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Grebenau, Gemünden und Romrod als Pilotgemeinden - Infoveranstaltungen Ende Juni geplantTNG Stadtnetz bringt Glasfaser bis ins Haus im Vogelsberg

VOGELSBERG (ol). Das Warten auf schnelles Internet soll ein Ende haben – die TNG Stadtnetz hat es sich zum Ziel gesetzt, das Herz Hessens – also den Vogelsberg – mit einem Glasfasernetz bis ins Haus zu versorgen. In einer Aktionsphase wird mit den Pilotgemeinden Grebenau, Gemünden und Romrod begonnen.

In einer Pressemitteilung teilt das Kieler Unternehmen, das in Glasfaserprojekten in Schleswig- Holstein und in Niedersachsen engagiert ist, mit, nun auch den Glasfaserausbau im Vogelsberg zu starten. Zum Auftakt der Vermarktung beginne man mit einer Aktionsphase in Grebenau, der Gemeinde Gemünden und Romrod.

Bürgerinnen und Bürger dieser drei Aktionsgebiete können sich vom 18. August bis zum 18. Oktober einen kostenlosen Glasfaser-Hausanschluss sichern und tragen somit ihren Teil dazu bei, die nötige Ausbauquote von 40 Prozent zu erreichen, damit das Projekt realisiert werden könne.

Umfangreiches Glasfaserprojekt im Vogelsberg

Ein Glasfasernetz für den Vogelsbergkreis errichten – das sei das Ziel des Projektes, dass sich die TNG vorgenommen hat. Dafür habe der Telekommunikationsanbieter den Kreis in sogenannte Aktionsgebiete unterteilt, in denen die Glasfaser-Vermarktung über Aktionszeiträume von sechs bis acht Wochen durchgeführt wird. Gemünden als erstes, Grebenau als zweites und Romrod als drittes Aktionsgebiet bilden den Auftakt und werden als Pilotgemeinden betrachtet, denn um den Glasfaserausbau wirtschaftlich zu realisieren, brauche es pro Aktionsgebiet eine Beteiligung in Form von Vorverträgen von mindestens 40 Prozent aller Haushalte. Bei Erreichen der Quote plane die TNG erste Bautätigkeiten bereits im Januar 2021.

Aktuell müsse sich die Bevölkerung der teils unterversorgten Region mit Geschwindigkeiten von weit unter 30 MBit/s zufriedengeben, denn die Kupferleitungen seien alt, störanfällig und nicht mehr zeitgemäß. Die TNG verzichte komplett auf die Kupferleitungen und baue stattdessen ein Glasfasernetz, an welches sich jede Immobilie über einen direkten Hausanschluss anschließen lassen könne. So sichere der direkte Anschluss an das Glasfasernetz die Zukunftsfähigkeit, denn nur diese Internet-Übertragungstechnologie biete Geschwindigkeiten weit in den Gigabit-Bereich hinein und sei somit für den steigenden Bandbreitenbedarf der Zukunft gerüstet.

Aktionsphase für die ersten drei Aktionsgebiete endet am 18. Oktober

Wer sich innerhalb der Aktionsphase für einen Glasfaser-Hausanschluss entscheidet spare Kosten in Höhe von mindestens 2.048 Euro zuzüglich weiterer eventuell anfallender Erschließungskosten. Bei Abschluss eines Vorvertrags bis zum 18. Oktober sei der Glasfaseranschluss kostenlos, inklusive 20 Meter Tiefbau auf dem direkten Weg von der Grundstücksgrenze zum öffentlichen Grund.

Schon jetzt bestehe die Möglichkeit, einen Hausanschluss zu bestellen – das belohne die TNG mit 25 Euro Startguthaben. Das Angebot ist gültig bei Buchung eines der drei flott-Tarife. Die Tarife beginnen bei 24,95 Euro im Monat und beinhalten Bandbreiten von 50, 300, 500 und sogar 1.000 Megabit pro Sekunde.

