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FWG informierte sich beim Wassermeister der GemeindeWie steht es eigentlich um die Wasserversorgung im Feldatal?

FELDATAL (ol). In einem lockeren Gespräch mit dem Wassermeister der Gemeinde Feldatal, Bernd Pörner, hat sich der Kandidat der FWG Feldatal, Timo Schott, zur Wasserversorgung im Feldatal informiert.

„Im Vorfeld hatten sich beide digital über den Fragenkatalog ausgetauscht, sodass das Gespräch gut vorbereitet stattfinden konnte“, heißt es in der Pressemitteilung der FWG. So erklärte Bernd Pörner, dass in ihrer Gemeinde ein Wassernetz von rund 60 Kilometern haben und alle Feldataler zusammen im Durchschnitt 360 m³ Wasser am Tag verbrauchen würden. „Abhängig von dem Verbrauch unserer Bürger wird das Wasser aus den verschiedenen Brunnen der Gemeinde gefördert. Für den Betrieb des Wassernetzes wird eine Druckerhöhung an der Stückwiese benötigt“, heißt es weiter.

Nach der fachlichen Meinung des erfahrenen Wassermeisters würde das Wassernetz zusätzlich die gleiche Anzahl an Menschen mit Wasser versorgen können. Eine Erhöhung der Einwohnerzahl in Feldatal stelle also seitens der Wasserversorgung kein Problem dar. Natürlich müsse auch ein so komplexes System wie die Wasserversorgung von dem Fachpersonal des Bauhofs gepflegt und überwacht werden. Im Schnitt würden im Jahr sechs Rohrbrüche behoben werden.

Und wenn aufgrund von Baumaßnahmen Rohre, Schieber oder andere Komponenten des Wassernetzes freigelegt sind, werden diese laut Pressemitteilung überprüft und bei Bedarf erneuert. Des Weiteren werden Komponenten ausgetauscht, wenn diese das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben. So seien zum Beispiel Hydranten nach 30 Jahren auszutauschen.

„Sehr gutes Wasser von hoher Qualtität“

Der Anschluss des neuerrichteten Hochbehälters in Windhausen sei das aktuelle „Großprojekt”, das neben dem Tagesgeschäft erledigt wird. „Zur Wasserqualität lässt sich feststellen, dass wir ein sehr gutes Wasser von hoher Qualität haben – ein sogenanntes ‚weiches Wasser‘. Sorgen um eine Wasserknappheit müssen wir uns nach der Einschätzung unseres Wassermeisters aktuell nicht machen“, so die FWG.

Das gelte aber nur, wenn nicht noch mehr extrem trockene Sommer aufeinander folgen. Derzeit sei der Grundwasserspiegel nicht gesunken und die Versorgung Feldatals mit Wasser sei sichergestellt. Weiter heißt es in der Pressemitteilung, dass aus Feldatal kein Wasser in das Rhein-Main-Gebiet gefördert werde. „Das ist auch gut so“, seien sich die Gesprächsteilnehmer einig gewesen.

Im Gespräch kam man auch auf die Tiefe des Brunnens von Windhausen zu sprechen. Dieser sei rund 35 Meter tief, oder wie der ehemalige Wirt aus Windhausen, Walter Steuernagel, zu sagen pflegte: „Der Brunnen ist so tief wie der Kirchturm hoch”. Bernd Pörner konnte von seinem Notebook aus über die Fernwartung einen Einblick in das Wassernetz geben. Für Timo Schott, der von Berufswegen Ingenieur ist und sich mit Automatisierungs- und Prozesstechnik auseinandersetzt, war dies noch eine schöne Gelegenheit sich etwas intensiver damit auseinanderzusetzen und unseren Wassermeister über Details zu befragen. Da sich Bernd Pörner auf den wohlverdienten Ruhestand zubewege, werde derzeit ein junger Mitarbeiter des Bauhofs in die Materie eingearbeitet.

Abschließend ist Bernd Pörner für seine jahrzehntelange, erfolgreiche und gewissenhafte Arbeit sehr zu danken, so die FWG. Auch dass er sich in die neuen Technologien wie zum Beispiel Fernwartung eingearbeitet hat, zeige sein Engagement für seinen Beruf und es bleibt zu hoffen, dass sein Detailwissen auch über den Renteneintritt hinaus erhalten bleibe – und vielleicht bei Bedarf den Mitarbeitern des Bauhofs zur Verfügung steht. „Denn man kann sicherlich vieles dokumentieren, aber es geht dann doch nichts über Erfahrung“, so die FWG abschließend.

Ein Gedanke zu “Wie steht es eigentlich um die Wasserversorgung im Feldatal?

  1. Gut, dass der neue Bürgermeister dieses Projekt direkt angegangen hat. In der Vergangenheit hatte sich doch keiner an ein solches Großprojekt dran getraut. Warum rühmen sich jetz die Freien Wähler damit? Irgendwie macht es den Eindruck als schmücken sich die nur mit fremden Lorbeeren

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