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Auf provisorische Betonleitplanke aufgefahren - rund 600 bis 800 Liter Diesel ausgetretenLkw-Unfall auf der A5: Fahrer soll alkoholisiert gewesen sein

ROMROD (ol). Am Montagabend kam es auf der A5 etwa auf der Höhe von Romrod zu einem Unfall mit einem Lkw. Ein 45-jähriger ukrainischer Lkw-Fahrer einer polnischen Spedition war im Baustellenbereich mit seinem Lkw offenbar stark alkoholisiert auf die Betonschutzwand gekommen. Auf einer Länge von rund 600 Meter walzte er die Begrenzung nieder. Es drangen circa 600 bis 800 Liter Diesel aus.

„Die erste Meldung für die Freiwillige Feuerwehr Alsfeld war Gefahrgutunfall nach einem Lkw-Unfall. Es seien größere Mengen Diesel ausgetreten“, erklärte Stadtbrandinspektor Daniel Schäfer von der Feuerwehr Alsfeld. Anderen Fahrern sei der Mann bereits zuvor durch seine Fahrweise aufgefallen. Ein Zeuge, der hinter dem Lkw-Fahrer fuhr, konnte diesen bis zum Eintreffen der Funkstreife festhalten. Laut Zeugenaussage soll der Mann nur 40 bis 50 km/h gefahren seien, obwohl 70 erlaubt sind.

Bei der Verschwenkung der Fahrspuren fuhr der Lkw-Fahrer jedoch nicht die vorgesehene Fahrspur entlang, sondern geradeaus auf die provisorisch aufgestellte Betonleitplanke. Erst nach rund 800 Metern kam der Lkw zum Stehen. Er riss sich beide Dieseltanks auf, sodass rund 600 bis 800 Liter Diesel austraten. „Der Kraftstoff hat sich zum Glück nicht so sehr auf der Fahrbahn verteilt, sondern in einem Baufeld in einem Graben gesammelt“, so Daniel Schäfer. Der Lkw-Fahrer wurde dabei zum Glück nicht verletzt.

Foto: Crönlein/GBS News-Online

Der Gegenverkehr musste kurzzeitig auch gesperrt werden, denn die Feuerwehr hatte keine Möglichkeit die Unfallstelle anzufahren. Nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte konnte der Verkehr in Richtung Frankfurt wieder freigegeben werden. Der Baustellenabschnitt musste jedoch gesperrt bleiben. Der Kraftstoff wurde durch die Feuerwehr auf einer Länge von rund 600 Meter abgebunden. Die Feuerwehr war mit 27 Einsatzkräften an der Unfallstelle, auch ein Rettungswagen war vor Ort.

Nach ersten Angaben der Autobahnpolizei Bad Hersfeld stand der Fahrer unter Alkoholeinfluss. Ein Alkoholtest wurde von dem stark alkoholisierten Fahrer verweigert. Er wurde auf die Wache gebracht und es wurde eine Blutprobe angeordnet. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 40.000 Euro. Für die notwendigen Aufräumarbeiten soll die Fahrbahnsperrung des rechten Fahrstreifens in Richtung Kassel bis in den Vormittag andauern. Während der Unfallaufnahme staute sich der Verkehr auf einer Länge von rund sechs Kilometern.

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