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Spielwelle in Romrod baut Outdoor-Gokart-Teststrecke mit Trampolin-Area und einem PräsentationstowerSpatenstich für den Bau einer kleinen Erlebniswelt

ROMROD (ol/tsz). Das Projekt wirft schon jetzt einen großen Schatten voraus: Einen dreistöckigen Präsentationstower, eine Outdoor-Teststrecke für Gokarts und eine Trampolin-Area plant der Spielzeugausstatter Spielwelle in Romrod auf dem eigenen Gelände auf rund 4.000 Quadratmetern. Der erste Schritt hin zu einer kleinen Erlebniswelt in Romrod ist nun gemacht: Der offizielle Spatenstich fand statt, mit dem Bau kann es los gehen.

Das große Gebäude der Spielwelle zwischen Romrod und Zell kennen viele Vogelsberger, was sich dahinter verbirgt, wissen allerdings nur wenige. Das soll sich noch in diesem Jahr ändern, denn Geschäftsführer Sven Eichhorn und sein Team haben die Corona-Zeit genutzt und das Angebot erweitert – und planen nun nicht nur einen großen Präsentationstower, der bereits von der Autobahn aus ein Hingucker werden soll, sondern auch eine Outdoor-Teststrecke für Gokarts und eine Trampolin-Area. An diesem Donnerstag fand der offizielle Spatenstich zum Baubeginn der Erlebniswelt statt.

In einer Zeit, in der niemand damit gerechnet habe, werde hier investiert, freute sich Romrods Bürgermeister Birgit Richtberg. Das sei ein gutes Zeichen und ein Aushängeschild für die Stadt. Dem schloss sich auch Wirtschaftsdezernent und Erster Kreisbeigeordneter Jens Mischak an, der dem Projekt eine Strahlkraft über die Grenzen der Stadt hinaus in die ganze Region attestierte. „Dieser Schritt ist sehr mutig und verdient Respekt“, erklärte Mischak.

Die ersten Testfahrer gab es direkt nach dem offiziellen Spatenstich in Form von Erster Kreisbeigeordneter Jens Mischak und Bürgermeister Birgit Richtberg. Fotos: tsz

Während sich die Firma Spielwelle mit der Ausstattung für Kindergärten beschäftigt, gibt es im Onlineshop spielheld.de schon jetzt einiges für Kinder zu entdecken: Neben Pedal-Gokarts und Trampolinen, auch Bastelmaterial, Schultüten, Laternen, Wärmflaschen, Hängematten und vieles mehr.

Die Idee, das Angebot nochmals auszuweiten, hatte Spielwelle-Chef Eichhorn schon in 2016, konkrete Pläne allerdings hatte er mit Beginn der Corona-Pandemie im April 2020 gemacht. Zu diesem Zeitpunkt erhöhte er die bis dahin noch kleinere Auswahl an Gokarts und bot Interessierten die Möglichkeit für Probefahrten an – all das soll nun noch weiter ausgebaut werden und bereits im Juli diesen Jahres eröffnet werden.

„Wir öffnen uns für die Öffentlichkeit“, erklärte Eichhorn. Konkret geplant ist ein dreistöckiger Präsentationstower aus einer Stahlkonstruktion, die mit einer großen Glasfront verkleidet ist. Dort sollen die Gokarts auf einer Fläche von etwa 350 Quadratmetern ausgestellt werden und das Interesse wecken. Schon von der Autobahn werde das Gebäude gut ersichtlich sein und – so hofft es Eichhorn – die Aufmerksamkeit und Neugier der Autofahrer wecken. Aber nicht nur anschauen kann man die Gokarts, sondern auch direkt vor Ort testen.

Dazu wird eine große Teststrecke auf dem Außengelände des Spielzeugausstatters gebaut, wo man Pedal-Gokarts, Gokarts mit Gangschaltung und Elektro-Gokarts Probe fahren kann. Über 60 verschiedene Modelle hat Spielwelle im Angebot. Zusätzlich zur der Gokart-Strecke soll außerdem noch eine große Trampolin-Area entstehen, auf der auch die Trampoline getestet werden können. „Eine kleine Erlebniswelt soll hier entstehen“, erklärt Eichhorn.

Vorerst soll die Teststrecke erst einmal für interessierte Kunden zur Verfügung stehen, die schon jetzt von Montag bis Freitag zwischen 9 und 16 Uhr die Gokarts Probe fahren und kaufen können. Denkbar sei allerdings auch, dass man die Strecke als Ausflugsziel für Schulklassen oder aber die Familie buchen könne oder aber man könne sich die Gokarts ausleihen. Der Fahrspaß geht in Romrod also in diesem Jahr noch in einer ganz neue Dimension: In Zukunft wird in die Pedale getreten. Und während der Bau nun endlich starten kann, wächst beim Team der Spielwelle rund um Eichhorn bereits die Vorfreude.

2 Gedanken zu “Spatenstich für den Bau einer kleinen Erlebniswelt

  1. Eine adventure-strecke für Gokarts muss in diesem bereich nicht gebaut werden, dazu könnte man die löchrige Landesstraße umfunktionieren… Schönes Vorhaben für das brach liegende Gewerbegebiet Romrods.

  2. …als Gewerbegebiete mit ihrer klotzigen Hallenarchitektur alles andere sind als touristische Anziehungspunkte. Um so schöner, wenn sich um den Beton herum eine bunte und attraktive Freizeitlandschaft entwickelt, deren „Straßennetz“ durchaus auch didaktisch nutzbar wäre (Verkehrserziehung). Hier könnten Menschen jeden Alters auch ein Gefühl für den Umstieg von reinem Pedalbetrieb zu Elektroantrieb entwickeln, eine – wie man weiß – gerade bei älteren Menschen höchst unfallträchtige Umgewöhnungs-Situation. Das Produkt „Pedal-Gocart“ hat mit oder ohne Motor einen enormen Aufforderungscharakter. Schon beim Betrachten der Fotos bekommt man Lust, sich mit einem der sehr erwachsen und „stylisch“ wirkenden Fahrzeuge, die zudem sehr sicher sind, auf die Erlebnispiste zu begeben. Da werden Erinnerungen wach an die kleine Cartbahn am Spielplatz des Nidda-Stausees, der eine zeitlang eine beliebte Attraktion war, aber dann vernachlässigt wurde und verödete.
    Ebenso interessant ist die Trampolin-Area. Auch hier bewahrt eine gute Anleitung die zumeist jungen Akrobaten in der Einsteigerphase vor Knochenbrüchen und eine gute Kaufberatung die Eltern vor Fehlinvestitionen und Experimenten mit Billigprodukten, die sehr teuer werden können, wenn die ausgelassenen Sprünge im Rollstuhl enden.

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