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Das Thema: OL-Talkrunde mit Kristof Schneider, Thomas Liebau, Stephan Paule und Mike SchneiderWo aber steht der Vogelsberg auf dem Weg zum schnellen Internet?

VOGELSBERG. Seit vielen Jahren ist es ein allgegenwärtiges Thema im Vogelsberger: Der Breitbandausbau. Von Entertainment-Streaming, Home-Office bis hin zu Online-Veranstaltungen wird eine schnellere Internetverbindung in fast allen Lebensbereichen immer wichtiger. Wo aber steht der Vogelsberg auf dem Weg zum schnellen Internet? Darüber wurde im OL-Talk „Das Thema“ gesprochen.

Um den Breitbandausbau im Vogelsberg voranzutreiben – und um sich nicht einzig auf den eigenständigen Anschluss von externen Anbietern verlassen zu müssen – wurde in 2013 gemeinsam mit dem Wetteraukreis die Breitbandausbaugesellschaft Oberhessen, besser bekannt als Bigo, gegründet. Seither sollte der Breitbandausbau im Vogelsberg selbst in die Hand genommen werden, doch noch immer sind viele Orte im Vogelsberg nicht ans schnelle Netz angeschlossen. Woran liegt das, wann gibt es wo im Kreis endlich schnelles Internet und warum ist Glasfaser eigentlich die Technologie der Zukunft?

Die Gäste der Talkrunde:

Kristof Schneider, Vertrieb TNG Stadtnetz GmbH
Thomas Liebau, Digitalberater aus Romrod
Stephan Paule, Bürgermeister Stadt Alsfeld
Mike Schneider, Immobilienmakler

8 Gedanken zu “Wo aber steht der Vogelsberg auf dem Weg zum schnellen Internet?

  1. Ich habe als Bewohner der Kernstadt Alsfeld schon vor Monaten einen TNG Antrag ausgefüllt und wäre sehr traurig, wenn wir nicht die erforderliche Quote für Alsfeld erreichen. Glasfaser bis ins Haus ermöglicht größere Bandbreiten und ich möchte hier nicht abgehängt werden. Ein Verweis auf politische Fehler in anderen Kommentaren in der Vergangenheit sollte keinen Anwohner/innen davon abhalten, sich jetzt zur angebotenen Technik zu informieren und sich für seine Immobilie die neue Technk zu sichern. Ich drücke mir und meinen Mitbürgern/innen die Daumen, dass in den verbleibenden Monaten noch ausreichend Anträge bei der TNG eingehen.
    Tobias Appel

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  2. Es geht doch nicht darum dem Bürgerauftrag folge zu leisten, sondern den Lobbyistenwünschen gerecht zu werden. Das ist im großen wie im kleinen Politalltag nun mal so.

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  3. Vermarktung hin oder her, Glasfaser muss her. Magenta TV verspricht 100 mGbyte und rauskommen ca. 30, so auch bei anderen Verträgen. Ihr werdet die alten Leitungen nicht ändern und in der Welt von Morgen, sind dann alle, die sich jetzt gut versorgt fühlen, die Schadenbacher von heute. Greift zum Antrag und ordert Glasfaser. Informiert euch, ihr kauft damit nichts zum hohen Preis. Einen hohen Preis aber werden Arbeitnehmer, Studenten Schüler und Eigenheimbesitzer zahlen, wenn sie jetzt darauf warten, dass Glasfaser bin alleine kommt.

