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„TraVogelsberg – Eine Region bricht auf“ lädt zu besonderem HörerlebnisSchlitz akustisch ganz neu erleben

SCHLITZ (ol). Als Ergebnis der „Schlitzer Kulturdialoge“ lädt das Projekt „TraVogelsberg – Eine Region bricht auf“ zu einem Hörerlebnis der besonderen Art ein: dem Audiowalk in Schlitz. „Die bekannte Umgebung auf neue Weise entdecken“: So formulieren die Veranstalter den Gedanken dahinter.

Insgesamt 17 Stationen rund um den Stadtkern von Schlitz nehmen Interessierte auf eine künstlerisch-philosophische Gedankenreise mit und laden dazu ein, die bekannte Umgebung auf neue Weise zu entdecken. Teilnehmer können den Audiowalk alleine oder gemeinsam erleben, nur einzelne Stationen anlaufen oder unsere barrierefreie Version von zu Hause aus anhören. Zu hören sind Geschichten, Strukturen, Verborgenes, Musikalisches. Das Ganze ergibt ungewöhnliche Eindrücke von bekannten Orten.

Bis Ende Mai ist das Projekt „TraVogelsberg – eine Region bricht auf“ mit seinem „Büro für kulturelle Einmischung“ noch im ehemaligen Elektrogeschäft Mann aktiv. Als Ergebnis der Projektzeit in Schlitz wurde am Freitag, 28. Mai, ein Audiowalk veröffentlicht, der in Zusammenarbeit mit der Schlitzer Theatergruppe, der Künstlerin Annika Keidel, der Musikerin Anka Hirsch sowie Bürgern  aus Schlitz und dem Schlitzerland entstanden ist.

Wie kam es zu dieser Idee?

In Zusammenarbeit mit der Schlitzer Künstlerin & Choreografin Annika Keidel ist das Projektteam von TraVogelsberg über unterschiedliche Kanäle in den letzten Monaten mit Schlitzer und Schlitzerländer Bürger:innen in den Dialog getreten. Ziel war es, anhand des „5 Orte&PhasenModells“ von Michael Ruhl  Geschichten und Orte zu sammeln, die für die Menschen im Schlitzerland von Bedeutung sind. Es wurden digitale Kulturdialoge veranstaltet, Postkarten verteilt und Gespräche mit Menschen vor Ort geführt.
„Die Ergebnisse waren so vielfältig, spannend und inspirierend, dass wir unbedingt künstlerisch damit arbeiten wollten“, so Keidel.

Kulturdialog mit der Schlitzer Theatergruppe

Die Idee zum Audiowalk entstand bei einem Kulturdialog mit der Schlitzer Theatergruppe, deren Leitung Annika Keidel innehat. Die Teilnehmenden haben die Texte, gemeinsam mit Annika Keidel, selbst verfasst und eingesprochen. Dabei ist eine Mischung aus persönlichen Geschichten, Sagen, Erinnerungen und philosophischen Fragestellungen in Bezug auf das 5 Orte&PhasenModell entstanden.

Für einen Teil der Stationen hat die Musikerin Anka Hirsch aus Lauterbach eigene Stücke ausgewählt sowie komponiert und sich dabei vom 5 Orte&PhasenModell sowie den verfassten Texten inspirieren lassen.  Alle Interessierten sind eingeladen, den Audiowalk alleine oder gemeinsam, unter Berücksichtigung der aktuellen Pandemie-Auflagen, kostenfrei zu laufen. Für Personen, die nicht den gesamten Weg laufen können oder möchten, gibt es die Möglichkeit nur ausgewählte Stationen anzulaufen oder die barrierefreie Version anzuhören.

Der Audiowalk kann seit dem 28. Mai über die App guidemate oder direkt als MP3 kostenfrei heruntergeladen werden. Am Ladengeschäft in der Salzschlirfer Straße 2 finden Interessenten die QR-Codes für den Download, sowie eine Karte mit den Stationen.

„TraVogelsberg – eine Region bricht auf“

Das Projekt „TraVogelsberg – eine Region bricht auf“ wird gefördert im Programm TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel, einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes. Es wird im Vogelsberg vom Vogelsbergkreis als Projektträger zusammen mit den Partnerinstitutionen Kulturzentrum Kreuz und der Lauterbacher Musikschule umgesetzt. Zu hören sind die Beiträge über die Website des Kulturzentrums Kreuz, wo auch die dargestellten Orte beschrieben werden.

Gehwegschritte? En Beitrag für den Audiowalk entsteht. Foto: Kulturzentrum

TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel

Mit TRAFO hat die Kulturstiftung des Bundes ein Programm initiiert, das ländliche Regionen in ganz Deutschland dabei unterstützt, ihre Kulturinstitutionen für neue Aufgaben zu öffnen. Die beteiligten Museen, Theater, Musikschulen undKulturzentren reagieren auf gesellschaftliche Herausforderungen in ihrer Region und werden zu kulturellen Ankern und zeitgemäßen Kultur- und Begegnungsorten. TRAFO trägt dazu bei, die Bedeutung der Kultur in der öffentlichen Wahrnehmung und die kulturpolitischen Strukturen in den Kommunen und Landkreisen dauerhaft zu stärken. Von 2015 bis 2021 unterstützt TRAFO vier Regionen bei der Weiterentwicklungihrer kulturellen Infrastruktur. In der zweiten Phase werden von 2020 bis 2024 sieben weitere Regionen gefördert.

Das „5 Orte&PhasenModell“

Der Audiowalk basiert auf dem künstlerisch-philosopischen Gedankenkonstrukt des „5 Orte&PhasenModells“ des Vogelsberger Künstlers und Architekten Michael Ruhl. Das Modell orientiert sich eng an der Entstehung der einzigartigen Vulkanlandschaft des Vogelsberges. Es beschreibt den Kreislauf verschiedener Phasen und Orte, die in jeder Gemeinde der Region als verbindende und wiederkehrende Strukturen unterschiedlicher Dimensionen (geographisch, geschichtlich, etc.) vorgefunden werden können. So gibt es in jeder Gemeinde stets Steinorte, Naturorte, Architekturorte und Ruinenorte. Die Wege zwischen diesen Orten sind als fünfter Ort & fünfte Phase zu verstehen und stellen das verbindende Element dar.

Ein Gedanke zu “Schlitz akustisch ganz neu erleben

  1. Letztlich geht es darum, Fördermittel abzugreifen. Weniger in ländlichen Regionen wie dem Vogelsberg, sondern direkt bei den Projektträgern in Berlin. Das Programm wird umgesetzt von einem Unternehmen namens „PROJEKTEURE BAKV GEMEINNÜTZIGE UG, BERLIN“

    Wie finanziell klamm die sind, kann man sich mühelos anschauen:

    https://www.northdata.de/Projekteure+bakv+gemeinn%C3%BCtzige+UG,+Berlin/Amtsgericht+Charlottenburg+%28Berlin%29+HRB+173098+B

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