Bis zum Ende der Aktionsphase am 18. Oktober plant die TNG viele Veranstaltungen und Termine, um jeden Glasfaser-Interessierten allumfassend über den Projektablauf, die Technik und die Produkte zu informieren. Diese Veranstaltungen werden unter strengen Hygienebedingungen sowie der Einhaltung der aktuellen Vorgaben zur Eindämmung des Corona-Virus durchgeführt.

Erste Informationstage für Ende Juni geplant

Noch Ende Juni lädt die TNG zu Informationstagen ein, bei denen TNG-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter persönlich unterschiedliche Aspekte des Projektes vorstellen. Jede Bürgerin und jeder Bürger der drei Aktionsgebiete können diese besuchen:

Mittwoch, 24. Juni 2020, 17 bis 20 Uhr, Bürgerhaus in Romrod Donnerstag, 25. Juni 2020, 17 bis 20 Uhr, Johanniterhalle in Grebenau Freitag, 26. Juni 2020, 17 bis 20 Uhr, Mehrzweckhalle in Gemünden

Nach den Sommerferien bilden dann Informationsveranstaltungen ab dem 18. August den Auftakt der eigentlichen Vermarktungsphase, bei denen das Projekt noch einmal detailliert vorgestellt wird. Im Anschluss finden über den Aktionszeitraum zahlreiche Beratungstermine statt, bei denen individuelle Fragen in einem persönlichen Gespräch beantwortet werden und Hilfestellung zum Vertragsabschluss geboten wird. Diese werden auch vereinzelt bereits innerhalb der Sommerferien organisiert, um auch Ferienhausbesitzern die Möglichkeit einer Beratung zu geben.

Details zu den Terminen erhalten die BürgerInnen über Briefsendungen, außerdem können alle Termine und Projektinformationen auf www.tng.de/hessen eingesehen werden. Aktuelles wird auch laufend über den Glasfaserblog www.glasfaser.tng.de mitgeteilt. Geschulte MitarbeiterInnen der TNG-Kundenbetreuung stehen auch telefonisch unter 0431/530 504 00 am Montag, Mittwoch und Freitag von 15 bis 18 Uhr exklusiv für dieses Projekt zur Verfügung.

6 Gedanken zu “TNG Stadtnetz bringt Glasfaser bis ins Haus im Vogelsberg

  1. TNG errichtet und betreibt eigene Rechenzentren und auch ein eigenes Netz bzw. eigene Netze. Dies wurde auf meine Nachfrage hin, in der Infoveranstaltung so mitgeteilt. Hierzu findet sich im Internet (mit etwas Recherche) ein (älteres) PDF-Dokument, in der die bundesweiten TNG-Rechenzentren und -Glasfaserverbindungen schematisch dargestellt sind. Evtl. gibt es auf direkte Nachfrage bei TNG auch aktuelleres Material. Fakt ist, dass ein eigenes Glasfasernetz aufgebaut werden soll.

    Nach erfüllter Vertragslaufzeit, soll dieses wahrscheinlich auch durch andere Anbieter (unter bestimmten Voraussetzungen) genutzt/angemietet werden können. Konkrete Infos hierzu durch TNG, sind aus nachvollziehbaren Gründen rar. Hierzu befinden sich aktuell wohl auch gesetzliche Vorgaben in Erarbeitung.

