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Vogelsberger Sozialdemokraten reagieren auf CDUKrug: „Mit Kampagnen der 90er löst man nicht die Probleme von heute“

VOGELSBERG (ol). Nachdem die Vogelsberger CDU in einer Pressemitteilung vor links-grünen Gedankenspielen in der Regierung warnt, meldet sich nun auch die SPD zu Wort: „Mit Kampagnen der 90er löst man nicht die Probleme von heute“, erklärt Kreisvorsitzender Patrick Krug.

„Jetzt greift also auch die Vogelsberger CDU in die Mottenkiste der 90er-Jahre und holt wiedermal die ‚Rote-Socken-Kampagne‘ raus. Aber mit den Ideen der 90er löst man nicht die Probleme von heute. Diese ganze Kampagne ist nicht mehr als der untaugliche Versuch davon abzulenken, dass man bei der CDU auch wenige Tage vor der Bundestagswahl keine Antworten auf drängende Zukunftsfragen hat. Deshalb redet man lieber über theoretische Koalitionsoptionen anstatt über Inhalte“, kommentierte der Vorsitzende der Vogelsberger SPD, Patrick Krug, die jüngste Pressemitteilung der heimischen Christdemokraten.

Dass die Warnungen der Vogelsberger CDU-Führung vor einem Bundeskanzler Olaf Scholz und einer SPD-geführten Bundesregierung nichts mit der Realität zu tun hätten, zeige alleine die Tatsache, dass Scholz in verschiedenen Regierungsämtern auf Landes- und Bundesebene bewiesen habe, dass er für Kompetenz und Verlässlichkeit stehe.

„Die SPD steht mit unserem Kanzlerkandidaten und den heimischen Wahlkreisbewerbern Felix Döring (Gießen / Alsfeld), Birgit Kömpel (Fulda / Lauterbach) und Bettina Müller (Wetterau / Main-Kinzig / Schotten) für einen klaren Kurs“, machte Krug deutlich. Die SPD  stehe beispielsweise für Respekt vor Arbeit und Lebensleistungen mit einem Mindestlohn von zwölf Euro und stabilen Renten. Man sorge für einen effektiven Klimaschutz, der Stadt und Land nicht gegeneinander ausspielt und bei dem gelte, dass starke Schultern mehr tragen können als schwache. „Wir wollen bezahlbaren Wohnraum für alle. Die CDU hingegen lehnt all das ab und will lieber Steuern für Reiche senken. Das ist der zentralen Unterschied, um den es bei der Bundestagswahl am 26. September geht“, sagte Krug.

Richtig sei sicherlich die Feststellung der heimischen CDU-Spitze, dass ländliche Regionen wie der Vogelsberg Regierungen bräuchten, die nicht nur Ballungsräume im Blick hätten. „Gerade in Hessen beweist die CDU aber seit langen Jahren, dass sie Politik nur für den Ballungsraum macht und den ländlichen Raum bewusst vernachlässigt. Wer ein gutes Leben auf dem Land will ist deshalb bei Olaf Scholz und der SPD bestimmt besser aufgehoben“, so Krug abschließend.

2 Gedanken zu “Krug: „Mit Kampagnen der 90er löst man nicht die Probleme von heute“

  1. Schon blöd, wenn man so lange in einer großen Koalition zusammen dafür gesorgt hat, dass (Vorsicht FDP-Parole!) nie mehr zu tun war als heute. Und in fünf Jahren wird noch mehr zu tun sein. Und in zehn Jahren wird die Fülle der nicht bewältigten Krisen und Probleme dann zum Zusammenbruch führen. Das Kaiserreich ist untergegangen, die Weimarer Republik, das Dritte Reich, die DDR… Da wird es mit der Bundesrepublik wohl nicht anders laufen. Die Gründe sind im Prinzip immer die gleichen: Jede Interessengruppe denkt nur an sich. Ein Ausgleich zwischen den gesellschaftlichen Kräften kommt nicht zustande. Dann bedarf es noch irgend einer Krise von außen, und der ganze Laden geht den Bach runter. Der Krug geht so lange zum Brunnen bis der Wähler sich übergibt. Noch ein Spruch für’s rote Poesiealbum: Machen ist wie wollen, nur krasser!

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  2. Gegen einen Kanzler Scholz wäre ja nichts einzuwenden, wenn er keine Koalition mit den Kommunisten der Linken eingehen würde. Da er sich nicht klar von diesem Vorhaben distanziert, wird er auf den letzten Metern diese Wahl noch verlieren.

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