Gesellschaft0

Karsten Kuske, Leiter eine Barschule, führt die Schüler in die Kunst des Shakens einLeckere Mocktails auf dem Lehrplan der Schülerfirma

ALSFELD (ol). Schule goes Wirtschaft: Damit ist – auch wenn bei der Schülerfirma Fly und deren Cocktails-Seminar davon ausgegangen werden könnte – nicht die Gastwirtschaft, sondern eher das Geschäftsleben gemeint. Ja, die Geschwister-Scholl-Schule Alsfelder hat eine Schülerfirma namens „Fly“. Diese Schülerfirma betreibt einen schulinternen Cateringservice. Momentan sind zwölf Schülerinnen und Schüler unter der „Geschäftsleitung“ der Fachleiterin für Arbeitslehre, Irene Caspar, in der Cateringfirma beschäftigt.

Neben den fachlichen Kenntnissen, lernen die Schüler laut Pressemitteilung der Geschwister-Scholl-Schule durch diesen praxisorientierten Zusatzunterricht Teamarbeit, Verlässlichkeit und andere wichtige Dinge, die sinnvoll für den Einstieg ins Berufsleben sind. Zum Ende des Schuljahres, zu dem fünf Fly-Mitglieder nach vier Jahren engagierter Mitarbeit nun die Schule mit ihrem Abschluss verlassen, hatte die Kursleiterin Irene Caspar einen Cocktailkurs organisiert.

Dafür konnte sie den gebürtigen Alsfelder Karsten Kuske gewinnen, der der Leiter einer erfolgreichen Barschule in Frankfurt sei und früher ebenfalls Schüler an der Haupt- und Realschule in Alsfeld war. Der Barmeister sei für die Ausbildung von Fachpersonal zertifiziert und war daher prädestiniert für die Wissensvermittlung zur Cocktailherstellung.

Erst die Theorie, dann die Praxis

Bevor es aber ans Cocktailmixen ging, lehrte der Experte der coolen Drinks den Schülerinnen und Schülern zunächst das Grundwissen zur Herstellung von Cocktails und wie diese zu ihren unterschiedlichen und oftmals ausgefallenen Namen kommen. Wichtig natürlich auch im Schulalltag: Der Unterschied zwischen alkoholischen und alkoholfreien Cocktails, Mocktails genannt.

Nach einer gründlichen Einführung durften die Kursteilnehmer selbst an die Shaker und sich eigene Mocktails mixen, rühren und verköstigen. Die Technik mit dem sogenannten „Bostonshaker“ war für einige Schüler eine ziemliche Herausforderung. Bei dieser Technik werden zwei Gläser aufeinandergedrückt und das Getränk so richtig geschüttelt und gemixt. Danach muss man mit der richtigen Dosis Kraft und Feingefühl gegen den Becher schlagen, damit die Gläser sich ohne zu zerbrechen oder ohne das kostbarer Cocktailsaft verloren geht, wieder auseinander geht.


Am Ende des Vormittags, durch die immer wieder leckeren Mocktails motiviert, hatten die Schüler so viel geübt, dass selbst diese Herausforderung kein Problem mehr war. Der Sommer mit eisgekühlten Cocktails kann also kommen – vor allem für die Schulabgänger der Schulfirma Sophia Nahrgang, Dana Desi, Kim Kreuder, Mary Jean Görig und Jasmin Hainbuch.