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Homberger Grüne unterstützen Antrag der hessischen Wurzel-Grünen zum BundestagswahlprogrammDen Bundesverkehrswegeplan klimagerecht anpassen

HOMBERG OHM (ol). Fraktion und Ortsverband der Homberger Grünen unterstützen im Vorfeld des Digitalen Bundes-Parteitags der Grünen im Juni einen Antrag der hessischen Wurzel-Grünen zum Thema „Moderne Verkehrsinfrastruktur“. „Wir unterstützen damit die Forderung, den Bundesverkehrswegeplan klimagerecht anzupassen“, teilt Fraktionsvorsitzende und Sprecherin Barbara Schlemmer mit, die selbst Mitglied der Wurzel-Grünen ist.

Die Basisbewegung habe sich „im Widerstand gegen die Zerstörung beim Bau der A49 gebildet und umfasst in Hessen zahlreiche Mitglieder von Kassel bis zur Bergstraße“. Maxime für den Bau neuer Infrastruktur müsse demnach das 1,5 Grad-Ziel von Paris, das Klimagesetz sowie klimagerechte Mobilität sein. Grundsätzlich sei der Straßensanierung vor dem Neubau Priorität einzuräumen.

Alle Projekte seien außerdem einem Klima- und Umweltcheck zu unterziehen. Besonders müsse die Bilanz die wahren Umwelt- und Ressourcenkosten der Projekte berechnet werden. Wissenschaftliche Berechnungen würden nachweisen, dass der Bau eines Kilometers Autobahn 2.270 Tonnen CO2 freisetze. Gerade nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Klimaschutz müsse daher überprüft werden, ob ein konkreter Neubau überhaupt verfassungskonform ist, so die Grünen.

Bei den bereits planfestgestellten oder gestarteten Projekten wie der A49 werde ein sofortiger Baustopp gefordert, „bis ein die Klimakrise berücksichtigender Kosten-Nutzen-Umwelt-Abgleich durchgeführt wurde.“ Für die A49 sei das besonders nötig, da die Baumaßnahme unter der aktuellen Gesetzeslage nicht mehr genehmigungsfähig wäre, weil sie die Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie nicht erfüllt und in FFH-Gebiete eingreift. „Dies hat das BVerWG Leipzig ganz deutlich betont“, so Stadtverordnete Elke Müller, die den Prozess in Leipzig vor Ort verfolgt habe.

Der Antrag zum Bundestagswahlprogramm wurde von 186 deutschlandweiten Erstunterzeichnern eingereicht. „Wir sind davon überzeugt, dass damit eine sehr gute Ausgangsbasis dafür besteht, dass der Antrag in das Bundeswahlprogramm aufgenommen wird. Gerade nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Klimaschutz sind die Grünen jetzt umso mehr in der Pflicht, diesem verfassungsgemäßen Auftrag federführend nachzukommen. Klimaschädliche Projekte wie die A49 darf es unter Beteiligung von Grünen auf keinen Fall wieder geben“, so stellvertretende Fraktionsvorsitzende Helm. In die kommende Stadtverordnetensitzung der Ohmstadt werde man weitere Anträge zum Bau der A49 einbringen.

6 Gedanken zu “Den Bundesverkehrswegeplan klimagerecht anpassen

  1. @ 49 sofort
    Ich würde mal sagen : Schaue nicht darauf was andere tun …. sondern auf das was Du selber bewerkstelligst !
    Das eigene Wollen und Tun damit zu legitimieren was andere tun ist mehr als fragwürdig !
    Jemanden zu erorten welcher zB aus eigener Sicht “ bösartiger / infamer ….. ect.“ als man selber ist und damit das eigene handeln zu legitimieren ist doch fern jeder Vernunft und Ethik .
    Das liegt doch auf der Hand ! …. oder ?

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    1. Schade, aber Sie haben meinen Kommentar dazu nicht richtig gelesen oder nicht verstanden. Ich habe geschrieben das ich mir sicher bin, das wir den CO² Ausstoß in Deutschland weiter reduzieren können. Nur leider nutzt das alleine nicht viel, wenn global nicht alle Länder mitmachen. Das sind doch die Fakten die zählen, oder etwa nicht ?

  2. Die Grünen und ihre Gutachten. Diese weisen angeblich alles Schlechte dieser Welt aus. Kein Wunder. Denn wer ein Gutachten bestellt und bezahlt bestimmt auch das was drin steht. Komisch, oder ?

    Ich empfehle einmal in die Liste der „Haupt-CO²-Produzenten“ unseres Planeten A zu schauen, da liegt China mit fast 28% ganz weit vorne und Deutschland mit nicht einmal 2% weltweit steht nicht so schlecht da. Und: wir werden das noch weiter senken können, da bin ich mir sicher. Nur: das Weltklima wird nicht gerettet wenn die 49 nicht bei Dannenrod gebaut wird.

    Also liebe „A49-Anti-Autobahn-Klimaschützer“, wie kommt ihr in Sachen Klimaschutz wirklich weiter ? Macht doch mal eine Sternenwanderung zum Tor des Himmlischen Friedens in Peking und überzeugt den chinesische Präsidenten Xi Jinping von Euren Forderungen wie wir alle das Weltklima gemeinsam verbessern können. Wenn er überzeugt wird das China in wenigen Jahren die CO²-Neutralität herstellt, dann haben alle Menschen auf diesem Planeten und die zukünftigen Generationen gewonnen.

    Ich wünsche Euch bei dieser Mission viel Erfolg.

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  3. Wenn man sich auf wissenschaftliche Untersuchungen beruft, dann gibt man üblicherweise auch Titel, Autor an und wer die Studie finanziert hat. Die über 2000t CO2 treffen vielleicht auf eine Betonkonstruktion wie eine 1km lange Brücke zu. Für 1km normale Autobahntrasse mit einer Asphaltschicht ist dieser Zahlenwert völlig unrealistisch.

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  4. Für den Bau jeder Straße muss zunächst Geld aufgewendet werden, es werden Rohstoffe verbraucht, und es entsteht auch CO2.

    Der Rohstoffverbrauch ist bei unseren Autobahnen gering, da fast 90% Recyclingmaterial verwendet werden kann.

    Die relativ hohen Kosten fließen über die Jahre durch Mauteinnahmen und durch Einnahmen aus der Mineralölsteuer wieder zurück.

    Genauso wird langfristig durch Einsparung von Umwegen mehr CO2 gespart, als für die Errichtung der Autobahn erforderlich war.

    Wäre die Autobahn bereits wie geplant vor 40Jahren fertiggestellt worden, dann wären unserem Klima bereits viele zig-Tausend Tonnen CO2 erspart worden.

    Allein klimaschädlich ist daher das rückwärtsgewandte Verhalten von Frau Schlemmer und „BUND“, die außer „verbieten“ nichts zu „bieten“ haben.

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