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Einwendungen zum Windpark Amöneburg III fristgerecht eingereichtHomberg Ohm möchte Windrad verhindern

DECKENBACH (ol). Bei Deckenbach soll eine Windkraftanlage gebaut werden, doch die Stadt möchte das verhindern und hat nun – fristgerecht – Einwendungen im Genehmigungsverfahren eingereicht. Das hatte die Stadtverordnetenversammlung im Mai beschlossen.

„Der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 19. Mai wurde umgesetzt, die Einwendungen im immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren zum Windpark Amöneburg III wurden fristgerecht eingereicht“, erklärt Hombergs Bürgermeisterin Claudia Blum laut der Pressemitteilung der Stadt. Rechtsanwalt Möller und RegioConsult hätten in enorm kurzer Zeit eine fachlich versierte und umfangreiche Stellungnahme eingereicht. „Dafür gebührt beiden ein großes Lob und Dankeschön“, so die Bürgermeisterin.

Die Stadt Homberg Ohm hat mit den Einwendungen beim Regierungspräsidium Gießen beantragt, den Antrag auf Erteilung einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb einer Windenergieanlage am vorgesehenen Standort nicht zu genehmigen. Sie begründet den Antrag unter anderem damit, dass bei Errichtung und Betrieb der Windenergieanlage am vorgesehenen Standort nicht sichergestellt sei, dass Vorsorge gegen schädliche Umwelteinwirkungen und sonstige Gefahren getroffen werde und begründet dies wiederum durch umfangreiche Ausführungen zum Artenschutz, Betriebssicherheit und Eiswurf, Brandschutz, Flächennutzungsplan und Bebauungsplan und weiteren Punkten.

Das Schreiben des Rechtsanwalts an das Regierungspräsidium habe einen Umfang von 87 Seiten und werde ergänzt durch eine fachgutachterliche Kurzstellungnahme von RegioConsult zum artenschutzrechtlichen Fachbeitrag für die Windenergieanlage Amöneburg III (Deckenbach). RegioConsult habe festgestellt, dass im artenschutzrechtlichen Fachbeitrag dargelegt wird, dass innerhalb des Radius von tausend Metern um die geplante Windenergieanlage zwei Horste des Rotmilans, ein Horst des Schwarzmilans und außerdem ein Horst des Wespenbussards liegen. Daraus ergebe sich für alle Arten eine signifikant erhöhte Kollisionsgefahr.

Nach den Abstandsempfehlungen der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten von 2015 sei beim Rotmilan ein Mindestabstand von 1.500 Metern zu einer Windenergieanlage erforderlich. Die vorgesehene Maßnahme, nämlich die zeitweise Abschaltung der Anlage, sei zum Schutz des Rotmilans nicht wirksam. Ferner sei für den Kranichzug keine Maßnahme geplant und bei der Wildkatze seien die Daten veraltet.

Zusammenfassend werde im Einwendungsschreiben festgestellt, dass nach den Antragsunterlagen nicht sichergestellt sei, dass insbesondere die Immissionsrichtwerte für das im Bebauungsplan Höingen-Nord festgesetzte Allgemeine Wohngebiet von tags/nachts 55/40 dB (A) beim Betrieb aller Windenergieanlagen auf der Mardorfer Kuppe sicher eingehalten werden.

Zudem stünden relevante öffentlich-rechtliche Vorschriften u.a. der Flächennutzungsplanung, der Sicherheit der Erholungssuchenden und das artenschutzrechtliche Verbot des § 44 BNatSchG der Genehmigung der Anlage am ausgewählten Standort entgegen. Bürgermeisterin Blum weist darauf hin, dass am 27. und 28. Juli 2021 Erörterungstermine mit dem Regierungspräsidium Gießen in Homberg Ohm stattfinden sollen.

