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Schüler der Alexander-von-Humboldt-Schule beobachten partielle Sonnenfinsternis durch SonnenprojektionsteleskopDer Sonnenfinsternis ganz nah

LAUTERBACH (ol). Vor wenigen Tagen war es wieder so weit: Eine Sonnenfinsternis stand am Himmel, eine ringförmige, um genau zu sagen, und ein Teil davon war auch über Deutschland zu sehen. Mit bloßem Auge allerdings war dies – besonders in den mitteleuropäischen Breitengraden – nicht möglich. Thomas Decher und Patrick Atzler, beide Physiklehrer an der Lauterbacher Alexander-von-Humboldt-Schule, ermöglichten ihren Schülern dennoch diesen besonderen Genuss der Himmelsbeobachtung.

Mit einem Sonnenprojektionsteleskop konnten alle Klassen, die sich mit ihren Lehrkräften darauf vorbereitet und dafür angemeldet hatten, das Schauspiel um die Mittagszeit auf dem Schulhof beobachten, heißt es in der Pressemitteilung der Schule. Bei einer Sonnenfinsternis schiebt sich der Mond zwischen die Erde und die Sonne. Ist der Mond kleiner als die Sonnenscheibe, weil er auf seiner Umlaufbahn weiter von der Erde entfernt ist – so wie es in diesem Fall war -, entsteht eine ringförmige Sonnenfinsternis, die hier als partielle Sonnenfinsternis wahrgenommen wurde.

Ein bisschen wie angebissen sah die Sonne zu diesem Ereignis aus – mit Hilfe der physikalischen Vorrichtung konnten die Kinder und Jugendlichen dies genau sehen und sogar mit ihren Handykameras festhalten. „Unser schuleigenes Teleskop vergrößert 40-fach und hat einen Eindruck von der partiellen Sonnenfinsternis vermittelt, wie er mit bloßem Auge nicht möglich gewesen wäre“, erläutert Decher.

Er findet es wichtig, Schülern ein nicht alltägliches Naturschauspiel zugänglich zu machen. Denn selbst eine solche „Sonnenfinsternis light“ erlebt man nur alle vier, fünf Jahre. Auch die jungen Leute zeigten sich begeistert davon – hätte man, um die Fehlstelle an der Sonne ohne Hilfsmittel zu sehen, doch bis nach Island reisen müssen. Da war man auf dem heimischen Schulhof dann doch viel schneller ganz nah dran.

Fotos: Patrick Atzler