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CDU stellt Ortsbeiratsliste für Sellnrod aufDem Dorf eine Zukunft geben

SELLNROD (ol). Ein Rückblick auf die Ortsbeiratstätigkeit der letzten fünf Jahre, sowie die Diskussion über die Zukunft der Dörfer im ländlichen Raum und natürlich die Aufstellung mit Beschlussfassung der Liste für die Neuwahl des Ortsbeirats am 14. März 2021 standen im Mittelpunkt einer Versammlung von Mitgliedern und weiteren am Dorfgeschehen interessierten Mitbürgern Anfang Dezember vor dem Lockdown, die unter Beachtung aller Corona-Auflagen im Oberschoss des Feuerwehrgerätehauses stattgefunden hat.

Bei der letzten Ortsbeiratswahl im März 2016 hatte die CDU-Liste mit 50,3 Prozent der Wählerstimmen vier von sieben Sitzen des Sellnröder Ortsbeirats gewonnen. Ein großes Thema in den zwei Jahren vor dieser Wahl war die Schließung des seit 1976 bestehenden Kindergartens durch die Gemeindevertretung der Gemeinde Mücke gewesen. Bekanntlich ist die Betreuung der Kinder dann fünf Jahre lang durch den Trägerverein Landkinder Sellnrod – mit großer ideeller und finanzieller Unterstützung der Bevölkerung – als Großtagespflegestelle sehr erfolgreich organisiert und verantwortet worden, heißt es in der Pressemitteilung der Mücker CDU. Seit August 2019 wird die Einrichtung wieder als gemeindlicher Kindergarten geführt.

Wie Ortsvorsteher Peter Horst berichtete, sei es nach mehr als zehnjährigem Bemühen in 2018 endlich gelungen, den 800 Meter langen Verbindungsweg zwischen dem Sportplatz Sellnrod und dem Campingplatz Groß-Eichen als asphaltierten Weg mit sehr festem Unter-bau fertig zu stellen. Für alle Einwohner von Sellnrod vom Kleinkind- bis in das Seniorenalter sein dies sehr begrüßt worden, denn der nun sehr gut ausgebaute Weg eignet sich ideal als ebene Strecke zum Fahrradfahren, Spazierengehen und sogar mit Rollator kann man sich hier an der frischen Luft bewegen. Im Jahr 2021 sollen noch zwei Sitzbänke aufgestellt werden, auf denen eine Pause eingelegt und der Blick auf das schöne Streitbachtal geworfen werden kann.

Erfreulich sei auch, dass der alte Fußgängersteg über den Streitbach an der Verbindung zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Groß-Eichener Weg komplett abgebaut und durch einen neuen Übergang aus Holz ersetzt worden ist. Das Ortsbild ist an dieser Stelle deutlich aufgewertet worden Der stellvertretende Ortsvorsteher Hans Heuser führte aus, dass die Gemeindeverwaltung jetzt alle Grundstücke von den privaten Eigentümern am Ortseingang von Lardenbach her angekauft habe und man sich als Ortsbeirat in der neuen Wahlperiode verstärkt dafür einsetzen werde, dass die dort geplanten Bauplätze durch das Verlegen der Versorgungsleitungen von Wasser, Kanal, Strom, Internet und Weiters tatsächlich zur Bebauung frei gegeben werden können. Es sei ihm ein Anliegen, dafür zu sorgen, dass das Dorf eine Zukunft habe. Hier habe es in den letzten Jahren gute Fortschritte gegeben, denn mehrere

Wohnhäuser, die durch das Versterben älterer Mitbürger frei geworden sind, wurden von jungen Leuten und Familien angekauft und grundlegend renoviert, heißt es weiter. Auch zwei ältere Hofreiten konnten durch Ankauf wieder „belebt“ werden, sodass der Ortskern lebendig bleibe. Die sogenannte „demographische Entwicklung“ sei in den vergangenen Jahrzehnten auch in Sellnrod spürbar und sichtbar geworden. Und der Ortsbeirat müsse sich damit beschäftigen.

Umso erfreulicher sei, dass in Sellnrod kaum Gebäude längere Zeit leer stehen, sondern wieder einer Nutzung zugeführt werden konnten. Die einzig wirklich wirksame Maßnahme gegen die Abwanderung von jungen Leuten sei das Anbieten von zeitgemäßen Wohnungen und die Schaffung beziehungsweise der Erhalt von Arbeitsplätzen im Dorf. Auch dies sei in Sellnrod durch die Initiative von einzelnen Unternehmern gut gelungen.

Wichtigster Punkt des Abends war die Aufstellung einer Kandidatenliste für die Ortsbeiratswahl am 14. März 2021. Nach ausführlicher Beratung und in geheimer Wahl wurde folgende Liste aufgestellt und mittlerweile beim Gemeindewahlleiter eingereicht:

1. Peter Horst (54),  2. Anne-Kathrin Wallisch geb. Funk (42 Jahre), 3. Dr. Hans Heuser (64) , 4. Aljoscha Merkel (36),  5. Christina Herbrik geb. Ringsdorf (47), 6. Danny Brandenburger (34), 7. Angela Heuser (31), 8. Tom-Lukas Horst (25).

Besonders erfreulich ist, dass die Liste alle Alterskategorien und ganz verschiedene Berufstätigkeiten abbildet. Mit einem Altersdurchschnitt von 37 Jahren könne die CDU den Wählerinnen und Wählern eine sehr junge Mannschaft vorstellen, in der Frauen und Männer fast gleichmäßig vertreten sind.

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