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Weil es auch im Vogelsberg manchmal richtig großes Kino gibtDer Goldene Kreppel: And the winner is…

Nicht nur in Hollywood spielt sich großes Kino ab, sondern auch rund um Alsfeld. Deshalb ist es mal wieder an der Zeit für die größte Preisverleihung in der Region: Der goldene Kreppel! Wer darf sich in diesem Jahr über eine Auszeichnung freuen? Alle Gewinner gibt es hier.

In und um Alsfeld gibt es manchmal ganz großes Kino – und damit ist jetzt nicht der Film „die Wolf Gäng“ gemeint. Wir haben uns mal in der Stadt und natürlich auch im Vogelsbergkreis umgeschaut und mit einem Augenzwinkern, passend zu Fasching, den Goldenen Kreppel verliehen.

Bester Hauptdarsteller: Dr. Jens Mischak

Foto: Vogelsbergkreis

Während es um Landrat Manfred Görig etwas ruhiger wird – Ausnahme: er übergibt Spenden der OVAG oder freut sich über den Elektroauto-Fuhrpark beim Kreis – ist sein Stellvertreter Dr. Jens Mischak, seines Zeichens (Vorsicht, Luft holen angesagt!) Leiter des Dezernat II mit dem Amt für Bauen und Umwelt, dem Amt für Wirtschaftsförderung und den ländlichen Raum, dem Gesundheitsamt, dem Jugendamt, dem Rechtsamt sowie der Volkshochschule, immer auf Tour. Vor allem in Sachen Betriebsbesuchen macht ihm keiner etwas vor. Mach weiter Mischak, du bist deinem Landratstraum zum Greifen nah.

Bester Nebendarsteller: Stephan Paule

Foto: Merci Photography

Er ist immer unterwegs, doch für die Hauptrolle hat es in diesem Jahr nicht gereicht: Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule. Sei es ein 95. Geburtstag, die Verleihung einer bronzenen, silbernen, goldenen Anstecknadel der Stadt Alsfeld oder der Einweihung eines Feldwegs – Stephan Paule ist immer vor Ort. Auch wenn es bei den Terminen nicht um ihn geht, auf ihn als besten Nebendarsteller ist immer verlass.

Beste Regie: der Vogelsbergkreis

Foto: akr/archiv

Der Vogelsbergkreis hat alles im Griff, steht immer gut da – dafür sorgt die Pressestelle (hier rechts vertreten durch Sabine Galle-Schäfer) unter den Fittichen von Landrat Manfred Görig. Sobald es den kleinsten Anlass gibt, den tollen, einzigartigen und wunderbaren Vogelsbergkreis zu loben, ist die Pressestelle (Achtung Wortspiel) pressetechnisch zur Stelle. Und sollte es für den Kreis mal nicht so gut aussehen, keine Sorge, denn darüber wird ganz einfach nicht berichtet, dafür sorgt das Oberhaupt Görig. Schlechte News? Gibt es nicht.

Bestes Drehbuch: Landrat Manfred Görig

Foto: ls/archiv

Und weil Landrat Manfred Görig immer alles im Griff hat, der Pressestelle sagt, wie der Hase läuft, geht er als Sieger in der Kategorie „Bestes Drehbuch“ hervor.

Bester Film: Das Zittern und Bangen um das Seniorenwohnprojekt „LuWiA“

Foto: ls

Nervenaufreibender hätte dieser spannende Film, der sich die letzten Jahre in Romrod abspielte, nicht seien können. Jahrelang hat es gedauert, die Idee des Seniorenprojektes „Luwia“ zu realisieren und dann, als es sich zum Ende, zum Höhepunkt neigte, sprang doch tatsächlich der vorgesehene Mieter SozioVita ab! Was ein Drama, aber Gott sei Dank gab es dann doch noch ein Happy End: Ein neuer Mieter wurde gefunden, aus LuWiA wurde „Haus Schlossblick“.

Beste Hauptdarstellerin: Dr. Birgit Richtberg

Foto: jal

Für ihre außerordentliche Performance im Luwia-Drama hat sich Romrods Bürgermeisterin Dr. Birgit Richtberg den goldenen Kreppel für die beste Hauptdarstellerin mehr als verdient – damit sichert sich die Rathauschefin den Titel zum 2. Mal.

Beste Nebendarstellerin: Barbara Schlemmer

Foto: kd

Sie ist eine Urdemokratin, eine Basis-Grüne: Barbara Katharina Schlemmer. Sie scheut sich nicht zu sagen, was sie denkt und kämpft für das, was ihr wichtig ist – und zwar den Ausbau der A49 zu verhindern. Egal ob im Sommer oder im Winter: wo es einen Protest gegen den Bau der Autobahn gibt, ist sie zur Stelle.

Bester Stummfilm: Architekt Herbod Gans

Foto: Repp/Stadt Homberg Ohm

Er bleibt eisern, egal wie hartnäckig die Presse – also zumindest OL – nachfragt: Architekt Herbod Gans, hier rechts im Bild, schweigt. Am Telefon ist er nie zu erreichen, Anfragen per Mail bleiben unbeantwortet, getreu dem Motto: Reden ist Silber, Schweigen ist Gans – Pardon, Gold.

