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Bürgerforum tritt zur Kommunalwahl an„Schadensbegrenzung für die vom Bau der A49 betroffenen Anwohner ist für uns die aktuell vorrangigste Aufgabe“

HOMBERG OHM (ol). Mit seiner Fraktionsvorsitzenden Jutta Stumpf und deren Stellvertreter Eckhard Hisserich an der Spitze wirbt das Demokratische Bürgerforum Homberg Ohm um die Stimmen der Bürgerinnen und Bürger zur Gemeindewahl am 14. März 2021. Insgesamt 13 Kandidatinnen und Kandidaten umfasst der Wahlvorschlag des Bürgerforums.

„Wir haben es geschafft, viele neue Interessierte für unsere Liste zu gewinnen, eine ausgeglichene Altersstruktur von Anfang 20 bis Ende 60 zu erreichen und können bei den Kandidatinnen und Kandidaten auch noch auf vielfältige berufliche Erfahrungen zurückgreifen. Mit Jutta Stumpf (Homberg), Eckhard Hisserich (Homberg), Thorsten Müller (Maulbach), Kinga Walter (Ober-Ofleiden), Klaus Sens (Erbenhausen), Karl Heinrich Linker (Homberg), Markus Klapp (Ober-Ofleiden), Lennart Hisserich (Homberg), Marcus Müller (Deckenbach), Nicole Dörr (Appenrod), Jens Drescher (Homberg), Ricardo Hagemann (Ober-Ofleiden) und Birgit Pommerenke (Homberg) spiegelt unsere Liste die Bandbreite der Homberger Gesellschaft“, fassen die Spitzenkandidaten zusammen.

Da das Bürgerforum nach den gesetzlichen Bestimmungen Unterstützungsunterschriften zur Einreichung des Wahlvorschlags vorlegen musste, bedanken sich die Mitglieder bei allen Bürgerinnen und Bürgern aus der Großgemeinde für die zahlreiche und sehr schnelle Mithilfe. Innerhalb von nur wenigen Tagen nach Aufstellung der Kandidatenliste konnte ein Vielfaches der benötigten Stützunterschriften erreicht werden, heißt es in ihrer Pressemitteilung. Dies zeige, wie groß das Interesse der Homberger an einer anderen, neuen politischen Ausrichtung sei, die ausschließlich die Interessen der Stadt und ihrer Bürger im Fokus habe. Gleichzeitig werde aber auch die große Erwartungshaltung an die  Kandidaten der erst seit wenigen Monaten bestehenden Gruppierung verdeutlicht, betonen Stumpf und Hisserich.

Mehr Transparenz und ein Ende der Geheimdiplomatie

Die Listenbewerber decken das gesamte Spektrum der bürgerlichen Parteien ab, beabsichtigen aber auf kommunaler Ebene eine völlige Neuausrichtung losgelöst von parteipolitischer Einflussnahme hin zu ausschließlich örtlichen Schwerpunktthemen. „Schadensbegrenzung für die vom Bau der A49 betroffenen Anwohner ist für uns die aktuell vorrangigste Aufgabe. Wir müssen zumindest versuchen, die Auswirkungen der eklatanten Versäumnisse der diversen Magistrate seit 2007 zu korrigieren. Wir fordern mehr Transparenz in Entscheidungsvorgängen im Sinne demokratischer Prinzipien – ein Ende der Geheimdiplomatie“, führen Stumpf und Hisserich aus.

Ganz oben auf der Agenda steht dabei auch die Gestaltung des künftigen Industrie- und Gewerbegebiets „Am Roten Berg“. „Wir setzen uns für die Ansiedlung von Kleingewerbe, produzierendem Gewerbe und von Start-Ups sowie die Bereithaltung von Flächen für die Expansion örtlicher Unternehmen ein. Die geplante Ansiedlung von Logistikunternehmen lehnen wir entschieden ab und werden alles daran setzen, dies zu verhindern“, so die übereinstimmende Auffassung aller Listenbewerber des Bürgerforums. „Wir wollen nicht noch mehr Verkehrsbelastung, großen Landverbrauch, wenige Arbeitsplätze und geringe oder gar keine Gewerbesteuereinnahmen“, betonen alle Kandidaten. „Die negative Entwicklung mit Nordfrost in Atzenhain darf sich in Homberg nicht wiederholen“, warnt das Bürgerforum.

Da die Gestaltung des künftigen Industrie- und Gewerbegebiets allein in der Hand der Stadtverordnetenversammlung liege und die bisherigen Mehrheitsfraktionen mit Bürgermeisterin Blum sich bereits für Logistiker „Am Roten Berg“ positioniert haben, komme den künftigen Mehrheitsverhältnissen im Homberger Stadtparlament daher besondere Bedeutung zu. Eine solide Finanzpolitik steht ebenfalls ganz oben auf dem Forderungskatalog. Die geplante Verdreifachung der Neuverschuldung bis 2023 bei gleichzeitigem Aufzehren aller Rücklagen finde keine Zustimmung der Fraktion, weshalb man den Haushaltsentwurf 2021 auch ablehnen werde.

