf Scholz an der Spitze wollten…“, lässt sich leicht behaupten, nachdem eine leichtfertig siegesgewisse Union sich aus Dämlichkeit um die entscheidenden 2-3 Stimmenprozente gebracht hat, die bei einem knappen Ergebnis am Ende den Unterschied machen. Nerviges Gesödere in der Kandidatenfrage und dämliches Feixen während einer Trauerrede des Bundespräsidenten kann da ebenso schnell den Wahlsieg kosten wie die Tatsache, dass mit Scholz die Kontinuität wählbar war, während bei der Union die noch immer beliebte Landesmutter den Dienst quittierte. Wechselstimmung gab es bestenfalls bei den Jungen, die bei FDP und Grünen für einen derartigen Schub sorgten, dass die beiden Junior-Koalitionäre zusammen die SPD überflügelten. Und während die SPD sich als Klientelparei der kleinen Leute positionieren konnte, obwohl sie diese kleinen Leute durch die Agenda 2010 selbst erst in die bedauerliche Lage gebracht hatte, aus der sie diese nun zu erretten versprach, blieb die Union als (vermeintlich) letzte Volkspartei programmatisch diffus. Das Goethe-Zitat
    „Die Masse könnt ihr nur durch Masse zwingen,
    Ein jeder sucht sich endlich selbst was aus.
    Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen;
    Und jeder geht zufrieden aus dem Haus“
    verfängt in einer auseinander driftenden Gesellschaft eben nicht mehr bzw. sucht sich der Wähler das passgenaue Angebot nicht mehr im programmatischen Sammelsurium einer Volkspartei, sondern beim grünen, gelben oder roten „Spezialisten“. Der kann dann in Koaltionsverhandlungen aushandeln, wie er das Partikularinteresse seiner Wähler zur Geltung bringt.

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    1. Selbst die CDU erkennt an, dass die SPD eine hervorragende Kampagne gefahren hat.
      Das sich die SPD weiter anstrengen muss, ist unbenommen, aber man sollte ihr den verdienten Sieg auch gönnen

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      1. „Selbst die CDU erkennt an, dass die SPD eine hervorragende Kampagne gefahren hat.“
        Das bestreite ich. Letztlich erkennt die CDU nur an, dass die SPD besser abgeschnitten hat. Im Übrigen sollte man nicht die „Kampagnen“ vergleichen, sondern die Glaubwürdigkeit der Ziele und der Wege zur Zielerreichung.
        Leider kann man den Test nur im Rückblick auf die Legislaturperiode machen. Da könnte sich die SPD zusammen mit Grün und Magenta den Sieg dann nachträglich verdienen. Oder eben auch nicht, wie schon so oft.

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