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Knapp 30.000 FahrgästeVulkan-Express: Jubiläumssaison trotz Corona-Einschränkungen gut abgeschlossen

VOGELSBERG (ol). Die seit 20 Jahren als „Vogelsberger Vulkan-Express“ bekannten Buslinien mit Radtransport konnten ihr Jubiläumsjahr trotz Corona-Einschränkungen zu einem guten Abschluss bringen. „Knapp 30.000 Fahrgäste und etwa 9.250 transportierte Räder sind unter den Bedingungen der letzten Monate ein Ergebnis, mit dem man zufrieden sein kann. Wir haben mit weniger Zuspruch von Seiten unserer Fahrgäste gerechnet“, resümiert Armin Klein, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Oberhessen (Vgo), die von Mai bis Oktober 2020 dauernde Saison.

Vermutlich habe die coronabedingte Freizeitgestaltung zu Hause für den Zuspruch bei der Nutzung des Vulkan-Expresses eine nicht unerhebliche Rolle gespielt. „Am 1. Mai dieses Jahres war für das Vulkanfest auf dem Hoherodskopf ein großes Jubiläumsprogramm geplant, mit dem wir das 20jährige Bestehen unserer Buslinien feiern wollten. Leider fiel unser Vorhaben – wie so viele andere in der Region – den Corona-Beschränkungen zum Opfer“, bedauert Klein in der Pressemitteilung der Vgo.

In diesem Jahr wurden erstmals die Orte Nieder-Wöllstadt, Assenheim, Nieder-Florstadt, Ober-Florstadt, Staden, Nieder-Mockstadt und Ranstadt in die Vulkan-Express-Linie VB-93 integriert. Damit werde die südliche Wetterau beziehungsweise der Premiumradweg „Niddaroute“ noch besser an den Naturpark Hoher Vogelsberg angebunden. Die Linie VB-93 führt ab Nieder-Wöllstadt über die vorgenannten Orte nach Nidda und weiter über Schotten bis zum Hoherodskopf (und zurück). In Nieder-Wöllstadt besteht Anschluss an die S-Bahn-Linie S6 aus / in Richtung Friedberg beziehungsweise Karben, Bad Vilbel und Frankfurt. „Die Erweiterung des Verkehrsangebots war nur durch die finanzielle Beteiligung der Kommunen Wöllstadt, Niddatal, Florstadt und Ranstadt möglich“, erläutert Armin Klein.

Die sechs Vulkan-Express-Linien VB-90 bis VB-95 sind von Mai bis Oktober an allen Samstagen, Sonn- und Feiertagen in der Region Vogelsberg und Wetterau unterwegs. Fünf Linien treffen sich auf dem Hoherodskopf, eine Linie begleitet fast den gesamten Vulkanradweg, weitere verkehren teilweise entlang des Vulkanradwegs, Südbahnradwegs sowie der Niddaroute. Insbesondere Wanderer und Radfahrer nutzen die auf Freizeitaktivitäten abgestimmten Busverbindungen, jedoch sind alle Linien „ganz normaler“ ÖPNV und von jedermann nutzbar.

Das Besondere am Vulkan-Express: In den mitgeführten Anhängern können Fahrräder transportiert werden. Für Fahrgäste gilt der normale RMV-Tarif, der Radtransport ist dabei kostenlos. Umsteigemöglichkeiten zwischen Bahn und Vulkan-Express bestehen an den Bahnhöfen Lauterbach, Mücke, Hungen, Glauburg-Stockheim, Nidda, Wächtersbach und seit der Saison 2020 auch in Nieder-Wöllstadt.

„Wie lange uns die Pandemie im öffentlichen und privaten Leben noch einschränken wird, kann keiner vorhersagen. Wir hoffen für uns alle, dass die nächste Saison im Mai 2021 wie gewohnt starten kann“, wagt Armin Klein einen Blick in die Zukunft. So steht auch noch nicht fest, ob das etablierte Vulkanfest am 1. Mai 2021 auf dem Hoherodskopf stattfinden kann. Diese Entscheidung sei von der weiteren Entwicklung der Pandemie abhängig.

Mehr Informationen zum Vulkan-Express und zum ÖPNV allgemein gibt es bei der VGO in den ServiceZentren in Alsfeld, Gießen und Friedberg, telefonisch unter 06631/963333 sowie online unter www.vgo.de/vulkan-express.

2 Gedanken zu “Vulkan-Express: Jubiläumssaison trotz Corona-Einschränkungen gut abgeschlossen

  1. 300.000 ÷ 20 = 1500 pro Jahr.
    Umgerechnet auf eine Sommersaison Mai bis September sind das also stolze 300 Fahrgäste pro Monat!
    Ich gratuliere zu diesem Erfolg!

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