    Fakt ist, dass das Backbone nicht(!) im HVt (Vermittlungsstelle) der Telekom angebunden wird, sondern an eine eigene Glasfasertrasse entlang der A5. Wie auch alle anderen FTTH-Anschlüssen von TNG, Telekom und anderen Betreibern in Deutschland üblich, wird ein passives Glasfasernetz (GPON) aufgebaut. Das bedeudet, dass nicht jeder FTTH-Anschluss eine eigene, dedizierte Faser ins Backbone bekommt, sondern dass mehrere FTTH-Anschlüsse über einen Splitter gemeinsam betrieben werden. Abhängig von der weiteren Leitungs- und Switchingkapazität hinter dem Splitter, hat ein einzelner Splitter aktuell wohl eine übliche Übertragungskapazität von max. 2,5 Gbit/s. Man teilte mir mit, dass sich die Anzahl der Anschlüsse pro Splitter nach der Netzplanung und in Abhängigkeit der Vorverträge richten wird. In jedem Fall soll sichergestellt werden, dass die vertraglich gebuchte Geschwindigkeit am Anschluss auch durchgängig erreicht wird. Hierbei wird aus wirtschaftlichen Gründen sicher auch berücksichtigt werden, dass die max. Anschlussgeschwindigkeit nie von allen Anschlüssen gleichzeitig gefordert wird. Das verhält sich äquvivalent zum Begriff des Gleichzeitigkeitsfaktors bei der Leistungsbereitstellung von Stromanschlüssen.

    Wer sich jetzt schon Gedanken über einen Anschluss jenseits der 100 Mbit/s Gedanken macht, sollte dann übrigens auch die Gigabit-Fähigkeit seiner Endgeräte und seiner eigenen Hausverkabelung bzw. die 802.11ac-Fähigkeit seines WLAN sicherstellen, damit es zu keinem Flaschenhals kommt.

  2. Mich würde mal interessieren wie das technisch aussieht. Es wird ja auch irgendwo ein Glasfaserverteiler sitzen. Wie ist dieser angebunden u.s.w..Das ist ja auch eine Kostenfrage. Man wird ja kaum ein komplettes neues Netz aufbauen sondern einen Zugang, na bei wem schon, bei der Telekom mieten. Oder? Was nutzt schon wenn man z.B. mit GBit/s wirbt, 10 Kunden am Switch hat, und dieser nur mit 1 GBit/s anbindet.

  3. Interessant wird sein, wie sich die notwendige 40%-Vorvertragsquote konkret berechnet. Werden hier die schwarzen Flecken (aktuell nicht unterversorgte Gebiete mit >=30 MBit/s) ausgenommen sein? Immerhin wurden in Grebenau der Stadtteil Udenhausen und aktuell die Kernstadt und der Ortsteil Merlos mit FTTC (50…250 MBit/s) durch die Telekom ausgebaut. Das Interesse an Glasfaser bis ins Haus, könnte in diesen Gebieten also (kurzfrisitig gedacht) eher gering sein. Werden die 40% in Summe über Romrod, Gemünden und Grebenau notwendig sein und das Vorhaben als Gesamtvorhaben betrachtet oder werden alle drei separat bewertet?

    Da die laufenden Kosten für einen möglichen TNG-Vertrag mit einem der Telekom auf absolut gleichem Niveau liegen, ist das Vorhaben durchaus interessant. Meine Teilnahme an der Informationsveranstaltung ist sicher. Es bleibt die Hoffnung, dass das Interesse an diesem Vorhaben bei der restlichen Bevölkerung unseres ländlichen Gebiets ebenfalls vorhanden ist.

    Zur Sensibilisierung sei darauf hingewiesen, dass aktuelle Geschwindigkeiten von max. 250 MBits/s durch das FTTC der Telekom aktuell ausreichend sind, aber in Zukunft kaum noch steigerbar sein werden. Glasfaser bis ins Haus ist aus technischer Sicht die zukunftsträchtigere Variante, die sicher auch einhergeht mit einer Wertsteigerung der eigenen Immobilie.

    1. Ich hoffe doch sehr, dass das Interesse da ist. VDSL ist eine längst überholte Technik. Man bekommt außerdem nicht Mal annähernd die gebuchte Downloadrate. Anders als bei Glasfaser. Zumal die Glasfasertarife preislich gesehen deutlich attraktiver sind als die VDSL Tarife der Telekom.

  4. Man kann nur hoffen, dass wir die Quote von 40% auch erreichen…ich denke Mal es ist im Sinne aller, deutlich schnelleres Internet für gleichzeitig deutlich weniger geld zu haben. Das Internet über LTE ist ja Mal wirklich mehr als lächerlich.

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