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Kooperation zwischen Krankenhaus Eichhof und Polizeipräsidium OsthessenZusammenarbeit intensiviert

LAUTERBACH (ol). Mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung arbeiten das Krankenhaus Eichhof und das Polizeipräsidium Osthessen ab sofort enger zusammen. Gerade die Zusammenarbeit von Ärzteschaft und Polizei sei geprägt von hohen rechtlichen und medizinisch-fachlichen Anforderungen.

So ist die Polizei im Rahmen der Gefahrenabwehr auf medizinische Hilfen und Einschätzungen sowie im Rahmen der Strafverfolgung auf eine qualifizierte Beweissicherung und Begutachtung angewiesen – Ärzte sind jedoch per se nicht dazu verpflichtet, behördlich angeordnete Untersuchungen vorzunehmen. So aus der Pressemitteilung des Krankenhauses.

„Mit dieser Kooperationsvereinbarung schaffen wir nicht nur zuverlässige und verbindliche Strukturen im Vogelsbergkreis, sondern verkürzen auch insbesondere die Reaktionszeit der Polizei“, betonte der Lauterbacher Stationsleiter EPHK Uwe Schütz. Somit gehören zeitaufwendige Fahrten in Kliniken umliegender Landkreise der Vergangenheit an.

„Unsere Ärzteschaft, die bislang frei in ihrer Entscheidung war, die Maßnahmen, wie Blutprobenentnahmen durchzuführen, wurde in die Entscheidungsfindung für die Kooperationsvereinbarung eingebunden und unterstützt die vertragliche Regelung mit dem Polizeipräsidium Osthessen, zukünftig den Pool an Medizinern in der Region, die für die Polizei tätig werden, zu verstärken“, erklärt Dr. Johannes Roth, Ärztlicher Direktor und Chefarzt Innere Medizin/Gastroenterologie am Krankenhaus Eichhof.

Er begrüßt den gesteckten Rahmen, den die Vereinbarung im Hinblick auf haftungsrechtliche Fragen für das medizinische Personal darstellt und sieht das Projekt als erfolgreiches Modell für den ländlichen Raum. „In Großstädten ist die Dichte an Kliniken und Arztpraxen deutlich höher. Dort gibt es meist nur wenige Engpässe, vor allem in der Nacht“, sagt Dr. Roth.