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  4. Kristof Schneider, der regionale Vertriebsleiter der TNG Stadtnetz GmbH, spricht von Anfang bis Ende des Gesprächs von „Vermarktung“ des Vogelsbergs bzw. einzelner lokaler Versorgungsgebiete, und nicht etwa von einer VERSORGUNG der Haushalte mit schnellen Glasfaseranschlüssen! Dabei hat der Deutsche Bundestag erst vor wenigen Tagen beschlossen, dass jeder Bundesbürger ab Mitte kommenden Jahres einen Rechtsanspruch auf schnelles Internet haben soll. Entsprechendes dürfte auch bezüglich eines leistungsfähigen Mobilfunknetzes (G4 und G5) in der Pipeline sein! Siehe hierzu https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/bundestag-rechtsanspruch-schnelles-internet-100.html!
    Was da in der obigen (vorsintflutlich knackenden und von Aussetzern unterbrochenen) Talkrunde verhandelt wird, soll doch nur von dem grandiosen Versagen der Kreispolitik (Bund und Land hatten ebenfalls die schmutzigen Finger im Spiel!) ablenken. Einen Glasfaserausbau über eine eigene Versorgungsgesellschaft und damit den Anschluss an die Zukunft hätte man schon vor Jahren haben können. Aber dem ehemaligen Telekom-Ingenieur fiel es nicht schwer, sich zu Gunsten der Kupfer-Breitband-Dino-Brücken-Vectoring-Technologie ohne Glasfaser-Hausanschlüsse zurückpfeifen zu lassen, um die Aktienkurse der Telekom und damit die Vermögenswerte von Bund und Land hoch zu halten. Ein schändliches Spiel zu Lasten der Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Stadt und Land. Jetzt blicken alle angestrengt nach von und stimmen das Lied an: Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist…

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  5. Das Schlaflied von Anfang des 19. Jahrhunderts, mit dem das verlassene Biaberle getröstet wird, passt hervorragend zur digitalen „Aufholjagd“ von Vulkanistan. Vor Laschets Brücken-Lockdown war Görigs Brückentechnologie-Knockout, der die Wirtschaft auch schon um Jahre zurück warf. Über sieben Brücken musst du gehen, sieben magere Jahre überstehen… Ja, Glasfaser ist die Zukunft. Und der Fortschritt braucht nun mal seine Zeit, die man jetzt nicht mehr hat. Bevor die Kabel in jeden Haushalt verlegt sind, dürfte wohl jeder Vogelsberger bereits zweimal gegen Corona geimpft sein. Und der Igel – sprich weitsichtigere Regionen Deutschlands – behält derweil die gesichtsmaskenbedeckte Nase vorn, weil der dumme Hase allzu lange in der Grube (sprich dem Kabelkanal) saß und schlief. Hatte man ihm doch auf BIGO und Brechen lange Zeit einzureden versucht, dass die Übertragungsraten von Kupfer-Breitband und Vectoring-Technik für einen Vogelsberger schnell genug seien. Jetzt aber scheint um die „letzte Meile“ vom Kabelverzweiger zum Hausanschluss ein geradezu olympiaverdächtiger Wettkampf entbrannt zu sein. Heidschi bumbeidschi bum bum… Diejenigen Lokalpolitiker*innen, die dem mütenden Volke diesen Unsinn erzählt haben, wollen es natürlich jetzt nicht verantworten müssen, dass immer noch so viele digitaltechnisch ins Leerrohr schauen. Da werden wieder Legenden gestrickt und die Schlafwagenschaffner nicht namentlich benannt. Das Lied vom Biabele, dessen Muatter ausganga is, neamer hoam kimmt und das kloan Biabele ganz alloan laßt, ist auch insofern symptomatisch, hat man den harten Urtext doch mehrmals verharmlosend umgedichtet (bis hin zum Weihnachtslied!), weil man dem Schlagerpublikum eines Peter Alexander oder Heintje die harten Realitäten nicht zumuten mochte.
    Dazu gehört natürlich auch, dass das Bessere der Feind des Guten ist. Während ich auf ein Batterie-Auto spare, plant die Stadt Alsfeld bereits Wasserstoff-Tankstellen, sitzen internationale Forscherteams an neuen Kernkraftreaktoren (Kernfusion), mit denen sogar der Atommüll aus vergangenen Zeiten aufbereitet werden kann. Manche behaupten, die neue G5-Funktechnologie mache die Glasfaser überflüssig. Dies scheint zwar so nicht ganz zu stimmen (siehe https://telnet.lew.de/ueber-lew-telnet/newsletter/ausgabe-112019/5g). Aber eines ist sicher: Bisher ist es noch nie gelungen, Meilensteine der technologischen Entwicklung einfach zu überspringen. Wer zu spät beim letzten einsteigt, hat auch beim nächsten Technologiesprung wieder das Nachsehen.

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  6. Hallo, das dauert viel lange, wir haben ja zum Beispiel in Schadenbach, Deckenbach nicht mal Handyempfang, das ist ja nicht normal

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