4 Gedanken zu “Homberg Ohm möchte Windrad verhindern

  1. Die Grünen sind eine Parteisekte, welche gebehtsmühlenartig Tag für Tag auf allen Medien und Fernsehkanälen ihr CO2-Caos uns einhämmert. Getragen von fast gleichgeschalteter Presse. Was den Grünen nicht passt wird boykotiert, nieder gebrüllt, für dumm verkauft, gemobbt und die Fakten verdreht bis es passt.
    Hatten Wir schon einmal,hat nix gebracht.

    Liebe Grüne lasst es bleiben, 1,8% des CO2 kommen aus Deutschland, geht nach China,USA,Indien da ist Eure Hilfe gefragt und lasst uns Hier, nach technischen Lösungen suchen.

    Wie die Autobahn, kommen auch die Windräder, der Geldköder ist ja schon vor Jahren unseren Ortspolitstrategen vor die Füsse geworfen worden und die sind vom Stamme „Nimm alles, erhöh alles, was geht“ immer im Motto, „für Homberg“(Efze), „fürs Sitzungsgeld“ (wird bald angehoben), „für Transparenz“(gibt es nicht),……

    Kritik:
    sieben Magistrate sind zu wenig, da geht noch was im Nachgang,
    dh Frau Blum ist im zweit und dritt Job öfters verhindert und braucht Vertreter?

    § 4
    Magistrat
    (1) Der Magistrat arbeitet kollegial. Er besteht aus dem hauptamtlichen Bürgermeister sowie den ehrenamtlichen Stadträten.
    (2) Die Zahl der Stadträte beträgt 6 (sechs).
    (Quelle: Entschädigungssatzung der Stadt Homberg (Ohm))

    …..und das wird noch beigebogen, bestimmt!

    Hier noch ein paar Sonderzeichen, zur freien Verwendung.
    + – , – * ‚ _ “ # ~ () ?

  2. Welch fatales Signal! Die Grünen in Homberg sind also nicht nur gg. die A49 sondern auch gegen Windenergie. IMMER wenn lokal etwas gemacht wird sind sie dagegen, in Berlin u. Wiesbaden sind sie dafür. St. Florian allenthalben. Die im Artikel angeführten Begründungen sind wirklich lachhaft. Und für dieses Konvolut an anwaltsgeschwätz auch noch danke sagen? Wir Homberger Bürger zahlen es mit unseren erst kürzlich erhöhten Steuern.
    Das Windrad wird sicher gebaut, das Geld der Homberger aus dem Fenster geworfen und nichts erreicht. Bravo Frau Schlemmer und den anderen Mitläufern! So wird das was mit Energiewende, Verkehrswende und sonstigen Wenden.

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    1. Tja, so ist das mit den „GRÜNEN“. Große Sprüche klopfen wegen Klimakrise, alle Kraftwerke (Kohle- u. Atomstrom) sofort abschalten, keine Straßen und Autobahnen wollen, aber denken, eine Industrienation müßte nach deren verwirrten Vorstellungen leben können. Wie soll denn unsere Zukunft aussehen, wenn wir alle nur noch auf Bäumen leben sollen, uns nur noch mit Kaltspeisen vegetarisch ernähren (es fehlt ja der Strom zum Kochen)und in Eimer scheißen müssen, um den Kompost zu sammeln? Die „Umwelt-Aktivisten“ benötigen doch auch Strom, um ihre Handys und Notebooks aufzuladen. Die haben aber scheinbar alle eine Scart-Buchse an ihrem Fahrraddynamo, das reicht dann ja wohl für deren Bedürfnisse. Entschuldigung, aber mit deren „spinnerten“ Zukunftsplänen kann ich mich nicht identivizieren. Gnade uns Gott vor einer Regierung durch die „GRÜNEN“!!

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  3. Genau, und fürs Gute Gewissen empfehle ich die neue Bildungsreihe der vhs:

    Zukunftsgerechte Energie für alle.

    Außerdem die Grünen wählen, dann wird schon alles gut. Toll auch das mit den Viechern, auf die wird mehr Rücksicht genommen als auf uns Menschen. Toll auch Regio conzept, die soo schnell das passende Gutachten erstellt haben, vor allen Dingen das passende.

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