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hr4-Aktion: "Hessens Helden" wurden mit Menü von Johann Lafer groß gefeiertJulia Schuchard unter „Hessens Helden“ gefeiert

ALSFELD (ol). Über vier Wochen konnten man dem Hessischen Rundfunk unter der hr4-Aktion besondere Menschen vorschlagen, die durch ihr Tun die Auszeichnung „Hessens Helden“ verdient haben. Aus zahlreichen Einsendungen wurden 70 ausgesucht und als Dankeschön zu einem festlichen Menü von Star-Koch Johann Lafer eingeladen – mit dabei auch Julia Schuchard, die Vorsitzende des Vereins „Alsfeld erfüllt Herzenswünsche“.

Im FrischeParadies in Frankfurt wurde es am Sonntag feierlich, aber in lockerer Atmosphäre. Weiter heißt es in der Pressemitteilung des hr4, im Radio und übers Internet hatte hr4 aufgerufen, „Hessens Helden“ zu nominieren. Hinter jeder Heldin und jedem Helden stand und steht eine besondere Geschichte, eine besondere Leistung für andere. Und oft denken „Hessens Helden“ weniger an sich, als viel mehr daran, was sie anderen Gutes tun können.

Das wollte man ändern: An einem Tag sollten 70 der vielen Alltagsheldinnen und -helden im Mittelpunkt stehen. Sie sollten in einem ungezwungenen Rahmen für ihr Engagement belohnt werden. Die Belohnung bestand aus einer Urkunde und einem besonderen Menü – von keinem geringeren zubereitet als Johann Lafer. Unter Hessens Helden: Julia Schuchard, die erste Vorsitzende des Vereins „Alsfeld erfüllt Herzenswünsche“, der sich für bedürftige Personen einsetzt und sie unterstützt, die wegen ihres geistigen, seelischen oder körperlichen Zustands – oder ihrer wirtschaftlichen Lage – auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Seit der der offiziellen Gründung in 2018 könnten so schon einige Spenden gesammelt werden – und vor allem einigen Bedürftigen geholfen werden.

Rührender Nachmittag

Der bekannte und beliebte TV-Koch war, als er von der Idee hörte, sofort bereit, sich in den Dienst der guten Sache zu stellen. Unterstützt von seinem Küchen-Team und dem Team des „FrischeParadies Frankfurt“ zauberte Lafer für die Gäste ein mehrgängiges Menü. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Band „NiteShift“. Durch den Tag führte Axel Oppermann aus dem hr4-Team. Auch hr4-Chef Martin Lauer begrüßte die Heldinnen und Helden.

Bei den Ausgezeichneten war die Freude über die Veranstaltung greifbar. Den Heldinnen und Helden war die Rührung anzusehen. Hier und da wurden ein Paar Tränchen verdrückt. Den Gästen ging die Wertschätzung zu Herzen, auch wenn sie, wie so viele andere Alltagshelden auch, ihr Licht eher unter den Scheffel stellen.


Ungezwungenheit begeistert

Wer für den besonderen Nachmittag eine feierliche Tafel erwartet hatte, wurde enttäuscht. Im „FrischeParadies“ waren verschiedene Stationen aufgebaut, an denen sich die Gäste austauschen konnten. Und diese Möglichkeit, ungezwungen umherzugehen und mit anderen Heldinnen du Helden über ihre Projekte zu sprechen, kam bei allen super an. Annika Wengenroth, die sich mit dem „Café International“ in Haiger für die Integration von Flüchtlingen einsetzt, lobt die Anordnung und fand es toll, so auf einfache Art und Weise mit den anderen in Kontakt zu kommen.

Auch Johann Lafer genoß die Ungezwungenheit und mischte sich unter die Ausgezeichneten. Er fragte nach ihren Projekten und war angetan von dem großen und oft selbstlosen Engagement. Das war ja einer der Gründe, warum er sofort mit im Boot war, als die Idee an ihn herangetragen wurde.

Es lasse sich also leicht ein Fazit ziehen: Es sei ein toller Tag mit inspirierenden Menschen gewesen. Und man hoffe, man konnte zumindest ein kleines Dankeschön – auch im Namen derer, für die die Alltagshelden sich einsetzen – zurückgeben, denn das haben sie wirklich alle mehr als verdient!


6 Gedanken zu “Julia Schuchard unter „Hessens Helden“ gefeiert

  1. Alsfeld erfüllt Herzenswünsche, ist und bleibt ne großartige Idee.
    In der heutigen Zeit einen Verein zu gründen und die Gemeinnützigkeit zu erhalten ist schon bewundernswert. Ich habe die junge Frau mal wegen einer Spende besucht, ein Mensch wie du und ich und daher mach weiter so und herzlichen Glückwunsch, hast du verdient!

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  2. Das ist die richtige Bezeichnung! Und oft würde man sich eine respektvollere und höflichere Wortwahl wünschen statt der Methode: „Lieber einen guten Freund verlieren als auf eine Pointe/Sottise/Herabsetzung zu verzichten“!
    Andererseits erlaubt „Volkes Stimme“ natürlich immer auch eine Einschätzung herrschender Stimmungen oder mentaler Verfassungen. Hier nur zu „filtern“ stellt irgendwie ja auch eine Verfälschung der Realität dar.
    Wer von seiner „Mission“/seinem Engagement überzeugt ist, wird sich von ein paar Pöblern wohl (hoffentlich) auch in Zukunft nicht abschrecken lassen.

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  3. Es ist ja immer eine Frage des persönlichen Empfindens ob man jemanden mag oder nicht. Anscheinend wurde Frau
    Schuchardt von anderen Menschen für würdig befunden eine Auszeichnung zu erhalten. Das sollte man ohne negative Bewertungen einfach so stehen lassen.
    Sich für andere einzusetzen ist immer positiv. Ob man den Menschen mag etwas ganz anderes.

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    1. Ich kenne Julia Schuchard, die erste Vorsitzende des Vereins „Alsfeld erfüllt Herzenswünsche“, nicht persönlich. Aber an der Idee, sich mit der Erfüllung von Herzenswünschen für bedürftige Personen einzusetzen, finde ich nichts auszusetzen. Ganz im Gegenteil. Und deshalb wurde Frau Schuchard wohl auch – und das sollte man hier ganz besonders betonen – von ANDEREN für die hr4-Aktion „Besondere Menschen“ vorgeschlagen. Aber das Foto mit einem Medienprominenten (TV-Koch Johann Lafer) reicht offensichtlich, um persönliche Angriffe auszulösen. Dabei ist auch Lafer ein wirklich bodenständiger und bescheidener „Star“, der sich selbst in seinem Metier häufig für die sozial Schwachen eingesetzt (z.B. Schulessen für Kinder armer Eltern) und sich von der Glitzerwelt der Sterneküche inzwischen auch klar distanziert. Mit so einem Menschen kann man sich getrost öffentlich zeigen, ohne mit dem Schimpf einer „Heldin der herausragenden Selbstdarstellung“ bedacht zu werden!

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    2. Wenn das so weitergeht mit diesen ganzen Rotzkommentaren wird sich irgendwann jeder sehr gut überlegen ob er überhaupt noch etwas außerhalb seiner eigenen 4 Wände und für andere tut oder sich wegduckt wie die große schweigende Masse.

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