Verständigt haben sich die Listenbewerber ferner auf die Erstellung eines Konzepts zur künftigen Entwicklung der Ohmstadt und aller Stadtteile. Dabei sei zu erfassen, wo die Stadt heute stehe und wohin man in zehn oder gar 20 Jahren wolle. In diesem Zusammenhang werde man sich durch Fachleute extern beraten lassen und die Erstellung eines Zukunftskonzepts für das Gemeinwesen unter Berücksichtigung der Themenbereiche Kinder, Jugend, Familie und Senioren anstoßen.

Unerlässlich sei für das Bürgerforum eine transparente Kommunikation auf allen Ebenen der Gemeindeorgane und Hilfsorgane sowie in allen Verwaltungsbereichen. „Wir erwarten hier einschneidende Veränderungen in der Informationspolitik, der Beteiligung der Ortsbeiräte und vor allem in der Wertschätzung und im Umgang mit den Bürgerinnen und Bürgern“, so die eindeutige Positionierung.

4 Gedanken zu “„Schadensbegrenzung für die vom Bau der A49 betroffenen Anwohner ist für uns die aktuell vorrangigste Aufgabe“

  1. @ Homberger und seine Likes
    Erschreckend wie kurz das Gedächtnis sein kann.
    Nachdem der „Kölner-Klüngel“ mit der „Küsschenfraktion“ in Homberg Einzug gehalten hatte, wurde eine parteiübergreifende Koalition für das Bauprojekt Aldi-Seniorenwohnungen gebildet. Das Bürgerbegehren gegen das Vorhaben wurde von den Homberger Parteien ingoriert. Erst der Bürgerentscheit mit überwältigender Mehrheit kippte den Plan.
    Das war der große Verdienst der von Ihnen geschmähten:
    „Was haben die in Homberg die letzten Jahre ausser Stören, Verhindern, Anzeigen in der Kommunalpolitik bewegt?“ Zur Eröffnung ließen sich dann genau diese strikten Gegner feiern und mit Fotos abbilden lassen, dass sie den Rossmann nach Homberg gebracht haben. Wie scheinheilig!
    Zu der Zeit hatte sich die CDU noch Transparenz auf die Fahnen geschrieben. Das dann eine Koalition von CDU-SPD-FWG gebildet wurde und alle Hauptsache gegen die Grünen konnte man da noch nicht wissen und von Transparenz ist in Homberg keine Spur mehr.
    Lesen Sie ein mal die Protokolle der Stadtverordnetenversammlung nach:
    https://www.homberg.de/de/rathaus/politik/2020
    Mehr wie „Der Stadverordnete fragt – Frau Blum antwortet“ wird uns nicht mehr geliefet. Ich bin froh, dass wnigstens eine handvoll den Mut und das Rückgrat haben die Gesetzmäßigkeiten und die Rechtstaatlichkeit noch einzufordern!
    Ja es wird höchste Zeit Transparenz herzustellen und die alten Klüngler endlich ab zu wählen!

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    1. @Disliker
      Na, da outet Ihr Disliker Euch aber heftig.
      Was wollt Ihr für die Zukunkt für Homberg, für Euch und Eure Familien?
      Oder seid Ihr die, die vom jetzigen Klüngel profitieren?
      Vielleicht auch am „roten Berg“ noch schnell ein Grundstück übertragen?
      Oder als Tröster der Witwen und Waisen 1,50 € im Industriegebiet für Grasland geboten?
      Ohne eine neue, grundsätzliche Einstellung zur Homberger Sumpfpolitik kann es keinen Neuanfang geben!
      Die Zeiten wo der schwarze „…“ und der rote “ … “ bei „Helldags“ im Hinterzimmer bestimmt haben was gemacht wird –
      muss vorbei sein??!! Ist doch erschreckend wenn es in der Politik nur um eigene Interessen geht und bei Abstimmungen des Parlaments dann die Hälfte wegen Befangenheit den Saal verlassen muss. Übrigens nicht von den bösen Grünen oder dem neuen Bürgerforum!

      Meiner Meinung nach, haben sich die z.Zt. 34 Disleiker, die die Äußerung, daß 10 Kandidaten politisch nicht vorbelastet sind, klar als Feinde der Demokratie geoutet. was in Homberg aber wohl normal scheint.

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  2. Augenwischerei….Hier wurde „parteihopping“ der scheinbaren Spitzenkandidaten betrieben. Was haben die in Homberg die letzten Jahre ausser Stören, Verhindern, Anzeigen in der Kommunalpolitik bewegt? Sachliche Mitarbeit sowie vernünftiges Miteinander scheint in diesem Forum keine Grundregel zu sein. Geheimhaltung und Schadensbegrenzung…Begriffe um Wähler zu locken. Arm und traurig. Macht eure Arbeit richtig oder lasst die Kandidatur am besten bleiben

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    1. 10 der 13 Kandidaten haben gar keine politische Vorgeschichte. Daher keine Pauschalurteile.

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