Bester Synchronsprecher: Alexander Heinz

Foto: ls

Eigentlich ist es nicht üblich, dass deutschsprachige Schauspieler einen Synchronsprecher haben – eigentlich. Eine Ausnahme bildet dabei Bürgermeister Stephan Paule, der sich immer auf Alexander Heinz, Fraktionsvorsitzenden der Alsfelder CDU, verlassen kann. Getreu dem Motto „doppelt hält besser“ wiederholt Heinz liebendgerne das, was der Rathauschef zu sagen hat. Egal wie kurz oder lang Paules Ansprache ist: Heinz ist zur Stelle und wiederholt die Worte, damit auch ja alles im Gedächtnis der Hörer hängen bleibt.

Bester Ton: Rolf-Peter Stein

Foto: akr

Er spricht nicht viel, gehört eigentlich eher zu der ruhigen Sorte, doch wenn er spricht, dann nimmt er sich dafür auch Zeit: Rolf-Peter Stein von der UWA. Beim Reden hat er die Ruhe weg, lässt sich überhaupt nicht stressen – und das fängt schon bei der Begrüßung der Gäste an.

Bestes Lebenswerk: Ulrich Künz

Foto: jal

In Kirtorf ging eine Ära zu Ende. Nach 42 Jahren verließ der dienstälteste hauptamtliche Bürgermeister Deutschlands Ulrich Künz sein Rathaus. Fast 500 Menschen waren zu seiner Verabschiedung in die Gleentalhalle in Kirtorf gekommen, eine Verabschiedung, die Volksfest-Charakter hatte. Lieber Uli, auch von uns gibt es jetzt ein verspätetes Abschiedsgeschenk, den goldenen Kreppel für dein Lebenswerk! Und zwar ganz ohne dass du dafür Rabatz beim Kreis machen musst.

Bester Kurzfilm: Alsfeld und die analoge Stadtverwaltung

Foto: ls

Kaum hatte das neue Jahr begonnen, stand die Stadt Alsfeld auch schon vor der ersten Herausforderung: Ein Erpresser-Schreiben tauchte in der Verwaltung auf. Aber anstatt in Panik zu verfallen, dachte die Stadt „Nicht mit uns“, fuhr die Computer runter, gönnte sich ganz einfach eine digitale Auszeit. Lange hat sie es aber nicht ausgehalten, vier Tage später kehrte sie der analogen Welt wieder den Rücken zu.

Bestes Drama: Der Krach ums Erlenbad

Foto: aep/archiv

Über den Sinn und Unsinn der im Alsfelder Erlenbad angebotenen Aktivitäten wurde vergangenes Jahr heftig diskutiert. Für die einen fand dort unter anderem „die beste Party ihres Lebens“ statt, für die anderen waren die Veranstaltungen einfach eine Nummer zu viel – im wahrsten Sinne des Wortes. Wie würde Bruce Darnell sagen: Drama Baby, Drama!

Bestes Licht: Günther Krämer

Foto: pcf/archiv

Sie sind unzertrennlich, bringen immer Licht ins Dunkle: Günther Krämer (dritter von links) und sein bester Freund, der Blitz. Fast jeder aus dem Vogelsbergkreis durfte schon einmal Bekanntschaft mit dem unschlagbaren Duo machen.

Bester Newcomer: Andreas Fey

Foto: Merci Photography

Diese Kategorie hat sich Kirtorfs Bürgermeister Andreas Fey, der Ulrich Künz nach 42 Jahren im Amt abgelöst hat, definitiv verdient.

Bestes Stuntdouble: Luisa Stock für Alina Roth – und umgekehrt

Sie werden ständig verwechselt und sorgen für Verwirrung, wenn beide mal gemeinsam auf einem Termin sind: OL-Redakteurin Luisa Stock und Volontärin Alina Roth. Beide haben sie blonde Haare, beide tragen sie eine Brille – das ist zwar auch das einzige, das die beiden optisch gemeinsam haben, aber für viele sind das dennoch zwei Gemeinsamkeiten zu viel: Wer ist jetzt eigentlich wer?

Bestes Kostüm: Das Alsfelder Bier

Das Beste Kostüm geht in diesem Jahr an das Alsfelder Bier, das nicht mehr in Alsfeld, sondern in Lauterbach gebraut wird.

Ein dreifach donnerndes Helau!
Helau liebe Närrinnen und Narren, was wäre Fasching ohne Krebbelzeitung? Genau, es wäre wie Fußball ohne Ball, Currywurst ohne Curry oder Alsfeld ohne sein Rathaus – nicht vollständig. Daher haben wir von Oberhessen-live uns dazu entschieden, in diesem Jahr wieder in kleinem Maße die „Oberhessen-live Krebbelzeitung“ zu entwerfen und somit das närrische, bunte Treiben einen Tag vor dem Ende der fünften Jahreszeit zu begleiten.

Das Redaktionsteam der „Oberhessen-live Krebbelzeitung“ möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es sich bei den vorliegenden Artikeln um närrische Nachrichten handelt, die nur zur Fastnachtszeit erscheinen. Die Artikel reichen bis in die vergangene Fastnachtssaison zurück und wir erheben keinen Anspruch darauf, dass sie brandaktuell sind. Ebenso möchten wir darauf hinweisen, dass wir keinen Wert auf den Wahrheitsgehalt der Artikel gelegt haben: Einige sind frei erfunden, andere enthalten zumindest einen kleinen Kern an Wahrheit. Die „Oberhessen-live Krebbelzeitung“ lebt von Gerüchten und erfundenen Geschichten.

Ein Gedanke zu “Der Goldene Kreppel: And the winner is…

  1. Schade, daß nicht einer von den „normalen “ Bürgern, das geschafft ha. (z, B, aus der Unnergass, oder amthof oder sonst wie, immer die Prominenz.

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