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Auftaktveranstaltung zum Thema "Enkeltrick" mit Sicherheitsberater für Senioren, Bernd Klaus„Rate mal, wer hier spricht“

KESTRICH (ol). Im Rahmen des Tages der Begegnung konnten Irmhild Bernhard und Bürgermeister Leopold Bach gemeinsam mehr als 30 Senioren im Gasthaus Weifenbach begrüßen und den Feldataler Sicherheitsberater für Senioren, Bernd Klaus, vorstellen. Der ehemalige Polizeibeamte hatte Mitte Mai einen Lehrgang in Fulda absolviert und steht den Feldataler Seniorinnen und Senioren nun mit Rat und Tat zur Seite.

Vorweg stellte Bürgermeister Bach jedoch klar, dass Feldatal kein Sicherheitsproblem habe, „sondern durch das neue Angebot das Sicherheitsgefühl der Senioren vielmehr weiter gestärkt werden solle“, heißt es in der Pressemitteilung der Gemeinde. Seniorenberater Klaus referierte in seiner Auftaktveranstaltung zum Thema „Enkeltrick“. Immer mehr Menschen in Deutschland seien älter als 65 Jahre. Viele von ihnen seien gesund, aktiv und fit bis ins hohe Alter. Mit den Worten „Mir kann das nicht passieren – aber täglich fallen Senioren darauf herein!“ eröffnete Bernd Klaus seine Ausführungen.

„Diese Betrugsform, der so genannte Enkeltrick, ist besonders hinterhältig und kann existenzielle Folgen für Sie haben. Fallen Sie auf diese Ganoven herein, können Sie hohe Geldbeträge verlieren – unter Umständen sogar Ihre Lebensersparnisse“, sagte Sicherheitsberater Klaus. Mit den Worten „Rate mal, wer hier spricht“ oder ähnlichen Formulierungen melden sich die Betrüger bei diesem Trick per Telefon, geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld.

Lage wird immer dringlich dargestellt

„Als Grund werden ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht, beispielsweise ein Unfall, Auto oder Computerkauf“, wie Klaus ausführte. Die Lage werde immer äußerst dringlich dargestellt. Oft würden die Betrüger versuchen, ihre Opfer durch wiederholte Anrufe unter Druck zu setzen und zur Verschwiegenheit zu verpflichten. Sobald Sie sich bereit erklären zu zahlen, kündigen die Täter einen Boten an, der Sie aufsucht, sich mit einem zuvor vereinbarten Kennwort ausweist und das Geld abholt. Haben Sie die geforderte Summe nicht parat, werden Sie gebeten, unverzüglich zur Bank zu gehen und dort den Betrag abzuheben.

Nicht selten rufe der Täter sogar ein Taxi für Sie, wenn Sie den Weg nicht mehr zu Fuß bewältigen können. Auf diese Weise würden Enkeltrick-Betrüger in der Vergangenheit bereits Beträge im fünfstelligen Eurobereich erbeutet haben. Für Kriminelle stelle die „Generation 65+“ aus unterschiedlichsten Gründen ein lohnendes Ziel dar. Fast immer haben sie es dabei auf die Ersparnisse der Seniorinnen und Senioren abgesehen.


Mit perfiden Tricks missbrauchen Straftäter dabei deren Vertrauen, beispielsweise in die Polizei oder in ihre Familien. Oder sie nutzen die schnellen Veränderungen, die der technische Fortschritt vor allem im Bereich Computer und Internet mit sich bringt, gezielt aus. „Falsche Polizeibeamte“, „Enkeltrick“ oder Betrug beim Online-Banking seien nur einige der Maschen, mit denen Betrüger Straftaten zum Nachteil älterer Menschen begehen.

Bei einem Eis und gemeinsamen Gesang – unter musikalischer Begleitung durch Walter Steuernagel und sein Akkordeon – klang der rundum gelungene Nachmittag aus. Weitere Informationsveranstaltungen würden folgen. Zu erreichen ist Sicherheitsberater Bernd Klaus unter der Telefonnummer 06637/360 oder Mobil unter 0151/41849809.