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17 Tage voller Kultur mit mehr 5.000 Gästen – Verein blickt stolz auf die Alsfelder Kulturtage 2019Finale mit Musik, Witz und einer Überraschung

ALSFELD (ol). Mehr als 5.000 Gäste zählte Dr. Walter Windisch-Laube vom Organisationsteam der Alsfelder Kulturtage, als er anlässlich der letzten von 43 Veranstaltungen die vergangenen 17 Tage am letzten Sonntag Revue passieren ließ: 17 Tage voller Kultur, getragen von Spenden und Ehrenamtlichen unter Mitwirkung zahlreicher namhafter regionaler und überregionaler Künstler und Redner, das sei eine ganz herausragende Leistung für die Stadt Alsfeld, ihre Menschen und ihre Gäste.

Dass die Stadt Alsfeld in besonderer Weise von diesem Engagement, das weit über die Grenzen Alsfelds hinaus wirkt, profitiert, bestätigte auch Bürgermeister Stephan Paule, der alle Ehrenamtlichen des Vereins direkt nach den Kulturtagen zu einem Dankeschön-Empfang in den Pranger einlud – den Ort, an dem die Kulturtage am 13. September ihren Anfang genommen hatten und der mit seiner Stadtzeichner-Ausstellung im Herzen der Stadt 17 Tage lang Dreh- und Angelpunkt der Kulturtage war.

Deren letztes Wochenende war noch einmal prallgefüllt mit zehn Veranstaltungen, deren Bandbreite erneut viele Menschen in die Veranstaltungsräume lockte.

Freitag, den 27. September

Foto: Walden


In den Bus ging es zunächst am Freitagnachmittag: Der brachte ein musikinteressiertes Publikum zu ausgewählten Orgeln in der Region. Dort spielte der Organist Rudolf Haidu die „Königin der Instrumente“ und hinterließ bleibende Eindrücke.

Foto: Haltenhof

Über ein gelungenes Angebot für Kinder konnten sich Familien am Freitagnachmittag in der Alsfelder Stadtbücherei freuen. „Hakuna Matata“ hieß es dort, ein buntes, gutgelauntes Mitmachprogramm mit dem Kinderliedermacher Gerd Müller von „Spunk“ stand hier auf dem Programm. Mehr als 30 Jungs und Mädchen klatschten, sangen und tanzten begeistert mit.

Am Abend entführte Dr. Lutz Kuntzsch das Publikum im Marktcafé in die wunderbare und manchmal auch wundersame Welt der deutschen Sprache. Der „Sprachdoktor“ der Gesellschaft für deutsche Sprache plauderte aus dem Nähkästchen seiner Sprechstunde und ließ die Gäste an seinen vergnüglichen und lehrreichen Erfahrungen rund um unsere Muttersprache teilhaben.

Samstag, den 28. September


Foto: Windisch-Laube

„Minimal Music“ hieß es am Samstagvormittag in der Alsfelder Musikschule. Dr. Ulli Götte hatte hier zu einem Workshop eingeladen, der zahlreiche Musikerinnen und Musiker anlockte. Aus einfachen Elementen schufen sie unter seiner Anleitung eine zauberhafte Klangwelt, die ihnen nachhaltige Inspirationen schenkte, wertvolle und spannende rhythmische Erfahrungen vermittelte und vielleicht auch zu eigenem Komponieren anregte.

Foto: Gremmel

Interessantes zum Thema „Handschuhe“ hatten in den vergangenen zwei Jahren die Goldschmiedin Victoria Wittek und die Autorin Traudi Schlitt zusammengetragen. Veröffentlicht haben sie ihre Fundstücke in einem künstlerisch gestalteten Buch, das sie anlässlich der Kulturtage in der Villa Raab erstmals präsentierten. Sie werfen darin einen neuen, schönen Blick auf den „vielfach verschmähten Alltagsgegenstand“ und wurden musikalisch von der Band Jamsession bei ihrer unterhaltsamen Matinée begleitet.

Zum Spielen lud am Nachmittag der Spieleentwickler Conrad Hamel in das Freiwilligenzentrum ein. Er hatte einige seiner Erfindungen mit dabei und führte seine interessierten Gäste in seine ganz eigene Welt ein. Conrad Hamel zeigte darin eine weitere der vielen Facetten der Alsfelder Kulturtage.


Foto: Walden

Impressionistische Musik für Flöte und Klavier präsentierten ebenfalls am Samstagnachmittag Roland von Tenspolde und Alexander Urvalov. Mit Querflöte und Klavier würdigten sie unter der Überschrift „Der Hirtengott Pan, die Nymphe Syrinx und die Flöte“ französische Komponisten wie Gabriel Fauré, Camille Saint-Saëns, Charles Widor, Claude Debussy oder Jule Mouquet. Diese Veranstaltung war – wie im Übrigen fast alle Angebote der Alsfelder Kulturtage – sehr gut besucht und hinterließ ein überaus beglücktes Publikum.

Foto: Schlitt

„Ostrock trifft Westsound“ hieß es am Abend in der Calypso Bar. Gemeinsam mit vielen Gästen und dem Männergesangverein Kirtorf rockte die Band „Bandsalad“ die Disco bis Mitternacht und ließ keinen Ost- und Westrockklassiker aus. Mitsingen und Mittanzen war Programm des Abends, der nicht nur gut abging, sondern auch viele Erinnerungen zu Tage förderte.

Sonntag, den 29. September


Tim Frühling, Wetter- und Radiomoderator sowie Buchautor, lockte am Sonntagmorgen, dem letzten Tag der Alsfelder Kulturtage noch einmal an die hundert Gäste in die Villa Raab. Dort machte er Lust auf die Abenteuer seines osthessischen Kommissars Daniel Rohde und auf kleine Ausflüge in die Region. Augenzwinkernd und mit viel Humor gab er seine literarischen Ergüsse zum Besten und zeigte sich erfreut über die riesige Resonanz.

Foto: Walden

Den Abschluss am Sonntagnachmittag gestalteten die Jungen Vocalisten unter der Leitung von Sabine Spahn, die in der Christ-König-Kirche mit Chormusik aus vier Jahrhunderten ihr Publikum begeisterten und gleichzeitig ihr 20-jähriges Jubiläum feierten.

Dienstag, den 1. Oktober

Foto: Jäckel


Ganz zu Ende waren die Alsfelder Kulturtage jedoch erst am 1. Oktober. Denn an diesem Tag hatte Bürgermeister Stephan Paule das Orga-Team und alle Ehrenamtlichen zu einem kleinen Empfang in den Pranger eingeladen. Bei kleinen Leckereien und kühlen Getränken bedankte er sich bei ihnen für das außerordentliche Engagement .