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BUND-Tipp: „Sommerbräune” für den Rasen„Wässern Sie ihren Rasen nicht mit wertvollem Trinkwasser“

REGION (ol). Die Hitze der letzten Wochen hat sichtbare Spuren in Hessens Gärten hinterlassen: Wo sich die Menschen sonst über grünen Rasen freuen, befinden sich zurzeit oft nur noch trockene, braune Flächen. Thomas Norgall, Naturschutzreferent beim hessischen Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rät zur Gelassenheit: „Wässern Sie Ihren Rasen nicht mit wertvollem Trinkwasser, sondern ertragen Sie seine ‚Sommerbräune‘“.

Hintergrund der ungewöhnlichen Forderung: In einigen hessischen Regionen herrscht dauerhaft Wasserknappheit, heißt es in der Pressemitteilung des BUND. Die notwendige Trinkwassergewinnung berge zum Beispiel im Vogelsberg ökologische Risiken und hat im Hessischen Ried großflächige Waldschäden in den Gewinnungsgebieten zur Folge.

In der Regel überlebt der Rasen Trockenphasen. Bei ausreichend Niederschlägen treibe er aus den Wurzeln im Boden wieder aus und bildet eine neue grüne Fläche. Deshalb sollte Trinkwasser möglichst nicht zur Rasenbewässerung eingesetzt werden. Die Halmlänge spielt bei der Hitze im Übrigen auch eine Rolle: Wird der Rasen beim Mähen nur auf circa zehn Zentimeter gekürzt, trockne der Boden weniger aus, was die Wiederbegrünung begünstigt.

12 Gedanken zu “„Wässern Sie ihren Rasen nicht mit wertvollem Trinkwasser“

  1. Tipp an den BUND: Nutzen sie ihr Gehirn bitte nicht. Es ist so von Ideologien zerfressen, da kommt sowieso nur Bullshit raus. Überflüssige Meldungen wie diese sind digitale Umweltverschmutzung und sollten vermieden werden.

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  2. Wenn es sich die Stadt Alsfeld (nicht)leisten kann die Schwimmbecken trotz Corona für die restlichen Tage 2020 zu befüllen, werde ich meinen Rasen weiterhin im Sommer grün halten. Nach der Saison dürfte die Bäder die 1 Mio voll haben. Super Leistung. Und die Frankfurter sind angehalten in der Trockenzeit die Bäumchen mit dem Vogelsberger Wasser zu gießen. Ist auch no problem, kostet ja weniger als bei den Vogelsbergern.

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  3. Rheinwasseraufbereitung erweitern

    Wenn die die Rheinwasseraufbereitung erweitert und mehr Wasser im Hessischen Infiltriert würde, dann stellt sich auch die Frage der Entnahme aus dem Vogelsberg neu. Ziel sollte sein, dass Südhessen sich aus eigenen Ressourcen versorgt. Unabhängig davon ist Trinkwasser bei der Dürre im Sommer auch im Vogelsberg zu wertvoll, um damit den Rasen grün zu halten

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  4. Lernen durch Schmerz, das Wasser aus dem Vogelsberg muss für Frankfurter wesentlich teurer werden, nur dann kommt man auf die Idee z. B. Das Gemüse Waschwasser aufzufangen und zum Giessen zu verwenden. Es muss ein Umdenken in den Köpfen stattfinden. Der Vogelsberger Wald darf nicht weiter sterben.

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  5. Stimmt verschwenden Sie lieber kostbares TRINKWASSER für ihren Pool.
    Es ist eine Frechheit überall ist Entnahme von Wasser aus den Bächen verboten. Gleichzeitig wird kostbares Trinkwasser aus dem Vogelsberg nach Frankfurt gepumpt.
    Und jeder Depp braucht einen Pool neuerdings.
    Da sollte das Wasser das dreifachkosten!!!!

