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Während anbahnender Übernahme durch Asklepios-KonzernVogelsberger Linke: Uniklinik Gießen Marburg gehört in öffentliche Hand

VOGELSBERG/MARBURG (ol). Die Vogelsberger Linke fordert angesichts der Corona-Krise und der sich anbahnenden Übernahme durch den Asklepios-Konzern, das Uniklinikum Gießen Marburg zurück in die öffentliche Hand zu überführen. Im Moment werde verstärkt deutlich, wie wichtig ausreichend Pflegepersonal, eine angemessene Bezahlung und eine gute Gesundheitsversorgung seien.

„Gerade die Corona-Pandemie macht deutlich, wie falsch der Weg der Ökonomisierung gewesen und wie wichtig eine gut finanzierte öffentliche Krankenhausinfrastruktur ist“, heißt es in einer Pressemitteilung der Linken von Jo Biermanski, Vorstandsmitglied der Partei. „Die Privatisierung des UKGM durch eine CDU-geführte Landesregierung war, ist und bleibe ein Fehler.“

Biermanski erinnert auch daran, dass der Krankenhauskonzern Asklepios sich anschickt, die Rhön AG zu übernehmen. Die Rhön-Klinikum AG sprach sich gegenüber ihren Aktionären kürzlich dafür aus, die Übernahmeofferte anzunehmen. Durch die Übernahme drohten weitere Verschärfungen für die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten und bei der Patientenversorgung, warnt die Linke. Die Hessenschau berichtete vor Kurzem, dass die Landesregierung tatsächlich geprüft habe, die Klinik in die öffentliche Hand zurückzuholen, damit aber scheiterte. Mit Blick auf die Übernahme durch Asklepios herrsche nun Angst bei der Belegschaft.

„Asklepios eilt ein denkbar schlechter Ruf voraus“

„Asklepios eilt ein denkbar schlechter Ruf voraus, was die Arbeitsbedingungen für Pflegende und Ärzte betrifft“, zitiert der hr Leopold Eberhart. Er ist Anästhesist an der Marburger Uniklinik und kandidiert als Arbeitnehmervertreter für den Aufsichtsrat. „Von der Reinigung über die Transportdienste bis hin in die Ärzteschaft sind alle Berufsgruppen vehement gegen diese Übernahme.“ Ein Sprecher des Hamburger Asklepios-Konzerns, der auch das Klinikum Schwalmstadt betreibt, wies die Kritik gegenüber dem hr zurück.  Die – ohnehin gesetzlich geschützten – Rechte der Beschäftigten sollen demnach nicht verletzt und bestehende Tarifverträge weiter eingehalten werden.

„Die Landesregierung darf dieser Übernahme nicht tatenlos zusehen. Öffentliche Investitionsmittel, wie von der Regierung in Aussicht gestellt, darf es nur geben, wenn der Konzern zur Einhaltung konkreter Bedingungen verpflichtet und der Einfluss des Landes auf das UKGM substantiell erhöht wird“, fordert die Vogelsberger Linke.

2 Gedanken zu “Vogelsberger Linke: Uniklinik Gießen Marburg gehört in öffentliche Hand

  1. Na klar! Weil staatliche Institutionen schon immer gezeigt haben, wie es nicht funktioniert.

    Ich stimme bei einer Sache zu: vieles kann und muss besser werden. Aber das wird es sicher nicht durch Verstaatlichung.

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  2. Die Privatisirung UKGMwar ein Fehler, Unikliniken gehören in die Öffendliche Hand.Die Fehler der Öffentlichen Hand in den letzten 20-30 Jahrendie uns die Neoliberalen eingebrockt haben müssen Rückgängig gemacht werden.

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