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Homberg OhmRadwege durch A49-Bau nur eingeschränkt nutzbar

HOMBERG OHM (ol). Durch den Bau der A49 kommt es rund um Homberg Ohm und seinen Ortsteilen zu Einschränkungen in der Wegenutzung von Feldwegen und auch Radwegen. In einer Pressemitteilung bittet die Stadt die Bürger um Verständnis.

Bürgermeisterin Claudia Blum erläuterte, dass es während der Bauphase der A49 zu Einschränkungen der Wegenutzung kommen werde. Aktuell betreffe das die Radwege RW1 und PAN. „Ich bitte die Bürgerinnen und Bürger für die Einschränkungen um Verständnis. Wir sind in Abstimmung mit den Baufirmen und versuchen die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten, Alternativen zu finden und die Beeinträchtigungen abzumildern“, erklärte Bürgermeisterin Blum.

Im Zuge der fortschreitenden Arbeiten am Lückenschluss der A49 seien zwei auch als Radweg genutzte Wirtschaftswege durch die Trasse zerschnitten und nicht mehr für Radfahrer passierbar. Das betreffe den Meiserholzweg vom Radwegekreuz in der Mitte des Weges Richtung Maulbach und den Weg am Sörnteich ebenfalls von diesem Radwegekreuz Richtung Appenrod. Die Panorama-Tour (PAN) könne deshalb im östlich der Trasse gelegenen Teil nicht mehr genutzt werden.

Routenführung der Antriftsee-Tour ebenfalls geändert

Die Beschilderung wurde durch die Stadt entsprechend geändert. Die Strecke verkürze sich dadurch während der Bauphase. Die Routenführung der Antriftsee-Tour, die am Sörnteich entlangführte, wurde ebenfalls geändert. Die Änderungen der Radwegeführung seien auf dem Plan dargestellt. Die ursprünglichen Routen seien frühestens nach Fertigstellung der Überführungen über die Trasse am Meiserholzweg und im Bereich des Diebachsgrabens zwischen Appenrod und Dannenrod wieder nutzbar.

„Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, bin ich als Straßenverkehrsbehörde tätig geworden und habe veranlasst, dass die Beschilderung angepasst wird“, ergänzte Blum. „Diese Maßnahme war dringend erforderlich, weil die Baumaßnahmen nun in diesem Bereich begonnen haben.“

Plan der geänderten Radwegeführung Karte. Foto: Open Cycle Map, openstreetmap.org

Die Bürgermeisterin wies daraufhin, dass die Trasse der A49 den Meiserholzweg durchschneidet. „Auf der Trasse und auf entlang der Trasse angelegten Baustraßen dürfen sich die Baufahrzeuge bewegen, da dies durch die Planfeststellung festgelegt ist und es für die betroffenen Grundstücke Besitzüberlassungen gibt.“ Die Nutzung der städtischen Feldwege wurde durch die Stadt entsprechend der Feldwegesatzung am 27. November 2020 genehmigt. Die erforderliche Dokumentation zur Beweissicherung liege vor und die Genehmigung könne widerrufen werden.

Blum wies außerdem die Vorwürfe, dass durch die Genehmigung der Feldwege die Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung missachtet würden und eine Verhandlungsbasis gefährdet werde, entschieden zurück und erklärte in der Pressemitteilung: „Die Nutzung des Meiserholzweges wurde durch die Stadt am 27. November 2020 genehmigt. Die Genehmigung erfolgte als laufende Verwaltungstätigkeit deutlich vor den Beschlüssen der Stadtverordnetenversammlung am 10. Dezember 2020 und den weiteren Beschlüssen am 24. und 25. Februar 2021″.

Neues Redwegekonzept soll erdacht werden

Eine mögliche Strategie sei erstmals in der nichtöffentlichen Magistratssitzung am 23. März 2021 thematisiert worden. Zu dieser Sitzung war der Ältestenrat eingeladen. Zu den Inhalten der Strategie dürfe sie wie auch alle anderen Teilnehmer der Magistratssitzung öffentlich selbstverständlich keine Aussagen treffen.

Bei dem Meiserholzweg und dem Weg am Sörnteich handele es sich um Wirtschaftswege, die dem land- und forstwirtschaftlichen Verkehr dienen. Dies soll auch während der Bauarbeiten möglichst lange gewährleistet bleiben. Die zusätzliche Radbeschilderung wurde in den genannten Bereichen aufgrund der vorgenannten Umstände entfernt bzw. ausgekreuzt. Die Nutzung als Radweg sei dort zunächst nicht mehr möglich.

Ergänzend zur Radwegeproblematik wies die Bürgermeisterin darauf hin, dass die Nutzung von Feldwegen durch Kraftfahrzeuge grundsätzlich nicht erlaubt ist. Selbstverständlich werden beschädigte Wege durch den Verursacher wieder instandgesetzt. Im Flurbereinigungsverfahren werde ein Wege- und Gewässerplan erstellt. „Wir werden uns in den nächsten Monaten über ein neues Radwegekonzept Gedanken machen und ich hoffe, dass sich die Tourismuskommission hier einbringen wird“, so Bürgermeisterin Claudia Blum.