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Ausstellung „Der Lückenschluss der A 49 in Hessen“ startet im NetzEine virtuelle Ausstellung zum Ausbau der A49

SCHWALM/HOMBERG OHM/STADTALLENDORF(ol). Die Deges hat eine virtuelle Ausstellung zum Lückenschluss der A 49 in Hessen veröffentlicht. Auf der Website finden Interessierte ab sofort Informationen und Erläuterungen zu Planung und Umsetzung der A 49 von der Anschlussstelle Schwalmstadt bis zum Ohmtal-Dreieck. Nach Ende der coronabedingten Kontaktbeschränkungen werden die großformatigen Informationstafeln im Rathaus Stadtallendorf ausgestellt. Dann sind auch regelmäßige Informa­tions­termine vor Ort geplant.

„Die A 49 schafft Anbindung und somit eine höhere Attraktivität der Region, und wir sind auf einem guten Weg, dieses Ziel zu erreichen. Die sorgfältige Planung und die erfolgreiche Umsetzung wichtiger Maßnahmen möchten wir für die Menschen der Region sichtbar machen – heute online und bald auch vor Ort in Stadtallendorf“, sagt Deges-Projektleiter Bernhard Blümel zum Start der Online-Galerie.

Auf vorerst zehn Plakaten stellt die Deges das Vorhaben und etliche Einzelaspekte dar. Dazu zählen die Vorteile des Lückenschlusses für Nord- und Mittelhessen sowie der Zeitplan und die naturschutzfachlichen Maßnahmen, heißt es in der Pressemitteilung. Auch die bislang vor Ort sichtbaren Maßnahmen zur Vorbereitung der Flächen, wie die Bodensanierung auf dem WASAG-Gelände und die Kampfmittelräumung, werden erläutert und die Vorteile der Umsetzung als ÖPP-Projekt dargestellt.

Während der Bauarbeiten an der neuen A 49 wie auch im späteren laufenden Betrieb hat der Schutz des Grundwassers in der Umgebung der Trasse höchste Priorität. Die Ausstellung zeigt, welche Vorkehrungen hierfür getroffen werden. Ausführlich widme sich die Ausstellung den Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, die den Eingriff in die Natur kompensieren. Hier würden einzelne Ausgleichsprojekte aus den Bereichen Aufforstung und Waldumbau sowie die Schaffung neuer Lebensräume für bedrohte Tierarten anschaulich erklärt.

Über das Projekt

Als Bestandteil des transeuropäischen Verkehrswegenetzes hat die A 49 eine wichtige überregionale Verbindungs- und Raumerschließungsfunktion und erfüllt laut Pressemitteilung der Deges Gemeinschaftsziele wie das reibungslose Funktionieren des Binnenmarktes und die Stärkung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts.

Der geplante Lückenschluss der A 49 südlich der Anschlussstelle (AS) Schwalmstadt umfasst die Strecke bis zum Ohmtal-Dreieck mit Verbindung an die A 5. Die Deges wurde vom Land Hessen in Vertretung des Bundes mit der Realisierung der Neubauabschnitte AS Schwalmstadt – AS Stadtallendorf-Nord sowie AS Stadtallendorf-Nord – Ohmtal-Dreieck beauftragt. Für beide Abschnitte liegt bestandskräftiges und vollziehbares Baurecht vor. Aktuell laufen die bauvorbereitenden Arbeiten. Der Baubeginn für beide Abschnitte soll noch 2020 erfolgen. Die Fertigstellung sei für 2024 vorgesehen.

3 Gedanken zu “Eine virtuelle Ausstellung zum Ausbau der A49

  1. Projekte wie dieses durchzudrücken halte ich in der jetzigen Wirtschaftslage für sehr bedenklich.

    Zumal der Nutzen, den dieser Autobahnabschnitt bringen würde, äußerst überschaubar bleiben würde. Ich denke, die Politik hat sich da in etwas verrannt. Die Bundesstraßen sind bereits vor Ort und können bei Bedarf, ohne Weiteres ausgebaut werden. Wozu eine vollkommen neue Trasse anlegen? Dazu noch in großen Natur- und Grundwasserschutzgebieten?

    Als das Projekt vor einigen Jahrzehnten mal erdacht wurde, hatte es sicher noch seine Berechtigung. Heute wiegen aber auch andere Dinge schwer, die im vorigen Jahrhundert noch viel weniger bis keine Beachtung fanden. Wir leben in einer Welt in der sich unser Planet dramatisch aufheizt. Auf der ganzen Welt brennen die Wälder. Und auch hier sollen mal wieder hunderte Ha Wald geopfert werden. Wirds zu heiß auf diesem Planeten, wars das ganz einfach für uns!

    Dazu weiß niemand, wie lange und wie schwer die kommende Wirtschaftskrise wird. Wir haben im Moment über 10 Millionen Menschen in Kurzarbeit, dazu noch Millionen Arbeitslose. Tausende Unternehmen müssen mit Steuergeldern gerettet werden. Ich denke niemand ist sich der Dimensionen bewusst, die da auf uns zurollen. Wenn ja nur Deutschland betroffen wäre. Aber es ist die geamte, globale Wirtschaft. Die USA haben beispielsweise über 30 Millionen Arbeitslose. Unsere Exporte werden aller Vorraussicht nach immense Rückgänge zu verzeichen haben. Ich frage, woher hat Hessen das ganze Geld??? Da müssen ja unglaubliche Reserven verfügbar sein.

    Wenn dem so ist, dann bitte ich unsere Politik, im gleichen Atemzug endlich die maroden Krankenhäuser, Schulen und Kitas zu renovieren. Und tausende fehlende Lehrkräfte, Polizisten, Erzieher, Pflegekräfte, Ärzte usw einzustellen. Geld spielt ja offenbar keine Rolle.

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  2. Es steht noch ein Gerichtsurteil zum Grundwasserschutz aus. Erst wenn dieses Urteil gesprochen ist, darf der Staat die Wälder samt der darin lebenden Tierwelt zerstören. Bis dahin lebt die Hoffnung das dieses Autobahnprojekt in den Mülleimer wandert.

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