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    1. Da hatst du Recht Christian.
      Was für mich noch Scheinheiliger ist, ist die Tatsache das man in Frankfurt für Wasser / Abwasser weniger bezahlt.
      Bessere Ausnutzung der bereitgesellten Infrastruktur. (Mehr Menschen an einem Wasser- bzw. Abwasserstrang.)

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    2. Ich bin erstaunt dass im Zusammenhang mit Trinkwasser Verbrauch niemand darüber spricht dass Unmengen davon in der Toilettenspülung ver(sch)wendet werden.Brauchwasser z.B.Regenwasser könnte dazu verwendet werden.Das könnte gesetzlich vorgeschrieben werden.Oder die Frankfurter Hotels spuelen ihre Toiletten mit Mainwasser…alles machbar..
      Aber es ist einfacher täglich unglaubliche Mengen Trinkwasser aus dem Vogelsberg zu entnehmen.
      Unglaublich dass keine Partei und keine Umweltschutz Organisation darüber spricht und entsprechende Forderungen erhebt.Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel.
      Das sollte nie vergessen werden!!

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    3. Ich liebe es, nach einem anstrengenden Tag mich in meinem Pool abzukühlen. Das werde ich gleich auch wieder tun und dabei an Ihr Gesicht denken. Ich denke außerdem daran, daß ich, außer das Wasser für meinen Pool, ziemlich wenig Wasser verbrauche. Für eine 5-köpfige Familie nur etwa 6qm3 pro Monat. Dies Dank Regenwasser-Klospühlung und moderner Haushaltsgeräte. Das Wassser für meinen Pool erhöht das ganze dann auf etwa 7qm3 pro Monat. Wie hoch ist Ihr Wasserverbrauch im Monat?

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      1. Bei Regenwasser-Klospülung und mit einer 5-köpfigen Familie kommt schon einiger Schei.. zusammen. Prima dann zahlen ja Ihre Mitmenschen normaler Toiletten anteilig ihren Abwasserbeitrag. Oder wie wird abgerechnet? Haben sie ihre Anlage auch angemeldet Herr Kuhnert?

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  6. Da fehlt mir bei der Problematik die Logik des Systems. Das Rhein Main Gebiet wird mit Trinkwasser aus dem Vogelsberg versorgt. Die amtlich festgesetzten Entnahmemengen wurden ohne Anforderung trotz Wassermangel durch die zuständigen Behörden erhöht. Scheinbar ist den `Fachleuten` nicht klar, dass bei weiter absinkenden Grundwasserspiegel der Wald seine Wasserspeichernde Funktion verliert und abstirbt. Basalt hält kein Wasser und auch kein Humus. Verträge hin oder her, wenn es nicht zukunftsfähig ist, Pech gehabt. Mainwasser aufbereiten und keine Brunnen für Bauland versiegeln!
    Im Vogelsberg soll gespart werden, wenn andere mit `Trinkwasser` bester Qualität im Klo runterspülen. Abdrehen, zudrehen, abstellen- mit Eimern aus Tankwagen zuteilen, dann erfahren Städter wie kostbar Wasser ist.
    Es ist wohl geil und der heutige Zeitgeist mit den auf Messers Schneide stehenden Katastrophen zu leben, als gebe es kein Morgen. Urlaub, Corona Masken, Abstand und vieles mehr, aber immer nur die Anderen. Pfui ihr lieben Mitmenschen. Was werden unsere Nachfahren leiden.

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    1. Wer hat das politische Gewicht das Problem in den Griff zu bekommen und den Hahn auf ein ökologisch vertretbaren Maß zuzudrehen. Mit Einsparungen Vogelsberger Bürger wird hier nichts erreicht werden. Wer ist hier der maßgebliche Entscheider? Wen müssten die Bürger wählen?

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  7. Ja, wir lassen unsere Gärten vertrocknen damit im Rhein Main Gebiet mit unserem Wasser die Parks bewässert werden können… Gute Idee!

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